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Kultur

08.07.2015

Zwei Schulen und 50 Zwerge

Schneewittchen hat in Bobingen weit mehr als nur sieben Zwerge gefunden.
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Schneewittchen hat in Bobingen weit mehr als nur sieben Zwerge gefunden.

Grund- und Realschüler führen in Bobingen gemeinsam ein Musical auf. Begonnen hat alles mit einer Idee zweier Lehrerinnen. Und ein Theaterautor schrieb eigens für sie sein Werk um

Die Geschichte hinter der Geschichte ist schnell erzählt: Zwei Lehrerinnen verschiedener Schulen, die beide in Ganztagesklassen unterrichten und gerne Musik machen, möchten mit einer 4. und einer 5. Klasse ein Musical einstudieren. Bis es nun zur Aufführung in der Aula der Grundschule an der Singold in Bobingen kam, war es allerdings ein längerer Weg.

Schließlich galt es, insgesamt 50 Schüler in das Stück zu integrieren, die Rollen festzulegen und natürlich viele Lieder einzustudieren, sagt Lisa Unger, Lehrerin der 4c. 20 Grundschüler und 30 Realschüler sind mit dabei – und damit hat dieses Projekt einen ganz besonderen Charakter bekommen. Es wurde nämlich schulübergreifend geplant und durchgeführt. Auf der Realschulseite sind die Lehrkräfte Anna und Alexander Aunkofer verantwortlich. Das Stück „Schneewittchen und die vielen Zwerge“ stammt aus der Feder von Theaterautor und Komponist Uwe Heynitz. In Bobingen wurde es mit Livemusik der Schulband der Realschule aufgeführt. „Bisher wurde alles mit Playback gemacht“, erzählt Anna Aunkofer. Für die Bobinger Aufführung schrieb Heynitz extra noch die Noten um. Das Schlusslied stammt allerdings, zumindest textlich, aus der Feder der Bobinger Lehrer. Mit Begeisterung trugen die Kinder das Musical nun den Eltern vor, in diesen Tagen folgen noch die Aufführungen vor den anderen Grundschülern und vor den fünften Klassen der Realschule.

Irem und Selin – sie sind derzeit in der vierten Klasse – spielen zwei der vielen Zwerge. Sie sind am Ende des Stückes noch ganz aufgeregt von dem großen Erfolg der Premiere: „Wir waren schon vorher sehr aufgeregt, aber als wir das erste Lied gesungen hatten, war es okay“, berichtet Irem. Dafür habe man aber auch sehr, sehr oft geprobt. Ihre Mitschülerin Selin konnte am Ende ihre Gefühle gar nicht mehr in Worte fassen: „Ich habe vor Freude geweint, weil ich es geschafft habe“, erzählt sie. Irem ist ganz begeistert, dass auch die Realschüler bei dem Projekt mit dabei sind. „Wir treffen die 5a sowieso immer in der Mensa beim Mittagessen und kennen uns gut“, sagt sie. Überhaupt sei so ein Projekt ein tolles Erlebnis, wie Selin feststellt: „Wir gehen zwar mit der Schule immer wieder zu Theateraufführungen, aber so etwas selber zu machen ist etwas ganz anderes.“

Zwei Schulen und 50 Zwerge

So haben die Schüler gesehen, dass es nicht nur ums Singen und Schauspielen geht. Die Kostüme und Requisiten müssen besorgt werden und die Kulissen gebaut. Das hat Grundschulrektorin Gabriele Glockner selbst mit den Kindern übernommen: „Mir hat das selbst ganz viel Spaß gemacht, es war supertoll.“ Nun hat das Musical, wie Michael Rogg, Direktor der Realschule, sagte, „nicht nur kleine Herzen erfreut, sondern auch die großen der Zuschauer“.

Am Anfang standen also zwei Lehrerinnen, zwei Schulklassen, ein Musical und ganz viel Arbeit. Aber, wie sich für ein richtiges Märchen gehört, geht es am Ende eben immer gut aus!

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