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Feutra-Ball

09.02.2015

Zwei Vereine, ein toller Faschingsabend

Der Feutra-Ball von Feuerwehr und Trachtenverein war ein voller Erfolg. Die durchweg kostümierten Besucher vergnügten sich bis tief in die Nacht hinein. Ein exotischer Tanz der Großen Garde der Lecharia (unten links) und ein Männerballett mit Tänzern aus beiden Vereinen (oben) waren die Höhepunkte.
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Der Feutra-Ball von Feuerwehr und Trachtenverein war ein voller Erfolg. Die durchweg kostümierten Besucher vergnügten sich bis tief in die Nacht hinein. Ein exotischer Tanz der Großen Garde der Lecharia (unten links) und ein Männerballett mit Tänzern aus beiden Vereinen (oben) waren die Höhepunkte.

Männerballett, Gardetanz und 100 Prozent Mäschkerle – da findet sich nur ein Schwachpunkt

Wenn die Verantwortlichen beim Trachtenverein an ihren letzten Vereins-Faschingsball vor etwa 15 Jahren denken, dann schütteln sie den Kopf: An vier Tischen saßen drei, vier Dutzend Besucher im Saal des Trachtenheims. Die Stimmung war mindestens so unterkühlt, wie das Wetter draußen.

Am Samstagabend hingegen geht es heiß her im Trachtenheim. Der vierte Feutra-Ball zeigt wieder einmal, dass Trachtler und Feuerwehrverein vor fünf Jahren mit dem gemeinsamen Faschingsball eine goldrichtige Entscheidung getroffen hatten. Wenige Tage nach der Ankündigung waren die 240 Karten schon vergriffen. Viele Mitglieder beider Vereine – Jugend, reifere Jahrgänge, auch einige Senioren – feiern fröhlich zusammen.

Aber auch andere Faschingsfreunde sind gekommen. Schließlich stehen die Stad’l Rebellen auf der Bühne. Das Quartett ist ein Garant für schwungvolle Tanzmusik, aktuelle Schlager – und auch ein paar rockige Nummern. Schon gleich nach den ersten Takten füllt sich die Tanzfläche, das bleibt den Abend über ein vertrautes Bild.

Die Eröffnung durch die Vereinsvorstände Thorsten Hahn ( Feuerwehr) und Bernhard Dachs (Trachtler) fällt kurz aus. Sie müssen wenige Honoratioren und Kommunalpolitiker begrüßen. Helmut Schuler ist der einzige Stadtrat im Saal. Im vergangenen Jahr, wenige Wochen vor der Kommunalwahl, hatte das noch ganz anders ausgesehen. „Ich weiß auch nicht, woran das liegt“, sagt er auf Nachfrage unserer Zeitung und fügt mit breitem Grinsen hinzu: „Vielleicht an Wahl-Erschöpfung.“ Er ist als „Verschlafener Münchner“ auch nicht als Vertreter der Freien Wähler gekommen, sondern als Mitglied der Clique „Gartenstraße / Untere Kreuzstraße“. Was ihm besonders gefällt: „Die Gäste sind zu 100 Prozent maskiert – das gibt es ganz selten.“ Seine Frau Carmen macht nur einen Schwachpunkt an diesem Ball aus: „Der Saal ist zu klein.“

Aber dann geht es halt etwas eng her auf der Tanzfläche – und die Polonaise, an der fast alle Gäste teilnehmen, schlängelt sich dicht an dicht durch den Saal. Das Dutzend Trachtler, die als „Ghostbusters“ (einschließlich zweier Geister) gekommen sind, müssen zum Gruppenfoto in den Eingangsbereich.

So kommt es auch, dass die Große Garde der Lecharia aus Klosterlechfeld nur wenige Zentimeter von einigen Tischen entfernt ihre Beine in die Luft kickt. Beim Männerballett sehen die Besucher aus nächster Nähe Muskeln und Schweißperlen der kernigen Tänzer, die ihren flotten Auftritt (Choreografie Julia Röthinger) diesmal in knackigen Arbeitsklamotten zu Titeln wie „Wir steigern das Bruttosozialprodukt“ über die Bühne bringen.

Die Feuerwehr feiert – was wäre, wenn es brennt? Da kann Kommandant Rainer Schmidt, an diesem Abend als Piratenkapitän unterwegs, beruhigen. Man habe einige Führungskräfte und Feuerwehrleute, die nicht auf Fasching stehen, als Bereitschaft eingeteilt. Zudem hat er einen Funkmeldeempfänger dabei und trinkt alkoholfrei. Bei einem größeren Brand wäre auch er bereit.

Bei uns im Internet

viel mehr Fotos vom Feutra-Ball unter

schwabmuenchner-allgemeine.de

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