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Feierliches Zirkusfest zum 30-jährigen Jubiläum der Gräbinger Grundschule

Graben

Ein Zirkusfest zum 30-jährigen Bestehen

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    Eine gelungene Aufführung im Mitmachzirkus Flip Flop begeisterte die Zuschauer.
    Eine gelungene Aufführung im Mitmachzirkus Flip Flop begeisterte die Zuschauer. Foto: Britta Schaller

    Es sollte ein großes Fest zum 25. Jubiläum der Gräbinger Grundschule werden. Doch dann kam Corona. Deshalb wurde beschlossen, die Feierlichkeiten zum 30-Jährigen nachzuholen. Jetzt war es so weit. Mit einem großen Zirkusfest begeisterten die Kinder die Gäste, unter ihnen auch etliche ehemalige Lehrkräfte.

    Das ist das aktuelle Gebäude der Grundschule Graben.
    Das ist das aktuelle Gebäude der Grundschule Graben. Foto: Britta Schaller

    Seit 30 Jahren gibt es das Schulhaus im Via-Claudia-Weg in Graben. Geplant vom Königsbrunner Architekturbüro Degle und Partner besteht der geschwungene Baukörper aus acht tageslichtdurchfluteten Klassenzimmern, einem Mehrzweckraum, Fachräumen und der zentralen Pausenhalle. Schon bei der Planung legte der Architekt großen Wert auf eine freundliche und helle Atmosphäre, die verglasten Flure erlauben den Blick ins Freie. Ein Gebäude, das Kinder und Lehrer offen empfängt. Baubeginn des neuen Schulhauses war im Herbst 1994. Die Baukosten beliefen sich damals auf sechs Millionen Mark. Bezugsfertig wurde es Ende 1995, am 8. Januar war der erste Schultag in der neuen Grundschule Graben.

    Das alte Gräbinger Schulhaus.
    Das alte Gräbinger Schulhaus. Foto: Britta Schaller

    Das Ende des alten Schulgebäudes von 1829, gleich gegenüber der Kirche, wurde mit der Volksschulreform von 1969 eingeläutet. Die bisherige Volksschule, die in der Regel acht Jahre umfasste, wurde durch neue Schulformen ersetzt. 1972 wurde die alte Schule endgültig geschlossen, nicht zuletzt aufgrund mangelnder Schülerzahlen.

    Graben hatte 25 Jahre keine Schule

    Bis zum Unterrichtsbeginn im neuen Schulgebäude wurden die Kinder auf die Schulen in den Lechfeldgemeinden Untermeitingen, Obermeitingen und nach Lagerlechfeld in die Röthstraße verteilt. Die Auflösung der Gräbinger Schule war damals ein tiefgreifender Einschnitt in die gewachsene Dorfgemeinschaft. Es sollten mehr als 25 Jahre vergehen, bis Graben wieder eine eigene Schule bekam.

    Der Hartnäckigkeit des damaligen Bürgermeisters Hans Winkler war es schließlich zu verdanken, dass der Ort eine Schule bekommen sollte. Graben war seit 1994 wieder eine eigenständige Gemeinde. Mit einem Zuschuss von rund drei Millionen Mark seitens der Behörden wurde das Schulgebäude schließlich auf den Weg gebracht.

    Die ersten Schulleiter in Graben: Konrektor Georg Hengge und Rektor Xaver Knoll.
    Die ersten Schulleiter in Graben: Konrektor Georg Hengge und Rektor Xaver Knoll. Foto: Britta Schaller

    Mit Unterrichtsstart im neuen Schulgebäude leiteten Rektor Xaver Knoll und Konrektor Georg Hengge die Schule mit 168 Schülern. Bis zu ihrer Pensionierung 2008 führten beide diese mit Leidenschaft und übergaben die Leitung an die Schwabmünchnerin Andrea Schöffel. Bis 2006 blieben die Schülerzahlen konstant, in der Folge gab es bis 2014 einen Rückgang. In dieser Zeit wurden auch jahrgangsübergreifende Klassen, die sogenannten Kombiklassen, eingeführt.

    Schulleiterin kündigt aus Protest

    Nach vier Jahren als Rektorin kündigte Schöffel 2012 aus Protest den Schuldienst auf und schuf damit einen Präzedenzfall. Aus Enttäuschung über die immer schlechter werdenden Rahmenbedingungen an den bayerischen Grundschulen entschied sie sich zu diesem Schritt. Ihr folgte Jürgen Naßl als Schulleiter, bis 2016 die jetzige Rektorin Angela Wahl die Leitung übernahm. Seitdem hat sich vieles getan.

    Angela Wahl leitet seit neun Jahren die Grundschule.
    Angela Wahl leitet seit neun Jahren die Grundschule. Foto: Grundschule Graben

    Mit gut ausgestatteten Klassenbibliotheken, der engen Zusammenarbeit mit der benachbarten Gemeindebücherei, regelmäßigen Leseprojekten und einem jährlichen Vorlesewettbewerb werden die Kinder motiviert, sich intensiv mit Büchern auseinanderzusetzen. Außerdem unterstützen Lesepaten die Schulkinder beim Lesenlernen und dem Lesetraining. Die „Gesunde Pause“ und die Aktion „Bewegungspass“ sensibilisieren die Kinder für eine gesunde Lebensweise. Der „Bewegungspass“ ist Anreiz, den Schulweg CO2-arm zurückzulegen, egal ob zu Fuß, mit dem Roller oder dem Schulbus. Projekte wie der Schulgarten, verschiedene Arbeitsgemeinschaften und die Klassenvertreterkonferenz, bei der die Kinder aktiv an der Gestaltung des Schullebens mitwirken, gehören in Graben ebenfalls zum Angebot.

    Klimaschule für mehr Umweltschutz

    Im Herbst 2023 wurde die Grundschule mit der Prädikatsstufe Silber als „Klimaschule Bayern“ vom Staatsministerium ausgezeichnet. Angela Wahl bezeichnete diese Anerkennung als „bedeutenden Schritt in unserem Engagement für Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Diese Zertifizierung ist aber nicht nur Anerkennung, sondern auch Ansporn, weiterhin zum aktiven Umweltschutz beizutragen.“

    Mit der Musikschule Lechfeld kooperiert die Schule seit vielen Jahren und bietet den Schülerinnen und Schülern unter der Leitung von Celia und Martin Wiblishauser eine musikalische Förderung von Anfang an. Ab der dritten Klasse können die Kinder zudem in der Bläserklasse mitwirken. Aktuell besuchen 180 Kinder in acht Regelklassen die Grundschule in Graben und werden dabei von rund 20 Lehrkräften unterrichtet.

    Das Zirkusfest zog Groß und Klein in seinen Bann.
    Das Zirkusfest zog Groß und Klein in seinen Bann. Foto: Britta Schaller

    Das große Zirkusfest war nicht nur der Abschluss des Schuljahres, sondern auch die längst überfällige Jubiläumsfeier. In zahlreiche Proben und der abschließenden Projektwoche zusammen mit dem Mitmachzirkus Flip Flop hatten sich die Schülerinnen und Schüler auf ihren großen Auftritt vorbereitet. Die professionellen Artisten gewährten den Kindern eine Woche lang Einblicke in die geheimnisvolle Welt des Zirkus und probten mit ihnen. Die einstündige Show als Finale des Zirkusprojekts zog die rund 350 Zuschauer in ihren Bann und war für Groß und Klein eine Reise in die Welt der Fantasie und Magie.

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