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Kunstraub: Vermisstes Trump-Gemälde sorgt für Aufsehen

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Donald Trump ist weg: Wer hat das Gemälde des Präsidenten gestohlen?

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    Fünf Jahre hing das von Jasmin Zott gemalte Porträt Donald Trumps im Mittelneufnacher Gasthof Adler. Nun ist es spurlos verschwunden.
    Fünf Jahre hing das von Jasmin Zott gemalte Porträt Donald Trumps im Mittelneufnacher Gasthof Adler. Nun ist es spurlos verschwunden. Foto: Jasmin Zott

    In diesen Tagen steht US-Präsident Donald Trump wieder im Fokus der Öffentlichkeit: Er hat den neuen deutschen Bundeskanzler im Weißen Haus empfangen. Friedrich Merz machte seinen mit Spannung erwarteten Antrittsbesuch, platzierte deutsche und europäische Themen und überreichte ein Buch über die deutschen Einwanderer, die als größte Gruppe zu Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft beigetragen hatten. Ob der Wink mit dem Zaunpfahl dem schillernden Präsidenten gefällt? Mehr imponieren würde ihm vermutlich ein Porträt, das bis vor wenigen Tagen im Gasthof Goldener Adler in Mittelneufnach hing.

    Gemalt hat es Chefin Jasmin Zott. Im gesamten Haus finden sich Bilder von ihr. 51 Stück waren es in der „Dauerausstellung“, wie es Jasmin Zott nennt. Jetzt sind es aber nur noch 50 - so viele, wie die amerikanische Flagge Sterne hat. „Irgendwann im Mai ist es verschwunden“, berichtet Jasmin Zott. Wann genau, das weiß sie nicht. Der Verlust dieses Bildes hat Jasmin Zott hart getroffen. Es ist 2020 unter dem Titel „Soziale Distanz“ entstanden. Mitten in der Coronazeit. „Diese Zeit war doppelt hart für mich, als Gastronomin und Künstlerin war ich doppelt betroffen“, so Zott über das Bild.

    Das Werk ist unpolitisch

    Das Gemälde hat in seiner Entstehung nichts mit der aktuellen politischen Lage zu tun. „Es war als Ausdruck der damaligen Stimmung gedacht: Rückzug, Abstand, Innehalten. Dem Werk liegt keine politische Aussage zugrunde. Sondern eine künstlerische Auseinandersetzung mit der außergewöhnlichen Zeit, einer Zeit globaler Unsicherheit“, erklärt die Künstlerin ihre damalige Intention. „Es war ein globaler Gedanke, eine emotionale Reflexion der damaligen Zeit. Ich bin Künstlerin, keine Politikerin“, sagt Jasmin Zott.

    Das Bild war zuerst in der Mitgliederausstellung des Schwabmünchner Kunstvereins zu sehen, anschließend kam es in den Gasthof. Wer hat es gestohlen? Der Verdacht liegt nahe, dass ein Fan oder Hasser des amtierenden Präsidenten zugegriffen hat.

    Das Bild von Donald Trump erregte Aufsehen

    Vor allem in letzter Zeit wurden Jasmin Zott und die Angestellten des Gasthofes immer wieder auf ihr Werk angesprochen. „Es hat Aufmerksamkeit erregt“, erinnert sie sich. Zumal kaum eine Woche vergeht, in der Donald Trump nicht für neue Schlagzeilen sorgt. Für Jasmin Zott gab es keinen Grund, das Bild zu entfernen. „Es liegt im Auge des Betrachters, was er dabei empfindet“, so die Künstlerin. Auf dem Gemälde wirkt Trump, trotz wehender Haare, ruhig und entspannt. Fast schon ein Indiz dafür, dass es Jasmin Zott nicht um eine Darstellung oder Huldigung des sonst ja eher schroff auftretenden US-Präsidenten ist. Für sie ist das Bild wegen der Gründe der Entstehung wichtig: „Es bewegt mich sehr, weil es eben in einer sehr schweren Zeit entstanden ist.“

    Den Wert des 30 auf 30 Zentimeter großen Werkes kann sie nicht beziffern, denn „es war für mich immer unverkäuflich“, stellt sie klar. Den Diebstahl hat sie mittlerweile bei der Polizei angezeigt. „Mir ist wichtig, dass das Bild zurückkommt. Das Gemälde ist wie ein Baby für mich, da stecken viele Emotionen drin“, sagt sie.

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