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13.02.2015

Zoff um Windräder vor Gericht

Verwaltungsgericht weist Klagen ab. Geht der Streit weiter?

Sie beschweren sich über Lärm, Infraschall und befürchten tote Vögel: Mehrere Anwohner haben vor dem Verwaltungsgericht Augsburg gegen die immissionsschutzrechtliche Genehmigung der beiden Windräder zwischen Langerringen (Landkreis Augsburg) und Lamerdingen (Landkreis Ostallgäu) geklagt. Das Gericht entschied gestern gegen diese Anwohner – und wies die Klagen ab.

Die Verhandlung unter der vorsitzenden Richterin Beate Schabert-Zeidler dauerte knapp sechs Stunden. Es kamen drei Sachverständige der Bayerischen Landesämter für Umwelt und Gesundheit zu Wort, die die Argumente der Kläger zum großen Teil entkräfteten.

So gehe zwar von den Windrädern Infraschall aus, doch dieser wirke sich bei den beiden Windrädern laut wissenschaftlichen Erkenntnissen nicht negativ auf die Gesundheit aus. Auch würden die Rotoren nicht mehr Lärm erzeugen, als es erlaubt sei. Die Richterin betonte, dass vor Gericht nur Fakten zählen – nicht individuelle Nachteile.

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Die Erschütterungen durch die sich drehenden Windräder reichen laut Aussagen der Sachverständigen ebenso nicht bis zu den Grundstücken der Anwohner in Langerringen und Lamerdingen. Und der Schattenwurf durch die Rotoren in bis zu 200 Metern Höhe, beschränke sich auf weniger als 30 Stunden im Jahr – das sei erlaubt.

Rotmilane vor Gericht kein Argument

Die Rotmilane, die laut Anwohnern in der Nähe der Windräder nisten, sind für das Gericht zudem nicht relevant – selbst wenn eine Gefahr für die Tiere von den Rotoren ausgehen sollte.

Obwohl die Klage abgewiesen wurde, wollen die Anwohner jetzt weiterkämpfen. Eine Klägerin teilte mit: „Wir sehen die Geschichte natürlich als großes Ganzes und werden, was die Messungen angeht, weitere Klagen einreichen.“

"Bayern S. 10

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