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Königsbrunn

25.08.2020

Zehnkämpfer Roman Jocher holt Bronze bei deutscher Meisterschaft

Roman Jocher verlässt den Verein und wechselt zum SSV Ulm 46.
Bild: Staub

Plus Roman Jocher sichert sich mit fünf neuen Bestleistungen die Medaille. Warum er den TSV Königsbrunn verlässt.

Für erneutes Aufsehen sorgte der 17-jährige Roman Jocher vom TSV Königsbrunn bei den deutschen Mehrkampfmeisterschaften der Leichtathleten. In Vaterstetten sicherte sich der Abiturient die Bronzemedaille im Zehnkampf der U18-Junioren und stellte dabei fünf neue persönliche Bestleistungen auf.

Darüber freuten sich Mutter Barbara, Vater Georg, Schwester Mona und Bruder Simon sowie Trainerin Theresa Hillenbrand. „Die Erfolge in diesem Jahr mit der deutschen Hallenmeisterschaft im Siebenkampf und Platz drei jetzt in Vaterstetten sind auch durch die Unterstützung meiner Familie und meiner Trainerin möglich geworden. Erwähnen muss ich aber auch Josef Liepert aus Gersthofen, der mich im Hochsprung und Stabhochsprung betreut. Mit meiner Leistung jetzt bei der Meisterschaft bin ich zufrieden“, sagt Roman Jocher.

Königsbrunner Athlet Jocher erzielt fünf neue Bestleistungen

Neue persönliche Bestleistungen stellte der 184 Zentimeter große Athlet im Kugelstoßen mit 14,14 Metern, im Diskuswerfen mit 40,00 Metern, über 400 Meter (52,16 Sekunden), im Speerwerfen (48,63 Meter), über 1500 Meter mit 4:46,18 Minuten auf. Auch das Gesamtergebnis von 6885 Punkten bedeutet ein neuer Bestwert (bisher 6476) für ihn.

Im Stabhochsprung stellte der Königsbrunner seine Bestleistung mit 4,10 Meter ein. Lediglich über die 100 Meter (11,80 Sekunden), im Weitsprung (6,36 Meter), über die 110 Meter Hürden (15,23 Sekunden) und im Hochsprung mit 1,92 Metern (Bestleistung 2,00 Meter) lief es nicht ganz so gut. „Das ist eben Zehnkampf“, erklärt Roman Jocher, die deutsche Nummer eins in der Hallenbestenliste im Siebenkampf und Hochsprung.

Begonnen hatte sein Interesse am Mehrkampf schon sehr früh: „So mit zehn Jahren habe ich gemerkt, das mir alle Disziplinen Spaß gemacht haben. So hat sich das dann bis jetzt entwickelt.“ Dass es in Vaterstetten trotz Abiturstress, Corona-Pause und ohne Testwettkämpfe zu einem Spitzenplatz reichte, zeigt seine Qualitäten auf. Einen Ernährungsplan hat das Talent nicht. Doch Roman Jocher verrät: „Wir haben das Essen umgestellt. Mehr Gemüse, weniger Fleisch und Mineralwasser.“

Studium und Sport in Ulm

Roman Jocher ist strukturiert und weiß, was er will. „Jetzt steht der Führerschein an, dann die Bewerbung für die Universität in Ulm, wo ich Chemie studieren will. Da beginnt mein Studium dann im November und ich muss mir auch noch eine Wohnung suchen“, sagt der 17-Jährige.

Allerdings sind auch sein sportlicher Hunger auf Titel und neue Bestleistungen noch nicht gestillt. Im Trikot des TSV Königsbrunn wird er bei den bayerischen Mehrkampfmeisterschaften der U18, den bayerischen Meisterschaften und der deutschen U18-Meisterschaft im Hochsprung starten. „Mein Ziel ist es, meine derzeitigen Leistungen noch zu verbessern. Ich weiß, dass es geht, denn da ist noch Luft nach oben“, so Roman Jocher.

Schade für die Königsbrunner ist, dass Roman Jocher den Verein verlassen und wegen des Studiums zum SSV Ulm 46 wechseln wird, wo es eine lange Zehnkampftradition gibt. „Da habe ich dann auch neue Trainer, aber ich bleibe ein Königsbrunner“, sagt er.

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