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Versammlung Bürgermeister aus Graben und Untermeitingen freut die große Resonanz. Für das PM soll es ein neues Konzept geben

28.04.2015

Zwei Gemeinden informieren in der Versöhnungskirche

Welche Themen beschäftigen die Bürger von Lagerlechfeld? Welche Maßnahmen sind geplant, welche Ideen können kurzfristig realisiert werden? In der ersten gemeinsamen Bürgerversammlung der Gemeinden Untermeitingen und Graben speziell für Lagerlechfeld wurde über die aktuelle Lage, aber auch über die Zukunft des geteilten Ortes diskutiert.

Lagerlechfeld wird bekanntlich von zwei Gemeinden verwaltet: Der nördliche Teil gehört zur Gemeinde Graben, der südliche zu Untermeitingen, der Ort hat somit zwei Bürgermeister und 36 Gemeinderäte. Mehr als 100 Einwohner beider Ortsteile waren ins Gemeindezentrum der evangelischen Versöhnungskirche Lechfeld gekommen. Mit so viel Resonanz haben die Bürgermeister Simon Schropp (Untermeitingen) und Andreas Graf (Graben) nicht gerechnet. „Wir sind begeistert“, strahlten die Rathauschefs. „Es war bestimmt nicht die letzte Veranstaltung dieser Art.“ Das erklärte Ziel: Im Rahmen des gemeinsamen Entwicklungskonzeptes Lechfeld (GEL) und nicht zuletzt in enger Zusammenarbeit der Gemeinden soll die Region Lechfeld vorangebracht werden – dieser Raum hat immerhin zusammen über 15000 Einwohner – und damit so viele wie etwa Schwabmünchen oder Bobingen. Die Vorstellung der Referentin für die Ortsteile, Ines Schulz-Hanke, gehörte ebenso zum Tagesprogramm wie etwa aktuelle Infos zu geplanten oder laufenden Projekten, wie beispielsweise gemeinsames Verkehrskonzept, Friedensweg, KulturPur, Rufbus oder Senioren- und Jugendarbeit. Im Fokus der Bürgerversammlung stand aber auch Aktuelles über Lechpark, Lazarettgelände, Zentrumsplanung im Bereich der Bahnhofstraße oder den Ausbau der Ulrich- und Lechfelder Straße. Das vorliegende Verkehrskonzept für die Gemeinden Untermeitingen, Klosterlechfeld und Obermeitingen soll nun unter Einbeziehung von Graben und Lagerlechfeld neu überarbeitet werden, informierte Bürgermeister Schropp. Die Studie wird – wie auch viele der anderen Vorhaben – von der Städtebauförderung bezuschusst. Für den notwendigen Umbau des Knotenpunkts in der Ulrichstraße mit Einmündung in die Lechfelder Straße und auch einer Abbiegerspur zu Aldi seien noch einige Grundstückserwerbe notwendig, erklärte er. Ungewiss sei derzeit auch die Zukunft des Lechparks. „Das Areal hat jetzt einen neuen Besitzer“, so Schropp. „Was dort aber kommen wird, steht nicht fest.“ Ein Outlet, wie anfangs im Gespräch, sei wohl schon vom Tisch. Die Disco PM, auch ein Thema der Bürgerversammlung, soll jetzt ein anderes Publikum anlocken. „Die Betreiber haben ein neues Konzept erarbeitet und wollen mit Buseinsätzen vorwiegend junge Gäste aus weitem Umkreis nach Untermeitingen bringen.“ An Ideen für die Nutzung des Lazarettgeländes mangele es nicht, betonte Scharf. Das Problem: Das Gelände gehört dem Freistaat Bayern, eine Einigung sowohl über den Verkauf an die Gemeinde als auch über den Anlagewert konnte noch nicht erreicht werden. Angesprochen wurde auch der Kreisverkehr mit konfusen Vorfahrtsregelungen in der Bahnhofstraße. Die Gemeinde strebt an, den Kreisverkehr als eine einfache Vorfahrtsstraße auszubauen und so in die Zentrumsplanung im Bereich der Bahnhofstraße mit einzubeziehen.

Die Bürger regten etwa Geschwindigkeitskontrollen am Bahnübergang an der Lechfelderstraße, kulturelle Veranstaltungen im Gemeindezentrum der Versöhnungskirche oder auch Tempo 30 in der Röthstraße an.

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