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Schwabmünchen

11.12.2017

Zierlich, rastlos, wortstark

Die Kabarettistin Andrea Limmer begeisterte bei ihrem Auftritt zum Thema „Adpfend“ in der Buchhandlung Schmid.
Bild: Reinhold Radloff

Andrea Limmer bietet in der Buchhandlung Schmid in Schwabmünchen ihre ganz eigene Sicht auf den „Adpfend“.

Es glitzert und glimmert auf der Bühne der besten Buchhandlung Bayerns. Nein, Hans Grünthaler hat sich keine neue Dekoration einfallen lassen. Es ist die Protagonistin des Abends, die vorweihnachtliche Stimmung mitbringt, und das nicht nur durch ihre Erscheinung.

Schnell noch ein paar schwungvolle Gymnastikübungen, und schon geht’s rauf auf die Bühne in der Buchhandlung Schmid. Auf den ausverkauften Plätzen sind die Zuschauer gespannt, was sie erwartet, die einen, weil Andrea Limmer für sie ein unbeschriebenes Blatt ist, die anderen, weil sie sie in Schwabmünchen schon gesehen haben.

Sie erzählt von Weihnachtstherapie und Wurzelchakra

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Und gleich wird klar: So zierlich das Persönchen ist, so viel Schwung und Elan bringt sie auf die Bühne, erzählt von Weihnachtstherapie und Wurzelchakra. Wurzelchakra? Dieser Begriff zieht sich durch das ganze Programm „Limmer wider Lichterglanz“ und hat etwas mit dem großen Ganzen, mit Sexualität und so zu tun. Und Weihnachtstherapie? Die teilt sich bei der niederbayerischen Kabarettistin so auf: 1. Klangtherapie, 2. Mitmachtherapie, 3. Bedauerungstherapie. Und schon hüpft und singt und erzählt die „ewig 23-Jährige“, wie sie selbst sagt, vom Geschenke-Wahnsinn, von der „unglaublichen Armut“ in ihrer Ergoldinger Wirtshaus-Kindheit, von Streichen mit dem „Abführmittel“ Fuchsleber an den verhassten „Preißn“ und, und, und.

Zwischendurch nippt sie immer am Wasserglas, nimmt einen Schuss vom Mundspray und schon geht’s wieder frisch, frech, fröhlich weiter. Ein Feuerwerk der guten Laune. Die Glitzerkette am Hals, die Glitzerarmbänder, die hautenge Glitzerhose, der bunte Lamettabusch an ihrer Ukulele „Rosa“, nichts davon kommt während des Auftritts so richtig zur Ruhe. Ihre dialektale Einfärbung trägt zusätzlich zu ihrem witzigen Charme zur Begeisterung im Publikum bei, das sich willig in die musikalischen Späße im Mitmachteil einspannen lässt. Nur das P im Weihnachtsgedicht „Ad-pfend, Adpfend, da Beerwurz brennt ...“ irritiert so manchen.

Nächstes Mal wartet das Schweigen der Limmer

Im letzten Teil amüsieren sich ihre Fans über Personen aus ihrem Leben, ihre Oma Zilli, ihren Freund Obsti, den Unterhirninger Klausi oder die Erlebnisse der Limmerin als 60er-Fan.

„Mein nächstes Programm wird ganz ruhig“, meint das Energiebündel zum Schluss: „Das Schweigen der Limmer“. Es dauert ein wenig, bis der Witz ankommt, dann wird aber der Applaus umso heftiger. Vielleicht begeistert sie ja auch mit diesem Programm vom Irrsinn der Welt schon bald in der Buchhandlung Schmid in Schwabmünchen.

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