Sie gelten als sanftmütig besonders im Umgang mit Kindern. Fremden gegenüber sind Tibet-Terrier allgemein oft skeptisch und zurückhaltend. Diese Eigenschaften könnten auch bei einer Verhandlung am Bayerischen Verwaltungsgerichtshof in München zur Sprache kommen. Denn dort geht es in der kommenden Woche um einen Tibet-Terrier aus dem Landkreis Augsburg, der einen Pekinesen-Mischling verletzt hat. Der Vorfall hat nun ein juristisches Nachspiel.
Nach Vorfall: Stadtverwaltung Bobingen verlangt erhöhten Steuersatz
Die Halterin der Tibet-Terrier-Mischlingshündin klagte, weil die Stadt Bobingen eine erhöhte Hundesteuer verlangte. Konkret: 500 im Jahr statt 50 Euro. Die Hundesteuersatzung der Stadt sieht einen solchen erhöhten Steuersatz für Kampfhunde tatsächlich auch vor. Als Kampfhund gelten demnach unter anderem auch Hunde, „die als bissig gelten, weil sie einen Menschen oder ein Tier durch Biss geschädigt haben, ohne selbst angegriffen oder dazu durch Schläge oder ähnlicher Weise provoziert worden zu sein, oder weil sie einen anderen Hund trotz dessen erkennbarer artüblicher Unterwerfungsgestik gebissen haben“.
Nach der Gassirunde muss der Pekinesen-Mischling beim Tierarzt behandelt werden
Hintergrund für die Entscheidung der Stadt war der abendliche Zwischenfall, bei dem der Pekinesen-Mischling verletzt wurde und tierärztlich behandelt werden musste. Die Halterin der Tibet-Terrier-Mischlingshündin widersprach dem Bescheid der Stadt und legte Klage beim Verwaltungsgericht ein. Sie hatte jedoch keinen Erfolg. Der Bayerischen Verwaltungsgerichtshof in München hat die Berufung der Klägerin wegen besonderer tatsächlicher und rechtlicher Schwierigkeiten nun zugelassen.
Bei der Verhandlung wird es um die Frage gehen, was ein Kampfhund ist und ob ein Vierbeiner nach einem Zwischenfall als gefährlich eingestuft werden kann. Bei diesen Hunderassen wird die Eigenschaft als Kampfhunde stets vermutet: Pit Bull, Bandog, American Staffordshire Terrier, Staffordshire Bullterrier und Tosa Inu.
Das sind mittelgroße, kinderfreundliche Hunderassen
- Beagle sind verspielte, aktive Gefährten und gut für Familien geeignet. Allerdings benötigen sie viel Bewegung.
- Collies gelten als besonders intelligent und leicht trainierbar. Die treuen Vierbeiner sind mit Kindern gut verträglich.
- Französische Bulldoggen benötigen nicht ganz so viel Bewegung und sind ebenfalls familienfreundlich.
- Pudel sind nicht nur kinderfreundlich, sondern auch verspielt und anpassungsfähig. Zudem vertragen sie sich gut mit anderen Tieren.
- Tibet Terrier passen sich leicht an verschiedenste Lebenssituationen an, wodurch er sich gut in eine Familie integrieren lässt.
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