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Musik

05.08.2014

Zum Abschied rockt es richtig

Otmar Graf ist nicht nur Herr des Mischpults. Auch als Percussionist hat er außergewöhnliche Fähigkeiten (links). Der jüngste Mitwirkende beim Abschied von Otmar Graf: Drummer Tim von der M Street Band (rechts).
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Otmar Graf ist nicht nur Herr des Mischpults. Auch als Percussionist hat er außergewöhnliche Fähigkeiten (links). Der jüngste Mitwirkende beim Abschied von Otmar Graf: Drummer Tim von der M Street Band (rechts).

Der Macher der Lechfeld-Session hört auf. Nachfolger steht noch nicht fest

Beinahe unscheinbar wuselt ein Mann im roten Hemd durch den Nebenraum des Gasthauses Kastanie in Klosterlechfeld. Holt noch ein Kabel, eilt zurück zu einem Mischpult vor der Bühne. Darauf stehen gerade ein paar Musiker und stimmen ihre Instrumente. An der Theke stehen noch mehr Musiker, unterhalten sich, fachsimpeln. Immer wieder kommen neue Musiker herein, schleppen Instrumente, Verstärker und Zubehör.

Alle sind sie da wegen der Musik – und Otmar Graf, dem Mann im roten Hemd. Er ist der Motor der Lechfeld-Session, die seit vier Jahren in der Kastanie stattfindet. Und er hört auf. „Es geht nicht mehr, mein Körper hat mir deutlich gezeigt, dass ich eine Pause brauche“, erklärt der leidenschaftliche Musiker. Otmar Graf war der Motor der Lechfeld-Session. Angefangen hat dieses Projekt als Musiker-Stammtisch im Blauen Haus, Schwabmünchen. Nach dessen Schließung fanden die Künstler in der Kastanie eine neue Heimat. „Die Musiker treffen sich hier, man unterhält sich. Dabei ist die Bühne für jeden offen“, erzählt Graf. Mal kann es sein, dass nur zwei, drei Musiker aufspielen, ein anderes Mal kommen gleich ein paar Bands. Die Rolle von Otmar Graf ist dabei leicht zu beschreiben: Er ist die Antriebsfeder des Ganzen. Graf stellt einen Teil der Technik, er ist die Kompetenz am Mischpult, die den Sound der Bands reguliert. Wer den 51-Jährigen beobachtet, der sieht seine Liebe zur Musik. Immer wieder regelt er nach, bis alles perfekt ist. Dann schließt Graf auch mal die Augen und genießt. Es ist schließlich sein Abend. Auch wenn er die Musiker in den Mittelpunkt rückt. Bis Mitternacht haben sich schon mehr als ein halbes Dutzend Bands auf der Bühne präsentiert. Darunter die M Street Band, die sich vor einem Jahr bei der Lechfeld Session gegründet hatte. Oder ein noch namenloses Augsburger Quartett, dass erst dreimal geprobt hat, aber am Ende Applaus für den Auftritt einheimste. Ein Ende des rockigen Tributs für Otmar Graf war bis dahin nicht abzusehen – noch einige Bands und Musiker standen auf der Playlist des Abends. Wer die Aufgaben von Otmar Graf übernimmt ist noch offen. Doch er zeigt sich zuversichtlich: „Es wird weitergehen. Und ich werde zurückkommen – als Musiker“, verspricht er. (krup)

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