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Untermeitingen

08.05.2019

Wird das Verkehrschaos noch größer?

Auf dem Gelände der Firma ASP geht es eng zu, Lastwagen müssen auf der Straße rangieren und manchmal auch dort warten. Nun soll der Anbau rechts im Bild verschwinden und durch eine Halle auf der ganzen Länge des großen Gebäudes ersetzt werden. Das Platzproblem wird dadurch noch größer.
Bild: Daniel Weber

Die Untermeitinger Firma ASP will anbauen, dafür fallen Parkplätze weg. Lastwagen verursachen schon jetzt Probleme, nun sucht der Gemeinderat eine Lösung.

In der Schwabenstraße geht es oft eng zu: Will ein Lastwagen auf das Gelände der Firma ASP einbiegen, muss der Fahrer mitten auf der Straße rangieren und blockiert dabei den Verkehr. Nicht selten behindern ihn dabei auch Kollegen, die mit ihren Lastwagen zu früh vor Ort sind und am Straßenrand warten, bis sie auf- oder abladen können. Denn auf dem Gelände des Kleb- und Dichtstoffherstellers gibt es nicht genug Platz zum Parken und Rangieren.

Das Park- und Verkehrsproblem wird noch zusätzlich verstärkt: Nun will ASP auf der Straßenseite des Gebäudes eine 142 Quadratmeter große Lagerhalle anbauen und dafür zwei Garagen abreißen. Um den großen Fahrzeugen mehr Platz zum Manövrieren zu geben, plant der Gemeinderat, drei bis vier der Parkplätze an der Schwabenstraße gegenüber der Firma während der Betriebszeiten zu sperren.

Im Gegenzug soll ASP auf dem eigenen Gelände Parkplätze schaffen. Zehn Stellplätze schlug das Unternehmen am östlichen Grundstücksrand vor, der an die Ackerflächen grenzt. Bauamtsleiterin Elfriede Lösch hält 18 Plätze für angemessen und machbar. Die Fläche dafür sei Baugebiet und für die Parkplätze geeignet, sagt Bürgermeister Simon Schropp.

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Es müsse nur ein Teil der Bepflanzung am Grundstücksrand weichen. Schließlich einigte sich der Gemeinderat auf 20 Parkplätze. Dafür darf ASP die Halle anbauen und die Gemeinde richtet ein zeitlich beschränktes Halteverbot an der Straße ein. Die Parkplätze des Unternehmens dürfen auch auf einem Nachbargrundstück entstehen, wenn ihr Bestand vertraglich abgesichert wird. Der Vorschlag des Gemeinderats wird nun dem Bauherrn unterbreitet.

Die Mittelschule in Untermeitingen bekommt einen Aufzug

Einen Aufzug vom Keller bis in den zweiten Stock wird die Mittelschule bekommen. In der Nähe des Nebeneingangs bei der Turnhalle werde der Schacht von außen als tonnenförmige Erweiterung sichtbar sein, erklärt der zuständige Architekt Philipp Bosse. Weil es keine Zwischenetagen im Gebäude gebe, sei durch den Aufzug die gesamte Schule inklusive Musikschule und Turnhalle barrierefrei. Die Abmessungen des Aufzugs seien mit 2,10 Meter auf 1,10 Meter so großzügig, dass er Stühle und sogar Tische transportieren könne. Insgesamt schätzt Bosse die Kosten auf knapp 194000 Euro.

Karl Strass (CSU) fragte, ob das Projekt subventioniert werde. Das werde sich erst zeigen, antwortete Lösch, noch habe die Verwaltung diesbezüglich keine Zu- oder Absage erhalten. Marianne Gröninger von den Grünen versicherte sich, dass die Baustelle auf unterrichtsfreie Zeit gelegt wird. In den Sommerferien werde es wahrscheinlich noch nicht klappen, sagte Schropp, doch generell sei die Maßnahme in den Ferien geplant.

Die Lechfelder Feuerwehren sollen auch offiziell zusammenarbeiten

Die vier Freiwilligen Feuerwehren in Unter- und Obermeitingen, Graben und Klosterlechfeld kooperieren bereits miteinander. Sie organisieren zum Beispiel gemeinsame Ausbildungsveranstaltungen und stimmen sich bei der Anschaffung neuer Fahrzeuge ab. Um dieser Zusammenarbeit auch ein vertragliches Fundament zu geben, beschloss der Gemeinderat einstimmig die von langer Hand vorbereitete Zweckvereinbarung zum interkommunalen Feuerwehrbedarfsplan. Bewusst habe man auf einen Zweckverband verzichtet, sagte Schropp, weil dieser deutlich mehr Aufwand bedeute. Zum Beispiel müsste es einen Verbandsvorsitzenden geben. Stella Roseto (Bündnis Lechfeld) sagte, sie hätte sich mehr als eine Zweckvereinbarung gewünscht, doch sei diese immerhin ein Grundstein für noch mehr interkommunale Zusammenarbeit.

Der Bauausschuss plant viele Sanierungen und Instandsetzungen

Die Mitglieder des Bauausschusses besichtigten verschiedene Örtlichkeiten in Untermeitingen und sahen einigen Handlungsbedarf. Geplant sind folgende Maßnahmen: Die Außenanlagen des Imhofkindergartens werden modernisiert, die rote Fassade der Imhofhalle bekommt einen neuen Anstrich, ebenso die Fassade der Grundschulen-Pausenhalle. In der Römerstraße wird wegen des gestiegenen Verkehrsaufkommens eine provisorische Querungshilfe installiert, in der Sachsen- und der Ungarnstraße muss das Pflaster saniert werden. Der Fuß- und Radweg am Donauring weist Wurzelschäden auf, deswegen werden marode Bäume zugunsten von Büschen entfernt und an einigen Stellen der Asphalt durch Pflaster ersetzt. Für die Alpenstraße erarbeitet die Verwaltung gerade einen Plan zur Erweiterung des verkehrsberuhigten Bereichs.

Besitzer besonders alte Bäume in Untermeitingen sollen unterstützt werden

Damit alte Bäume erhalten bleiben, richtet Untermeitingen eine Förderung für ortsbildprägende Bäume auf Privatgrund ein. Die Eigentümer sollen 50 Prozent der Kosten für Pflegemaßnahmen und Rückschnitte von der Gemeinde erstattet bekommen, bis zu 1000 Euro pro Maßnahme. Wer das Angebot in Anspruch nimmt, verpflichtet sich, den Baum für weitere zehn Jahre zu erhalten. Die Räte nahmen den Vorschlag mehrheitlich an, Gegenstimmen gab es von Bernd Früchtl, Andreas Halscheidt (beide Fraktionsgemeinschaft SPD/FDP) und Xaver Aurbacher (Freie Wählervereinigung). Früchtl hielt den Aufwand für zu groß in Anbetracht der Tatsache, dass nur wenige Bäume betroffen seien – die Rede war von einer einstelligen Anzahl.

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