Das Begegnungsland Lech-Wertach hat Fahrzeugsperren angeschafft, um Besuchern von Großveranstaltungen mehr Sicherheit zu bieten. Zwölf Gemeinden im südlichen Landkreis Augsburg sowie Obermeitingen können die Sperren nutzen und damit weiterhin Dorffeste, Umzüge oder größere Kulturveranstaltungen mit den erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen anbieten. Angesichts der angespannten Finanzlage in vielen Gemeinden und Städten wären Einzellösungen kaum zu machen gewesen. Im schlimmsten Fall hätte die ein oder andere Veranstaltung abgesagt werden müssen.
Es braucht mehr Beispiele
Die Anschaffung der Fahrzeugsperren ist ein Musterbeispiel dafür, wie interkommunale Zusammenarbeit aussehen kann. Sie bietet sich immer dann an, wenn Ressourcen wie Geld, Personal und Raum einer einzelnen Kommune nicht ausreichen, um eine Aufgabe wahrzunehmen. Sie ist keine Neuerfindung, wie zum Beispiel Zweckverbände zeigen. Aber in Zukunft muss noch öfter über Stadt- und Gemeindegrenzen hinweggedacht werden, um Ausgaben zu senken und Verwaltungsprozesse effizienter zu gestalten. Im Spannungsfeld anhaltender Finanzknappheit, zunehmender Aufgaben und immer neuer Anforderungen etwa durch den demografischen Wandel ist ein Denken im größeren Maßstab unausweichlich.
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