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Königsbrunn: Deutsch-ukrainisches Konzert setzt musikalisches Zeichen für Frieden

Königsbrunn

Große Songs von gestern für heute und morgen

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    Spielten in der Göttlichen Vorsehung in Königsbrunn: (von links) das Ehepaar Dontsov, Elke Brüsch, Dirk Trageser, Bernhard Seidel, Alex Rudyk und Ricardo Volkert.
    Spielten in der Göttlichen Vorsehung in Königsbrunn: (von links) das Ehepaar Dontsov, Elke Brüsch, Dirk Trageser, Bernhard Seidel, Alex Rudyk und Ricardo Volkert. Foto: Ramona Hofmeister-Weber

    Lieder für Frieden und Liebe standen beim Konzertabend des Königsbrunner Kulturvereins Klik im Mittelpunkt. Sie seien so aktuell wie nie, sagte Birgit Zahn von Klik - schließlich herrscht seit vier Jahren Krieg in der Ukraine. Seit zwei Monaten fallen im Iran Bomben. Das Ensemble rund um Musiker Ricardo Volkert spielte Klassiker von Bob Dylan, Leonard Cohen, Pete Seeger, Crosby Stills Nash & Young oder Cat Stevens. „Blowin in the wind“, „Don’t think twice“, „So long Marianne“, „If I had a hammer“, „Where have all the flowers gone“ sind große Songs von gestern für die heutige Zeit der wiederkehrenden Phänomene, atomaren Aufrüstung, Naziparolen, Populismus. Das Publikum summte, klatschte und wippte zu den bekannten harmonischen und melodischen Stimm- und Gitarrenklängen.

    Aus der Ukraine geflohen

    Berührend ist die Geschichte hinter dem Ensemble: Die ukrainischen Freunde Alex Rudyk (Violine), Anna Dontsova (Gesang) und Denys Dontsov (Gitarre) flohen vor dem Krieg nach Deutschland, wo sie bei Bernhard Seidel (Kontrabass) zeitweise eine neue Heimat finden können. Zwischen ihm und Alex Rudyk hatte sich bereits vor dem Kriegsausbruch in der Ukraine eine musikalische Freundschaft entwickelt. Sie bereichern mit ihrem außergewöhnlichen musikalischen Können das gemeinsame deutsch-ukrainische Friedensprojekt. Besonders bewegend war der Augenblick, als Anna Dontsova „Fields of Gold“ gefühlvoll sang - in Erinnerung an die ukrainische Heimat mit den goldenen Feldern und dem blauen Himmel, in der Hoffnung, dass die ukrainischen Flüchtlinge in naher Zukunft in ihre eigentliche Heimat zurückkehren können. Als Elke Brüsch das Antikriegslied „Sag mir, wo die Blumen sind“ von Pete Seeger anstimmte, wurde es mucksmäuschenstill im Saal. Ihr kraftvoller Gesang sorgte Gänsehaut.

    Das Publikum soll in eine andere Welt mitgenommen werden

    Auch Lieder bereicherten die musikalische Auswahl von Ricardo Volkert. „When my time comes“ von „The Dawns“ bot einen weiteren stimmungsvollen Höhepunkt. „Mein Anliegen ist keine politische Botschaft. Die Songs deuten von sich aus auf die Situation in der heutigen Zeit. Unser Ziel ist es, das Publikum in eine andere Welt mitzunehmen und dass es mit einem anderen Gefühl unser Konzert verlässt“, sagte Ricardo Volkert.

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