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Antrag abgelehnt: Zahnarzt-Ehepaar darf ihr Haus nicht als Praxis nutzen

Untermeitingen

Antrag erneut abgelehnt: Zahnarzt-Ehepaar darf eigenes Haus nicht als Praxis nutzen

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    Die Familie Le aus Untermeitingen muss vorerst in ihrer zu kleinen Zahnarztpraxis bleiben. (Symbolbild)
    Die Familie Le aus Untermeitingen muss vorerst in ihrer zu kleinen Zahnarztpraxis bleiben. (Symbolbild) Foto: Robert Michael/dpa

    Gerne würde die Familie Le mit ihrer Untermeitinger Zahnarztpraxis in neue Räumlichkeiten umziehen, da die aktuelle Praxis zu klein sei, um eine gute Versorgung zu gewährleisten. Also sollten Behandlungsräume in ihrem neuen Wohnhaus entstehen. Das Problem ist: Durch die deutlich höhere vorgeschriebene Anzahl an Parkplätzen, die aus der gewerblichen Nutzung entstehen würden, wird der zulässige Versiegelungsgrad auf dem Grundstück überschritten.

    In zwei Sitzungen zu Beginn des Jahres hatte der Gemeinderat die ersten Anträge des Ehepaars deshalb abgelehnt. Die Familie reichte noch einmal einen angepassten Bauantrag beim Landratsamt ein, über den das Gremium nun erneut entscheiden sollte. Teil der Bewertung war dabei auch die Vorgeschichte des Projekts.

    Die Vorgeschichte des Baus hat Spuren im Gremium hinterlassen

    Zwar wich der Versiegelungsgrad nur leicht von den Bauvorgaben ab, der Gemeinderat störte sich aber vor allem an der vorsätzlichen Umgehung der Bauordnung. Gerade langjährige Mitglieder meinten, dass hier von Anfang an nicht mit offenen Karten gespielt worden sei. „Das Gebäude sah nie aus wie ein klassisches Doppelhaus. Hier wurde nicht so gebaut wie geplant“, sagte Bürgermeister Schropp über das Wohngrundstück, das ursprünglich bevorzugt und vergünstigt an Einheimische vergeben wurde.

    Beispielsweise sei ein Aufzug eingerichtet worden, für den es in einem klassischen Wohnhaus keine wirkliche Verwendung gegeben hätte. „Das war schon früh klar, dass das eine Arztpraxis werden soll“, sagte Gemeinderatsmitglied Stella Roseto (Bündnis Lechfeld).

    Bei der Abstimmung sind sich alle Mitglieder nahezu einig

    Auch ob die eingezeichneten Parkflächen – die den Vorgaben entsprechen – in der Realität ausreichen und auch so umgesetzt werden, bezweifelten einige Gemeinderatsmitglieder. Gerade die Fraktion der CSU sprach sich hier vehement gegen eine Genehmigung aus. „Da wird so lange hin- und hergeschoben, bis es passt“, sagte Karl Strass (CSU). „Auf dem Papier sieht es gut aus, aber ob das so eingehalten wird, glaube ich nicht“, sagte Gerhard Dempf (CSU). Außerdem sei auf der begrenzten Fläche mit den heutzutage so großen Autos schwierig zu rangieren, betonte Franz Schormeier (CSU).

    Bei ähnlichen Projekten in derselben Umgebung – wie dem Friseursalon – hätte man sich in der Vergangenheit als Gemeinde ebenfalls dagegen entschieden, sagte Peter Daake (Bündnis 90/Die Grünen). So lehnte das Gremium das Vorhaben fast einstimmig ab. Lediglich ein Mitglied sprach sich für eine Genehmigung aus.

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