Landfrauentag Schwabmünchen zeigt Bedeutung von Demokratie und Gemeinschaft auf
Schwabmünchen
Beim Landfrauentag in Schwabmünchen steht die Demokratie im Fokus
Landtagspräsidentin Ilse Aigner betont die zentrale Rolle der Landfrauen in der Gesellschaft und appelliert für einen respektvollen Umgang miteinander.
Volles Haus beim Landfrauentag in der Schwabmünchner Stadthalle.Foto: Britta Schaller
Über 400 Frauen und einige Männer versammelten sich in der Stadthalle Schwabmünchen. Doch es ging nicht nur um Geselligkeit. Ilse Aigner, die Landtagspräsidentin, sprach als Rednerin über die zentrale Frage der Veranstaltung: Ist Demokratie noch zeitgemäß? Unter den Ehrengästen fanden sich Landrat Martin Sailer, Bürgermeister Lorenz Müller, Regierungspräsidentin Barbara Schretter sowie die Landtagsabgeordneten Carolina Trautner und Simone Strohmayr.
Kreisbäuerin Andrea Mayr hob die Bedeutung der Gemeinschaft hervor. „Landfrauen sind das Rückgrat unserer Dörfer und Gemeinden. Sie organisieren, vernetzen, bewahren Traditionen und gestalten die Zukunft.“ Sie betonte, dass Landfrauenarbeit Bildung, soziales Engagement und Verantwortung vereint. „Wir kämpfen für das Schulfach Alltagskompetenz und geben nicht auf“, erklärte sie entschlossen. Seit 2012 setzen sich die Bayerischen Landfrauen für dieses Fach ein.
Ist Demokratie noch zeitgemäß?
Landtagspräsidentin Ilse Aigner begann ihre Rede mit einer persönlichen Note: „Schwabmünchen liegt mir am Herzen, nicht zuletzt wegen meiner Zeit als Landwirtschaftsministerin.“ Sie betonte ihre Unterstützung für eine starke Land- und Ernährungswirtschaft. Doch sie warnte: „Unsere Errungenschaften wie Freiheit, Wohlstand und Demokratie stehen auf dem Prüfstand. Das Recht des Stärkeren drängt in den Vordergrund.“ Aigner rief dazu auf, Kompromissbereitschaft wieder als Wert zu schätzen: „Der Kompromiss ist das Lebenselixier unseres politischen Systems.“
Die weltweite Unsicherheit fordere die Gesellschaft heraus. „Wir müssen uns auf unsere Kernaufgabe konzentrieren: die äußere Sicherheit. Wir müssen uns verteidigen können, damit wir uns nicht verteidigen müssen. Das ist die bittere Wahrheit.“ Aigner sprach sich zudem für einen Umbau des Wirtschaftssystems aus: „Die Entwicklung eines Landes hängt eng mit der Demokratie zusammen. Der Glaube daran schwindet, wenn die Wirtschaft stagniert.“ Den Landfrauen zollte sie großen Respekt für ihren täglichen Einsatz.
Unter großem Applaus stellten sich (von links) Lorenz Müller, Barbara Stretter und Axel Heiß der Herausforderung, ohne technische Unterstützung aus Sahne Butter zu machen.Foto: Britta Schaller
„Aber bitte mit Sahne“ – Butter machen als Wettkampf
Ein humorvoller Höhepunkt folgte: Barbara Schretter, Lorenz Müller und Axel Heiß, Leiter des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Augsburg, traten in einem Butter-Wettbewerb gegeneinander an. Mit kleinen Gläsern voller Sahne schüttelten sie um die Wette, bis die Butter die richtige Konsistenz erreichte. Unter lautem Jubel der Zuschauer gewann Barbara Schretter. Lorenz Müller, bei seinem letzten Landfrauentag als amtierender Bürgermeister, landete auf Platz drei. Der Landfrauenchor gestaltete den Tag mit.
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