Die ersten Pläne zur Sanierung des Klimmacher Bürgerhauses waren wegen der hohen Kosten beim Schwabmünchner Stadtrat durchgefallen. Etwa 2,5 Millionen Euro hat das Planungsbüro Endres und Tiefenbacher für die Sanierung im vergangenen November veranschlagt. In der Planung waren ein neuer Vorbau am Gebäude, ein Aufzug für Barrierefreiheit, zwei große Aufenthaltsräume im Ober- und Erdgeschoss, energieeffiziente Dämmung, neue Heizung, mehr Räume und Lager für die Feuerwehr, Damenumkleiden, neue Küche, neue Toiletten und noch mehr enthalten.
Auch die Idee, das bestehende Gebäude abzureißen und neu zu bauen, hat sich mit sich zerschlagen. Hier hätten sich die Kosten auf 2,1 Millionen Euro reduziert, im Gegenzug wären aber die Fördermöglichkeiten geringer. Angesichts dessen wurde auch dieser Plan nicht mehr weiterverfolgt.
Neue Variante: Abgespeckt, aber zweckmäßig
In der Bauverwaltung wurde Anfang des Jahres eine weitere Variante erarbeitet. Dabei wurde das Schützenheim im Obergeschoss aus der öffentlichen Nutzung genommen. So kann auf den aufwendigen Anbau samt Aufzug verzichtet werden. Für den Zugang zu den Schützen wäre nur eine kleine Außentreppe notwendig. Dafür ist der Einbau einer eigenen Toilette im Obergeschoss nötig.
Diese wird im Erdgeschoss ebenfalls saniert und soll künftig auch, wie das ganze Erdgeschoss, barrierefrei sein. Bei dieser Variante sind alle Räume für die Feuerwehr, sowie der notwendige Haustechnikraum, im Erdgeschoss unterzubringen. Dies führt dazu, dass der Bürgersaal und die Küche kleiner ausfallen werden.
Deutliche Kosteneinsparung kommt bei den Stadträten gut an
Planer Michael Pfänder bestätigte, dass die Feuerwehr und der Schützenverein die Planänderungen mittragen. Die berechneten Baukosten sind durch die Anpassungen auf rund 1,8 Millionen Euro gesunken, nach Abzug der zu erwartenden Förderungen bleibt für die Stadt ein Eigenanteil von rund 660.000 Euro. Das ist fast die Hälfte im Vergleich zur ersten Variante. Stadtrat Andreas Rest bezeichnete die neue Planungsvariante als „sehr praktikable Lösung“. Dem schloss sich Josef Alletsee an: „Die Sanierung und der Bedarf stehen außer Frage. Die ursprünglichen Kosten standen aber in keinem Verhältnis. Die neue Planung ist ein guter Kompromiss.“ Der Stadtrat hat daher die Weiterverfolgung der jüngsten Planungsvariante beschlossen.
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