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Haushalt Schwabmünchen: Prioritäten bei Investitionen und Stadtentwicklung

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Schwabmünchen setzt beim Haushalt Prioritäten

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    Intensive Beratungen waren notwendig, jetzt hat die Stadt den Haushalt verabschiedet. Kein Sparhaushalt, aber eine maßvolle, solide Finanzplanung stehen am Ende konstruktiver Sitzungen.
    Intensive Beratungen waren notwendig, jetzt hat die Stadt den Haushalt verabschiedet. Kein Sparhaushalt, aber eine maßvolle, solide Finanzplanung stehen am Ende konstruktiver Sitzungen. Foto: Britta Schaller

    Der Haushalt 2026 der Stadt Schwabmünchen steht. Doch die Aufstellung war für die Mitglieder des Stadtrats diesmal eine große Herausforderung. Im Hauptausschuss prüfte man zuvor alle Investitionen auf ihre Notwendigkeit. „Trotzdem ist es uns gelungen, keinen Sparhaushalt aufzustellen. Wir setzen sinnvolle Investitionen fort und schließen sie ab“, betonte Bürgermeister Lorenz Müller. Er hob hervor, wie wichtig es sei, gerade in den aktuell schwierigen Zeiten die richtigen Prioritäten zu setzen, um die Attraktivität der Stadt zu bewahren.

    Das Alte Rathaus soll die Attraktivität der Innenstadt stärken

    Eines der zentralen Projekte in der Stadt ist die Sanierung des Alten Rathauses. Auch die Fertigstellung des Hallenbades und der Beginn der Generalsanierung des Jugendzentrums sind Teil des Haushalts. Mit einem Gesamtvolumen von 67 Millionen Euro liegt der Haushalt um 1,2 Millionen Euro über dem Vorjahr. Der Verwaltungshaushalt steigt um 1,9 Millionen auf 50,4 Millionen Euro, während der Vermögenshaushalt mit 16,6 Millionen um 1,6 Millionen Euro geringer ausfällt.

    Größter Posten im Verwaltungshaushalt sind die Kosten für Verwaltung und Betrieb mit 16,5 Millionen Euro, gefolgt von den Personalausgaben in Höhe von 9,6 Millionen Euro, die 19 Prozent des Haushalts ausmachen. „Damit liegen wir im Vergleich zum Landesschnitt günstig“, erklärte Bürgermeister Müller.

    Kreisumlage ist der größte Einzelposten

    Die Kreisumlage ist der größte Einzelposten bei den Finanzausgaben. Sie stieg um 1,5 Punkte auf 50,5 Prozent. Die Stadt muss fast zehn Millionen Euro an den Kreis abführen. Für die Gewerbesteuerumlage sind 1,1 Millionen Euro eingeplant. Zuweisungen und Zuschüsse belaufen sich auf rund 8,3 Millionen Euro. Sie fließen vor allem in Kindertagesstätten, die Wertachkliniken und den Schulverband der Mittelschule. Die Stadt rechnet mit Gewerbesteuereinnahmen von 9,5 Millionen Euro – eine realistische Prognose, so Müller. Die Grundsteuer soll 2,1 Millionen Euro einbringen. Größter Einnahmeposten bleibt der Anteil an Einkommen- und Umsatzsteuer mit 13,2 Millionen Euro.

    Die Steuerkraft der Stadt liegt bei 1158 Euro pro Einwohner, 9,6 Prozent weniger als 2025. Damit bleibt Schwabmünchen deutlich unter dem bayerischen Schnitt von 1662 Euro und noch weiter unter dem Durchschnitt vergleichbar großer bayerischer Städte mit 1770 Euro. Trotz knapper Kassen hält die Stadt an ihren freiwilligen Leistungen fest. Vereine, soziales Engagement und kulturelle Angebote seien essenziell für eine lebenswerte Stadt, betonte Bürgermeister Müller. Auch Investitionen in die Sicherheit, insbesondere in die Feuerwehren, bleiben prioritär.

    Im Vermögenshaushalt sind von den 16,6 Millionen Euro rund 650.000 Euro für Kredittilgungen vorgesehen. „Aus dem Vorjahr haben wir noch Haushaltsausgabereste von 6,25 Millionen Euro. Damit können wir 2026 insgesamt 22,2 Millionen Euro in die Zukunft unserer Stadt investieren“, so Müller. Größter Einnahmeposten sind Zuschüsse und Zuweisungen mit fünf Millionen Euro. Größte Ausgaben sind Bauprojekte mit 13,4 Millionen Euro. Für den letzten Bauabschnitt nördlich der Krumbacher Straße, Bachstraße, Glasbühlweg und Bauerngasse sind 1,2 Millionen Euro eingeplant.

    Sinkender Schuldenstand und geplante Kreditaufnahme

    Der Schuldenstand der Stadt sank zum Jahresende 2025 auf 4,8 Millionen Euro, das sind 450.000 Euro weniger als 2024. Doch 2026 wird die Verschuldung voraussichtlich steigen. Geplant ist eine Kreditaufnahme von 1,4 Millionen Euro, wodurch der Schuldenstand auf 5,5 Millionen Euro anwächst. Bürgermeister Müller mahnte, die solide Finanzpolitik konsequent fortzuführen, um die finanzielle Leistungsfähigkeit der Stadt zu sichern. Gleichzeitig ist er davon überzeugt, dass die geplanten Projekte die Attraktivität und Lebensqualität Schwabmünchens weiter steigern werden.

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