Mit der Ausstellung „Viechereien“ präsentiert der Kunstverein Bobingen im Unteren Schlösschen vom 10. Mai bis 14. Juni einen der prägenden deutschen Illustratoren unserer Zeit: Reinhard Michl. Zu den Höhepunkten seines reichen Schaffens zählen Bilderbuchklassiker wie „Der Findefuchs“, „Es klopft bei Wanja in der Nacht“ und „Der Wuschelbär“. Die vielfach ausgezeichneten Arbeiten Michls sprechen auch Erwachsene an. Seine tierischen Charakterköpfe – mal verschmitzt, mal nachdenklich, und immer wieder von viel Humor durchzogen – eröffnen einen ebenso poetischen wie präzisen Blick auf die Tierwelt und ihre erstaunliche Nähe zum Menschlichen. Das macht seine Werke zeitlos und generationsübergreifend zugänglich.
Dem Künstler über die Schulter schauen
Gezeigt werden in Bobingen über 50 Werke aus mehreren Jahrzehnten künstlerischen Schaffens, darunter zahlreiche originale Aquarelle und Zeichnungen sowie ausgewählte Fine-Art-Prints. Ein besonderer Höhepunkt ist die Präsentation seines neuesten Buches: Im März ist im Insel-Verlag das von Michl illustrierte Märchenbuch „Der gestiefelte Kater“ erschienen. Tanja Leodolter, Vorsitzende im Kunstverein Bobingen und seit Jahren mit Michl befreundet, betont den Stellenwert dieser Ausstellung. „Es ist eine große Ehre, dass dieser renommierte Künstler nach Bobingen kommt“, sagt sie. „Und Reinhard Michl beim Zeichnen zu erleben, ist sehr beeindruckend.“ Zur Vernissage am 10. Mai ist Reinhard Michl persönlich anwesend und wird live zeichnen – eine seltene Gelegenheit, einem Künstler von außergewöhnlicher Virtuosität unmittelbar bei der Arbeit zu begegnen.
Michl lebt am Staffelsee
Reinhard Michl wurde 1948 in Niederbayern geboren, er lebt in Uffing am Staffelsee und in München. Nach einer Schriftsetzerlehre studierte er an der Fachhochschule für Grafik-Design und an der Akademie der Bildenden Künste in München. In den vergangenen 50 Jahren sind mehr als 120 Bücher mit seinen Illustrationen bei renommierten deutschen und internationalen Verlagen erschienen. Geöffnet ist die Galerie dienstags, mittwochs und sonntags jeweils von 14 bis 18 Uhr, der Eintritt ist frei. (AZ)
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