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Langenneufnach

16.04.2019

Zieht eine Kindergartengruppe ins Pfarrheim?

Ins Langenneufnacher Pfarrheim könnte bald eine Kindergartengruppe ziehen.
Bild: Karin Marz

Das Kinderhaus in Langenneufnach wird ausgebaut. Doch der Kindergarten braucht schon jetzt mehr Platz. Ein Lösungsvorschlag gefällt nicht allen Eltern.

Obwohl die Gemeinderäte bereits grünes Licht für einen Anbau an das Kinderhauses St. Martin in Langenneufnach gegeben haben, mussten sie sich nun erneut während der jüngsten Sitzung mit der Platzproblematik beschäftigen. Aufgrund der vielen Anmeldungen für das kommende Kindergartenjahr gibt es nun derzeit für 14 angemeldete Kinder, die alle aus Langenneufnach sind oder bis September in die Gemeinde ziehen, keinen Platz mehr.

Um diese Anmeldungen nicht ablehnen zu müssen, hat sowohl der Träger des Kinderhauses als auch die Fachaufsicht das örtliche Pfarrheim besichtigt, ob eine Gruppe mit bis zu 25 Plätzen vorübergehend dort eingerichtet werden könne. Dies soll als Übergangslösung dienen, bis der Erweiterungsbau des Kinderhauses im Herbst 2021 fertiggestellt ist. Bürgermeister Josef Böck meinte hierzu, dass bereits vor zehn Jahren die Kinder während der Bauarbeiten des jetzigen Kinderhauses im Pfarrheim untergebracht gewesen seien. Noch ist allerdings nicht sicher, ob diese befristete Gruppe im Pfarrheim überhaupt eingerichtet wird. Gemäß den Informationen des Bürgermeisters sind einige Eltern von dieser Lösung nicht begeistert. Die Gemeinderäte sprachen sich einstimmig dafür aus, diese befristete Gruppe bei ausreichend Anmeldungen ins Pfarrheim auszulagern.

Suche nach einem Standort für ein Elektromuseum

Wird es in Langenneufnach bald ein Elektromuseum geben? Diese Frage führte im Gemeinderat zu einer längeren Diskussion. Hintergrund ist, dass der ortsansässige Elektrobetrieb Seitel eine umfangreiche Sammlung alter Elektrogeräte und elektrischer Komponenten –einige sind bereits mehr als 100 Jahre alt – im Keller seines Firmengebäudes besitzt. Der Seniorchef kam nun mit der Frage, ob es die Möglichkeit einer Präsentation für die Öffentlichkeit gebe, auf die Gemeinde zu. Böck schlug vor, hierfür die Räumlichkeiten im Dachgeschoss der alten Schule zur Verfügung zu stellen, die nach dem Auszug des Musikvereins in das neue Musikerheim frei werden würden.

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Gleichzeitig war er der Meinung, dass zur Realisierung eines Elektromuseums ein Arbeitskreis gegründet werden müsse und dieser Aufwand nicht zu unterschätzen wäre. Etliche Gemeinderäte meinten, dass dies zwar eine sehr gute Idee wäre, sahen die Räumlichkeiten in der alten Schule allerdings nicht als geeignet an. Zum einen stehen etliche Sanierungsarbeiten an, zum anderen müsse erst ein Brandschutzkonzept erstellt werden. Zweiter Bürgermeister Gerald Eichinger machte schließlich den Beschlussvorschlag, dass die Gemeinde grundsätzlich Interesse an der Errichtung eines Elektromuseums habe, allerdings nicht in der alten Schule. Der Bürgermeister solle hierzu weiterhin mit der Firma Seitel in Kontakt bleiben. Die Abstimmung hierfür erfolgte mit zwei Gegenstimmen.

Langenneufnacher Jagdgenossen monieren den Informationsfluss

Umfangreiche Informationen zur Dorferneuerung und zum Flurbereinigungsverfahren erläuterte Manfred Pfeifer vom Amt für ländliche Entwicklung während der Sitzung. Aufgrund von Grundstücksverschiebungen und der Aussicht, dass die Jagdgenossenschaft ein benötigtes Grundstück abtritt, könne nun der Talauenweg mit einer durchgängigen Breite von fünf Metern erstellt werden. Gemäß den Vorgaben des Wasserwirtschaftsamtes müsse allerdings die geplante Brücke über die Neufnach nun mit einer Stahlkonstruktion erstellt werden, was die Baukosten um etwa 80000 Euro erhöht.

Franz Settele und seine Kollegen von der Teilnehmergemeinschaft, die am Sitzungstisch Platz genommen hatten, monierten, dass sie in der Vergangenheit zu wenig in die Entscheidungen mit einbezogen wurden und dieses Projekt in den letzten Jahren kaum vorangetrieben worden wäre. Abschließend informierten Böck und Pfeifer, dass derzeit die notwendigen Grundstücksverhandlungen für die Schaffung einer Regenrückhaltung im Wiesenweg laufen. Das Amt für ländliche Entwicklung wäre bereit, hierfür Fördergelder bereitzustellen.

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