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Königsbrunn: Wie Königsbrunn kommunale PV-Anlagen finanzieren will

Königsbrunn

Wie Königsbrunn kommunale PV-Anlagen finanzieren will

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    Auch mit Freiflächen für Photovoltaikanlagen soll sich das neue Lech-Wertach-Stauden-Regionalwerk beschäftigen.
    Auch mit Freiflächen für Photovoltaikanlagen soll sich das neue Lech-Wertach-Stauden-Regionalwerk beschäftigen. Foto: Mathias Wild (Symbolbild)

    Das im Mai gegründete Regionalwerk Lech-Wertach-Stauden soll für 17 Landkreiskommunen und damit 104.000 Einwohner die Versorgung, Gewinnung und Erzeugung von Energie in die Hand nehmen. Dabei gehe man Windkraft, Wasserkraft, PV-Anlagen, Biomasse und auch Geothermie an, berichtete der Vorsitzende Johann Rager dem Stadtrat Königsbrunn. 70 Flächen für PV-Anlagen mit 30.000 Quadratmetern seien ihm bislang gemeldet worden. Auch für PV-Anlagen auf kommunalen Liegenschaften in Königsbrunn suchten die Stadträte ein Konzept.

    Ein Modell sieht vor: Die Kommune will die Photovoltaikanlagen samt Speicher selbst mit eigenem Personal umsetzen und betreiben und bekommt demzufolge vom Regionalwerk die Machbarkeitsstudie und die Planungsleistung – soweit erfolgt – in Rechnung gestellt und unternimmt alles weitere (Haushalt, Angebotseinholung) selbst. Im zweiten Modell würde die Kommune die Photovoltaikanlagen selbst finanzieren und die Kosten demzufolge in den Haushalt 2025 einstellen. Verpachtet aber die Flächen an das Regionalwerk, beauftragt dieses mit der Planung und Umsetzung samt Betreuung und bekommt vom Regionalwerk die individuelle Gewinnbeteiligung abzüglich des entstandenen Aufwands verrechnet. Das dritte Modell sieht vor, die Dachflächen durch die Kommune an das Regionalwerk zu verpachten, das Regionalwerk übernimmt die Planung, Umsetzung, Betreuung und die Finanzierung, mit oder ohne Bürgerbeteiligung über die noch zu gründende Energiegenossenschaft je nach Wunsch der Kommune. Es erfolgt eine jährliche Pachtzahlung und eine Gewinnausschüttung über das Regionalwerk.

    Eine schnelle Umsetzung ist wichtig in Königsbrunn

    Laut Bürgermeister Franz Feigl (CSU) sei die entscheidende Frage, ob die Kommune 1,4 Millionen Euro selbst finanziere oder das Regionalwerk finanzieren lasse. „Aus Haushaltsgründen tendiere ich dazu, es an das Regionalwerk zu geben“, sagte Feigl. Dabei verschlechtere sich jedoch die Amortisationszeit, die bei einer Eigenfinanzierung zwecks fehlender Zinszahlungen besser wäre. Ein Genossenschaftsmodell würde gegebenenfalls länger dauern, zudem sei das Interesse der Bürger möglicherweise angesichts der überschaubaren Flächen gering. Wenn das Regionalwerk finanziere und umsetze, ginge es schnell.

    Alwin Jung (Grüne) tendierte dazu, dass das Regionalwerk sich um die Investition und den Betrieb kümmere, da dies schneller und besser funktioniere. Alexander Leupolz (CSU) unterstützte ebenfalls das dritte Modell, genauso wie Helmut Schuler (FW). Auch für ihn spielte die Geschwindigkeit bei der Umsetzung eine große Rolle. Wenn man auf Haushalt und Personal schaue, fahre man gut mit der Verpachtung an das Regionalwerk. Markus Wiesmeier (SPD) betonte eigentlich immer viel selbst machen zu wollen als Stadt. Man wolle aber das Vertrauen in das Regionalwerk stärken, außerdem sei eine schnelle Umsetzung angebracht.

    Feigl regte an, in den Haushalt 30 Prozent der 1,4 Millionen einzustellen, sodass man ohne Investoren oder Genossenschaften auskomme. Somit müsse nur der Rest fremdfinanziert werden über eine Bank oder Bürger. Die Zustimmung zur Verpachtung der Flächen an das Regionalwerk wurde vom Stadtrat einstimmig erteilt.

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