Gewässer

15.10.2014

Zurück zur Natur

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Noch arbeitet der Bagger am Singoldufer bei Großaitingen, wo das Wasserwirtschaftsamt Donauwörth Renaturierungsmaßnahmen durchgeführt hat.

Singold wird bei Großaitingen erfolgreich renaturiert. Die Fische können jetzt wieder auf Wanderschaft gehen

An der Singold tut sich was. Nach den Renaturierungen in Bobingen und Wehringen (wir berichteten) wurde nun auch eine solche Maßnahme südlich von Großaitingen vorgenommen. Verantwortlich zeichnet das Wasserwirtschaftsamt Donauwörth, dessen Vertreter für Wasserbau, Joachim Häußler, erklärt den Hintergrund: „Damit setzen wir die europäischen Wasserrahmenrichtlinien um, die besagen, dass Gewässer wie die Singold wieder in einen guten Zustand gebracht werden sollen.“

Eine Woche lang wurde an der Singold gearbeitet: An zwei Stellen wurde das Ufer aufgeweitet und abgeflacht. Ein wehrähnlicher Einbau – Absturz genannt – wurde aus dem Fluss entfernt. Er hatte die Wanderung der Fische beeinträchtigt. Stattdessen wurde eine „Raue Rampe“ eingebaut, was heißt, dass das Flussbett sich nun in mehreren niederen Schwellen abstuft. Große Steine und Totholz bilden Hindernisse.

Dadurch wird eine strukturelle Vielfalt im Fließen des Wassers erreicht. „Ziel ist es, die Eigenentwicklung des Gewässers anzuregen und es für Fische und Kleinlebewesen durchgängig zu machen“, so Joachim Häußler. Das bedeute auch eine Aufwertung für den Pächter dieses Singoldabschnittes, den Fischereiverein Großaitingen.

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Langfristig ist vorgesehen, den Lauf der Singold durch Ausbau von Biegungen zu verlängern und sie damit ihrem ursprünglichen Zustand vor den Begradigungen wieder anzunähern.

Joachim Häußler und Herbert Vogl von der Flussmeisterei Augsburg sind zufrieden mit dem Verlauf der Arbeiten. „Sie konnten reibungslos umgesetzt werden, da die Uferstreifen dem Freistaat gehören, der ja auch die Maßnahme finanziert.“ Zirka 15000 Euro kostete sie.

Eine weitere, kleinere Maßnahme wurde gleichzeitig in der Nähe von Mittelstetten durchgeführt, wo an der südlichen Singoldbrücke Verlandungen beseitigt wurden, sodass das Flüsschen schneller in seinen renaturieren Lauf etwas nördlicher fließen kann.

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