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Hauptausschuss Bobingen, Mittagsbetreuung

Bobingen

Bei der Mittagsbetreuung wird es eng

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    Die Stadt Bobingen hat bei Schulessen und der Mittagsbetreuung hohe Außenstände angehäuft (Symbolbild).
    Die Stadt Bobingen hat bei Schulessen und der Mittagsbetreuung hohe Außenstände angehäuft (Symbolbild). Foto: Ralf Hirschberger, dpa (Symbolbild)

    Insbesondere in der Bobinger Siedlung herrscht ein Mangel an Plätzen bei der Mittagsbetreuung. Zum 9. Mai hat die Stadt laut Ralf Eberle von der Sozialverwaltung die Anmeldungen für die Mittagsbetreuung ausgewertet. Derzeit können 25 Kinder montags bis donnerstags bis 16.30 Uhr und freitags bis 15.30 Uhr betreut werden. Für 53 Kinder sei laut Eberle jedoch ein Betreuungsbedarf angemeldet. Tatsächlich sind es in der Kita zur Heiligen Familie aktuell 21 Plätze, die zur Verfügung stehen, da zwei Integrations-Kinder vier Plätze in Anspruch nehmen. Bürgermeister Klaus Förster (CSU) führte aus, dass keine zweite Hortgruppe möglich sei, da das Personal fehle. Beim Träger habe die Stadt bereits angefragt, ob eine Voll- oder Teilzeitstelle möglich sei. Mit einer zweiten Gruppe wäre es möglich, 75 Kinder zu betreuen. Eine Mittagsbetreuung sei derzeit bis 14.30 Uhr möglich. Diese soll bis September bis 16 Uhr ausgeweitet werden. Außerdem habe Andrea Fischer, die Direktorin der Grundschule an der Singold, die Eltern, die keinen Platz an der Grundschule bekommen haben, bereits informiert. 35 Kinder seien zum Schuljahr in der ersten Klasse gestartet. Nur 28 hätten jedoch Platz. Für die übrigen Schüler und Schülerinnen habe man einen Platz im Haupthaus der Grundschule bekommen und mit anschließender Mittagsbetreuung in der Siedlung. Der Augsburger Verkehrs- Verbund (AVV) transportiere diese Kinder kostenlos zur Schule.

    Bobingen hat offene Posten bei Privatpersonen und Jobcenter

    Kämmerer Stefan Thiele führte im Anschluss die offenen Posten der Stadt bei der Mittagsbetreuung - und Verpflegung an. Im September 2023 habe die Stadt offene Posten von rund 50.600 Euro verbucht. Diese seien bis zum jetzigen Zeitpunkt bereits auf 19.217 Euro reduziert worden. Offen seien Beträge privater Personen und zu rund der Hälfte auch seitens des Landratsamts und des Jobcenters. Michael Ammer (FBU) fragte an, wie es zu den offenen Posten seitens des Jobcenters komme. Ralf Eberle von der Sozialverwaltung erläuterte, dass Personalmangel dazu geführt habe, dass im Jobcenter und Landratsamt die Anträge auf Kostenübernahme der Eltern bei der Mittagsbetreuung unbearbeitet geblieben wären. Franz Handschuh (FBU) wollte wissen, wie die Stadt sich dagegen wappne, dass die Posten in dieser Höhe nicht mehr auflaufen könnten? Könne die Vorkasse eine Rolle spielen? Dies verneinte Stefan Thiele und führte weiter aus, dass auch seitens der Stadt aufgrund Personalmangels das Sachgebiet nicht voll besetzt gewesen sei, sodass die Posten aufgelaufen wären. Ab Herbst plane die Stadt mit einer halben Stelle nur für die Bearbeitung der Mittagsbetreuung. Das Ganze solle nicht zulasten des Kindes gehen, das Essen wolle.

    Erzieherische Maßnahme für Eltern bleibt aus

    Franz Handschuh forderte erzieherische Maßnahmen für die Eltern, die das Mittags-Geld nicht bezahlten. Die Blöden dürften nicht die Eltern sein, die das Geld bezahlten. Eltern müssten rechnen können, ob das Geld reiche, sonst gebe es auch kein Essen. Eine Kostenerhöhung für alle, wenn mit Ausfällen zu rechnen sei, führte er an. Klaus Förster erwiderte, prophylaktisch mehr Geld zu verlangen, ginge nicht. Das Ziel müsse sein, zeitnah zu reagieren, dass die Posten nicht monatelang unbemerkt blieben. Monika Müller-Weigand von den Grünen betonte, dass „wir immer noch davon reden, dass ein Kind in der Schule steht, ohne Essen“. Dieses stünde sozusagen am Ende der Nahrungskette. Die Maßnahme, wer nicht zahle, fliege raus, sei zu hart. Auch Armin Bergmann (SPD) sagte, wenn die Stadt jetzt dahinter sei, das Geld einzutreiben, bleiben die offenen Kosten ein theoretisches Problem. Herwig Leiter (CSU) mahnte, keine Grundsatzdiskussion zu führen. Kinder, die es wirklich bräuchten, würden durch das Jobcenter unterstützt. Nur das Verfahren seitens der Stadt müsse geändert werden. Bürgermeister Klaus Förster versicherte sich im Anschluss bei den Stadträten, dass der Bericht bei diesen einstimmig zur Kenntnis genommen worden ist.

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