1. Startseite
  2. Lokales (Schwabmünchen)
  3. Zehn Jahre Waldkapelle Maria Trost

Glauben

03.08.2018

Zehn Jahre Waldkapelle Maria Trost

Gleich hinter der Landkreisgrenze, zwischen Walkertshofen und Aichen, lädt die Waldkapelle Maria Trost seit zehn Jahren zur Einkehr ein.
Bild: Walter Kleber

Zum Dank für ein glückliches und erfülltes Leben baute sich Manfred Port einst das Kirchlein

Seit zehn Jahren steht die kleine Kapelle Maria Trost nun schon im Staudenwald zwischen Walkertshofen und Aichen. Der ehemalige Untermeitinger Landwirt Manfred Port hat das Kirchlein in seinem Jagdrevier errichtet.

Dass er in seinem Leben eines Tages noch eine Kapelle bauen wird, das war für Port schon immer so sicher, wie das sprichwörtliche Amen in der Kirche. Kurz vor seinem 70. Geburtstag setzte er diesen Plan in die Tat um. Der gläubige Christ wollte damit ein ganz persönliches Zeichen des Dankes setzen – für gute Gesundheit, für viele geglückte Unternehmungen, für eine intakte Familie an der Seite seiner Ehefrau Maria. Ein Dank für ein erfülltes und erfolgreiches Leben.

Der Standort für das kleine Kirchlein war schnell gefunden: Es liegt nur wenige Meter neben seiner idyllischen Jagdhütte im Wald bei Aichen. Dort, etwas abseits des Hochweges, verläuft auch die Flurgrenze, die das Augsburger Land vom Landkreis Günzburg trennt.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Mit dem Bau der Kapelle am Dachsberg begann Port in den letzten Märztagen des Jahres 2008. Bevor es losging, mussten aus Sicherheitsgründen einige alte Buchen gefällt und das Gelände etwas planiert werden. Den Rohbau erstellte die Baufirma Egger aus dem benachbarten Walkertshofen, der Dachstuhl wurde von der Zimmerei Fendt aus Aichen gefertigt. Für viele weitere Arbeiten und Gewerke fanden sich freiwillige Helfer aus dem großen Freundes- und Bekanntenkreis des Bauherrn.

Jeden Tag war Port auf der Baustelle und packte als Handlanger selber kräftig mit an. Für die Spende der Glocke konnte Manfred Port zum Abschluss des Bauprojektes den Schwabmünchner Notar Michael Grob gewinnen.

Am 18. Mai 2008 fand dann bei strömendem Regen, im Rahmen einer sonntäglichen Maiandacht, die festliche Einweihung der neuen Kapelle Maria Trost statt. Die Kapelle Obergessertshausen und der Männerchor Aichen umrahmten die Feier musikalisch.

Der Name des Kirchleins – vollständig eigentlich „Maria, Trost der Betrübten“ – nimmt Bezug auf die gleichnamige Marienbruderschaft der Pfarrei St. Ulrich in Aichen. Am Bruderschaftsfest, am 5. September, zogen die Gläubigen früher in einer Prozession um die Dorfkirche. 2008 fand dann erstmals eine abendliche Lichterprozession zur neuen Waldkapelle statt.

Themen Folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Lesen Sie dazu auch
Bild_1.JPG
Königsbrunn

Geschichtsgelehrte Gäste mit Sinn fürs Wasser

WhatsappPromo.jpg

Alle News per WhatsApp

Die wichtigsten Nachrichten aus Augsburg, Schwaben
und Bayern ganz unkompliziert auf Ihr Smartphone.

Hier kostenlos anmelden