Konzepte mit erneuerbaren Energien interessieren Frank Elter schon lange. Bereits Anfang 2020 informierte er sich in Fuchstal im südöstlichen Landkreis Landsberg über das dortige Projekt einer integrierten Nutzung verschiedener erneuerbarer Energien. Damit gilt die Kommune mit rund 4200 Einwohnern als ein Musterbeispiel für die Energiewende in Deutschland. Im März 2020 wurde Elter auf der AfD-Liste in den Königsbrunner Stadtrat gewählt, erneut vor drei Monaten. Im Rat erhielt er nun das Amt eines ehrenamtlichen Referenten für Energie und Wärmeplanung. Derzeit verschafft sich der 55-jährige selbständige Elektrotechnik-Meister, der beruflich viele Photovoltaik-Anlagen plant und installiert, einen ersten Überblick über die Details in diesen Themenbereichen – durch Gespräche mit Fachleuten in der Stadtverwaltung und dem Regionalwerk Lech-Wertach-Stauden.
„Regionalwerk ist ein gutes Konzept“
Diesen Zusammenschluss von Kommunen der Region hat er 2023 im Rat abgelehnt. Er hält Energie-Lösungen, die sich auf eine Kommune beschränken, für sinnvoller, weil leichter umzusetzen. „Überregional gibt es sehr viele Regulierungen“, so sein Argument. Seine Vorstellung war, dass die Stadt ihr Stromnetz kontrolliert und selbst ein Fernwärmenetz aufbaut, ausgehend von drei Biogasanlagen örtlicher Landwirte. „Aber die Entscheidung ist gefallen, ich kann nicht mehr dagegen sein“, stellt er klar. Inzwischen sieht er im Regionalwerk ein „gutes Konzept“, will bald von dessen Vorsitzendem Johann Rager mehr Details erfahren.
Seine Funktion als Referent des Stadtrats sieht Elter als „Ansprechpartner, der den Leuten die Hemmungen vor der ganzen Verwaltung nimmt“. Er kann sich auch vorstellen, sein Wissen aus der Praxis an Interessierte weiter zu geben und Bürger „ermuntern, zu investieren“. Die Wärmeplanung sei erst mal eine gesetzliche Aufgabe der Stadtverwaltung. Angedacht sei hier, entlang der Donauwörther Straße ein Fernwärmenetz aufzubauen. Gerne werde er da seine Ideen einbringen, „aber ich kann ja Visionen haben, wie ich will, entscheiden tut letztlich der Stadtrat“, sagt er.
Bürger sollen Heizsysteme frei wählen können
Seine Partei, die AfD, spricht im Programm zur Bundestagswahl 2025 von „angeblich erneuerbaren Energien“, nennt deren Förderung als Grund für „Deindustrialisierung und Verarmung“ im Land und positioniert sich gegen den Ausbau von Windkraft und Photovoltaik. Elter sieht hier keinen Widerspruch zu seinem Amt und sagt, er sei gegen „CO²-Reduzierung koste es, was es wolle“. Wichtig sei ihm, dass Bürger ihr Heizsystem frei wählen können.
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