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Volleyball

02.01.2013

Zukünftig gibt es drei Punkte

Statt der gewohnten zwei gibt es für einen Sieg zukünftig drei Punkte – vorausgesetzt das Spiel wird mit 3:0 oder 3:1 Sätzen gewonnen. Bei einem 3:2-Erfolg erhält der Gewinner zwei und der Verlierer einen Punkt.
Bild: Maximilian Semmlinger

Die Vereine begrüßen die neue Regelung, die zur kommenden Saison eingeführt wird

Im Volleyball gibt es ab der kommenden Saison 2013/2014 eine neue Wertung der Spielergebnisse. Wie der deutsche Volleyball-Verband in der Hauptausschusssitzung mit großer Mehrheit beschlossen hat, wird bundesweit auf die international bereits etablierte Drei-Punkte-Wertung umgestellt. Das heißt, dass zukünftig der Sieger bei einem 3:0 oder 3:1 drei Punkte auf dem Konto gut geschrieben bekommt. Bei einem 3:2-Erfolg erhält der Gewinner allerdings nur zwei, der Verlierer dafür aber einen Punkt. Damit gibt es keine Minuspunkte mehr. Diese Änderung gilt auch für Spiele auf nur zwei Gewinnsätze (Jugend).

Nach Meinung von Bobingens Bayernligatrainer Matthias Gärtner war die Einführung der neuen Punktewertung längst überfällig. „Diesen Vorschlag habe ich schon vor etlichen Jahren befürwortet“, betont er. Die Anpassung an die internationale Handhabe unterstützt auch Gerhard Meck, neuer Abteilungsleiter bei den Volleyballern des TSV Schwabmünchen. „Die identische Regelung ermöglicht den Zuschauern eine bessere Vergleichbarkeit und Transparenz“, sagt Meck. Zudem habe sich die Drei-Punkte-Wertung in anderen Ländern und in anderen Sportarten, wie Eishockey, längst als sinnvoll bestätigt.

In den unteren Volleyballligen hält Jürgen Böck vom FC Kleinaitingen die neue Regel besonders für die Moral wichtig. „Du hast zwei Spiele, verlierst beide knapp mit 2:3 und standest bisher mit leeren Händen da. Zukünftig hast du trotzdem zwei Punkte gut“, erklärt der Trainer der Bezirksligafrauen.

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Andersherum werden Mannschaften für einen deutlichen Sieg stärker belohnt, als das bisher der Fall gewesen sei, ergänzt Gerhard Meck. Die Auswirkungen der neuen Wertung auf die Tabelle hält Jürgen Böck für marginal: „Eine Auswertung der Bundesligaergebnisse im Dezember nach der neuen Regelung ergab eine Veränderung der Tabellenplätze von nur zwei Vereinen, die dann die Ränge getauscht hätten.“

In der Umgewöhnung der kleineren Vereine auf die neue Punktewertung sehen Böck und Meck keine Probleme. Allerdings machen sie einen kleinen Schwachpunkt an dem neuen System hinsichtlich der Mannschaftstaktik aus. „Spieler auf der Ersatzbank bekommen in Zukunft eventuell geringere Einsatzzeiten, um keinen Punktverlust durch einen möglichen Tiebreak zu riskieren. Das wäre gerade in den unterklassigen Ligen natürlich keine wünschenswerte Konsequenz“, erklärt Meck. Vor- und Nachteile hin oder her, für Kleinaitingens Jürgen Böck wird sich das Spiel an sich nicht verändern – und das bedeutet: „Wir werden weiter auf Sieg spielen, wie bisher.“ (maxim)

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