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Landkreis Augsburg

07.11.2019

Wo ist Känguru Knicksy aus den Stauden abgeblieben?

Die Forstarbeiter staunten im Mai nicht schlecht, als plötzlich Känguru Knicksy vor ihnen auf der Forststraße saß. Seither fehlt jede Spur von dem Tier. 
Bild: Rieger 

Plus Seit Monaten gibt es kein Lebenszeichen mehr vom Bennett-Wallaby, das in den Stauden ausgebüxt war. Dafür tauchen immer öfter Waschbären im Augsburger Land auf.

Wo steckt Knicksy? Das Känguru war im Mai aus einem Gehege in den Stauden ausgebüxt und dann immer wieder in der Region gesehen worden. Seit Monaten gibt es kein Lebenszeichen. Besitzer Thomas Kaindl aus dem Scherstetter Ortsteil Erkhausen hat eine schlimme Befürchtung: Das Bennett-Wallaby könnte nachts von einem Auto angefahren worden sein. Verletzt hätte es vermutlich keine Überlebenschance.

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In den ersten Wochen nach dem Verschwinden machten immer wieder Videos und Bilder vom Känguru die Runde. Zwei Forstarbeiter trauten beispielsweise ihren Augen nicht, als sie in den Westlichen Wäldern unterwegs waren und plötzlich das Tier vor ihnen auf dem Weg saß. Sofort zogen sie das Handy und machten ein Beweisfoto. „Ich war anfangs voll der Hoffnung, dass wir Knicksy wiederfinden“, erinnert sich Besitzer Thomas Kaindl. Er wollte für Knicksy, dessen Namen auf einen Knick im Schwanz zurückgeht, ein weiteres Partnertier finden.

Ein „Begegnungshof“ der Stiftung Bündnis Mensch und Tier

Doch dann suchte das Wallaby das Weite. Mittlerweile gibt es auf dem Kaindlhof wieder neue Kängurus: Vier männliche Exemplare haben sich Thomas Kaindl und seine Lebensgefährtin Anja Waldinger zugelegt. „Wir hatten immer schon das Bedürfnis, Kängurus zu halten“, sagt Tierfreund Kaindl. Allerdings nicht zur Zucht, sondern aus Liebhaberei – auf dem Hof werden Lamawanderungen, Beratungen oder Workshops angeboten. Das Anwesen ist ein „Begegnungshof“ der Stiftung Bündnis Mensch und Tier. Das bedeutet: Die Besitzer haben es sich zur Aufgabe gemacht, artgemäße Tierhaltung und einen respektvollen und achtsamen Umgang zwischen Mensch und Tier zu vermitteln.

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Thomas Kaindl arbeitet als Tierpfleger im Tierpark Hellabrunn in München. Dort kümmert er sich unter anderem um die Roten Pandas. Die sind ihrer Gestalt übrigens Waschbären ähnlich, die jetzt auch im Augsburger Land unterwegs sind. Vor einigen Tagen wurde ein Tier bei Bonstetten von einer Wildkamera aufgenommen. Der Waschbär hatte sich über Körner gefreut, die aus einem Futterkasten für Vögel heruntergefallen waren. Die Tiere waren in jüngster Vergangenheit immer wieder aufgetaucht. Allerdings nur vereinzelt. So wie ein Wolf, dessen Spuren im Frühsommer für Schlagzeilen sorgten.

Wolf reißt Lamm auf einer Weide

Er hatte am 23. Mai auf einer Weide am Ortseingang von Biberbach im Landkreis Augsburg ein Lamm gerissen. Nach dem Fall wurden weitere Hinweise bekannt. So wurde laut Landesamt am 19. Mai ein wolfsähnliches Tier beobachtet. Aufnahmen wurden nicht gemacht – für die Wissenschaftler des LfU handelt es sich deshalb um einen nicht bestätigten Hinweis. Dann wurde ein weiteres totes Nutztier im Landkreis aufgefunden. Das Tier kam vermutlich aus Zentraleuropa. Genetisch konnte es dem sogenannten Haplotypen HW01 zugeordnet werden.

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