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Klosterlechfeld

28.05.2012

Wo rohe Kräfte sinnvoll walten

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Andreas Altmann gewann nicht nur erneut den Lechfeld-Cup im Steinheben im Klosterlechfelder Festzelt vor mehr als 1000 Zuschauern, sondern er hob sogar den Lechfeldrekord: 708 Pfund auf 87,8 Zentimeter.

Neuer Lechfeld-Rekord und eine Weltmeisterin beim Steinheben

„Ziehhhhhhhhhhh“, brüllen traditionell tausend Kehlen an Pfingsten in Klosterlechfeld. Skifliegen im Bierzelt? Nein. Auf dem Lechfeld begeistert an dem hohen christlichen Feiertag Steinheben, und das seit 30 Jahren.

Der Steinheberverein hat aus diesem Anlass sogar eine Fahne anfertigen lassen, auf der auch Josef Riedl verzeichnet ist, als Mittelgewichtssieger und Weltmeister 1984. Geehrt wurde er im Festzelt aber nicht deswegen, sondern weil Riedl von Anbeginn bis heute Vorsitzender des Steinhebervereins Lechfeld ist, und das mit viel Herzblut. Beim Pfingsheben ist immer seine ganze Familie aktiv, nicht am Stein, sondern in der Organisation. Die lautstärkste Rolle hat Sohn Michael, Moderator, Einpeitscher, Stimmungsmacher. Und er heizte den mehr als 1000 Steinheberfans derart ein, dass sie immer wieder auf Tischen und Bänken standen und lauthals noch größere Leistungen von den Athleten einforderten.

Und die gaben ihr Letzes, auch die zehn Frauen, mit denen der Abend begann. „Bitte nicht füttern“, „eisenhart“ oder „better bodies“ stand beispielsweise auf ihren T-Shirts. Doch nicht nur ihre Kleidung, sondern auch ihre Tattoos und ihre unglaublichen Kräfte sorgten für Aufsehen. Dass aber nicht nur Muskelmasse ausschlaggebend ist, sonst hätte Nicole Geißler gewinnen müssen, bewies die fürs Lechfeld startende Ina Hofrichter, die mit ihren 60 Kilogramm die Relativwertung gewann.

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Starke Frauen und ein eigenes Lied

Nach den starken Frauen wurde der Stein gewechselt: von 250 auf 508 Pfund für die Männer. Und deren Leistungen steigerten sich von Gewichtsklasse zu Gewichtsklasse.

Keine Grenzen kannte dann die Begeisterung bei den neun superschweren Jungs (über 110 Kilogramm). Da purzelte der Meter, den der Stein hochgehoben wurde, gleich mehrmals. Um den Sieger zu ermitteln, mussten sogar mehrmals zusätzlich 50 Pfund aufgelegt werden. Zum Schluss geriet der Wettbewerb dann aber doch zur One-Man-Show. Denn der Vorjahressieger Andreas Altmann war nicht zu bremsen. Erst bei 708 Pfund und 87,8 Zentimeter war dann die Grenze seiner unglaublichen Muskelkraft erreicht: neuer Lechfeld-Rekord.

Noch höher hinaus schaffte es die schwergewichtige Kathi Krause: Sie riss 400 Pfund 62,8 Zentimeter in die Höhe: neuer Weltrekord.

Und noch ein Höhepunkt: Zum Jubiläum des Steinhebervereins sang Petra Schauer den von Theo Bachschmid geschriebenen Steinhebersong. Und das Publikum grölte mit: „put your Hands up in the air...“ Mehr zu den Ergebnissen und zum Pfingstfest in Klosterlechfeld lesen Sie am Dienstag in der Schwabmünchner Allgemeine.

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