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Graben
25.11.2022

Black Friday: Der Streik bei Amazon in Graben wird verlängert

Wie hier in Leipzig haben auch in Graben am Freitag Beschäftigte des Online-Versandhandels Amazon für bessere Arbeitsbedingungen sowie angemessene Bezahlung protestiert.
Foto: Sebastian Willnow, dpa (Symbolbild)

Am Aktionstag Black Friday legen Lagermitarbeiter von Amazon auf dem Lechfeld ihre Arbeit nieder. Der Streik soll bis einschließlich Dienstag fortgesetzt werden.

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat am Freitag Amazon-Mitarbeiter in Graben zum Streik aufgerufen. Hintergrund ist der "Black Friday", an dem das Unternehmen mit Angeboten zu Schnäppchenpreisen bei seinen Kunden wirbt. "Die Kunden werden mit Angeboten überhäuft, und Amazon generiert hohe Umsätze und Gewinne. Das ist alles nur möglich, da Amazon bei den Beschäftigten massiv spart und sich auf ihre Kosten bereichert. Dass die Beschäftigten bei Amazon nicht einmal tarifliche Mindeststandards wie Weihnachtgeld bekommen ist deshalb ein Skandal“, sagt Thomas Gürlebeck von Verdi Bayern und Streikleiter in Graben.

Alleine bei der Frühschicht hätten sich Gürlebeck zufolge weit über 200 Mitarbeiter beteiligt. "Alle sind hochgradig motiviert zu demonstrieren, und wir haben viele neue Gewerkschaftsmitglieder gewonnen", berichtet er. Nun wolle man diese Stimmung nutzen und weiterstreiken. Gürlebeck: "In Gesprächen haben wir heute entschieden, den Streik bis einschließlich kommenden Dienstag zu verlängern." 

Streikleiter in Graben: Black Friday ist nur der Anfang

Die Gewerkschaft wolle dort ansetzen, wo es weh tut – beim Weihnachtsgeschäft. Der Black Friday sei nur der Anfang. "Solange Amazon sich weigert, den Beschäftigten existenzsichernde Mindeststandards zu garantieren, so lange werden wir zusammen mit den Beschäftigten dafür kämpfen. Wenn es nötig ist, werden wir auch in der für Amazon wichtigen umsatzstarken Vorweihnachtszeit mit Streiks unsere Forderung untermauern", sagt der Streikleiter. Man plane, den ganzen Dezember über nadelstichartig zu Streiks aufzurufen.

Die aktuelle Arbeitsniederlegung in Graben werde Folgen für die Amazon-Kunden und das Black-Friday-Geschäft haben, ist Thomas Gürlebeck überzeugt. "Zumindest das, was in Graben auf Lager ist, wird nicht pünktlich ankommen beziehungsweise wird das Prime-Versprechen nicht eingehalten werden können." Amazon verspricht seinen Prime-Kunden eine Lieferung binnen ein bis zwei Tagen. Der Versandriese teilt mit: "Wir sehen keine Auswirkungen auf die Kundinnen und Kunden durch diese Aktion. Bei Amazon haben die Vorbereitungen für die Black-Friday-Woche schon vor Monaten begonnen. Unsere Teams freuen sich darauf, die Bestellungen der Kundinnen und Kunden rechtzeitig zu bearbeiten, und wir möchten unseren Kolleginnen und Kollegen für ihre Arbeit danken."

Amazon hat kürzlich den Einstiegslohn für ungelernte Kräfte angehoben

Der Aufruf zum Streik beschränke sich auf wenige der 20 deutschen Logistikzentren, so Amazon. Dem von der Gewerkschaft vorgeworfenen Ausbeuten der Beschäftigten zur Weihnachtszeit setzt das Unternehmen entgegen: "Unsere Stammbelegschaft wird in der diesjährigen Weihnachtssaison – wie in den Jahren zuvor – von einigen Tausend saisonalen Kolleginnen und Kollegen unterstützt." Auch auf die Vorwürfe, seinen Beschäftigten bei der Bezahlung keine Mindeststandards zu gewähren, reagiert das Unternehmen: "Amazon hat erst im September den Einstiegslohn für ungelernte Kräfte in Graben auf rechnerisch 14,03 Euro brutto pro Stunde erhöht. Dazu kommen weitere Extras und das alles in einem modernen und sicheren Arbeitsumfeld. Nach zwei Jahren Betriebszugehörigkeit liegt der Lohn in Graben damit rechnerisch bei über 36.000 Euro brutto pro Jahr." Generell biete Amazon als Arbeitgeber gute Bezahlung, Zusatzleistungen und Entwicklungsmöglichkeiten – und das alles in einem attraktiven und sicheren Arbeitsumfeld, heißt es weiter. 

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