Startseite
Icon Pfeil nach unten
Schwabmünchen
Icon Pfeil nach unten
Königsbrunn
Icon Pfeil nach unten

Licca liber: Stadt Königsbrunn kämpft um Schutz der Keller vor Grundwasser

Königsbrunn

Bevor es zu spät ist: Königsbrunn will bei Licca liber mitreden

  • |
  • |
  • |
  • |
    Der Lech (wie hier bei Kissing) soll frei fließen. Das will das Projekt Licca liber bezwecken. Königsbrunner sehen eine Möglichkeit zur Mitsprache – um in Zukunft Keller vor Grundwasser zu schützen.
    Der Lech (wie hier bei Kissing) soll frei fließen. Das will das Projekt Licca liber bezwecken. Königsbrunner sehen eine Möglichkeit zur Mitsprache – um in Zukunft Keller vor Grundwasser zu schützen. Foto: Silvio Wyszengrad (Archivbild)

    Der Lech soll umgebaut werden, mehr Freiheit bekommen. Das ist das Ziel des Großprojekts Licca liber. Wie viel Einfluss hat das Projekt auf Königsbrunns Grundwasser-Problem? Dazu gehen die Meinungen in Stadtrat und Verwaltung stark auseinander. Fest steht: Bevor am 9. Februar die Einspruchsfrist endet, will die Stadt eine Einwendung abgeben. Worum es darin gehen wird.

    SPD-Fraktionsvorsitzender Nicolai Abt hatte in der jüngsten Stadtratssitzung einen Eilantrag dazu eingereicht. Eine zentrale Forderung ist die „Sicherung eines Einleitungs-Punktes im Projektgebiet zugunsten der Stadt Königsbrunn“. Zum Schutz der Bebauung sollen im Notfall bis zu 1500 Liter Grundwasser pro Sekunde in den Lech geleitet werden. Außerdem geht es um einen Überlauf aus dem Ilsessee und dem Lautersee in den Lech. Gutachten der Stadt Königsbrunn aus dem Jahr 2005 haben demnach gezeigt, „dass die zeitweilige Regulierung bei Starkniederschlägen Wirkung zeigt und damit erforderlich ist“.

    „Müssen Fuß in der Tür haben“: das fordert Königsbrunn bei Licca liber

    Im Gespräch mit unserer Redaktion äußert Abt die Befürchtung, dass es lange keine Möglichkeit zur Mitsprache mehr geben werde, sollte die Frist im Februar versäumt werden. „Wir müssen den Fuß in der Tür haben.“

    Laut Stadtwerkeleiter Rudolf Willer war innerhalb der Stadtverwaltung schon vor dem Antrag entschieden worden, dass die Stadt und die Stadtwerke Königsbrunn eine Stellungnahme abgeben. Die Forderungen der SPD aber haben „mit dem Verfahren zu Licca liber im Grunde nichts zu tun“, so Willer. Seine Begründung: Ilsesee, Lautersee, Lochbach und freizulegende Stadtbäche liegen nicht innerhalb des Projektgebietes von Licca liber. Ein Anschlusspunkt an den Lech zur Einleitung einer größeren Wassermenge sei bereits im Unterlauf der Staustufe 23 vorhanden. Dennoch könne die Stadt die Forderungen übernehmen. Für die Bewertung der Einsprüche sei schließlich die Genehmigungsbehörde zuständig.

    Quellbäche sollen auch mit Licca liber aktiviert werden können

    Die Stadt fordert in ihrer Stellungnahme laut Willer, dass Licca liber keinen negativen Einfluss auf die bisherigen Grundwasserstände in Königsbrunn haben darf. Außerdem dürfe das Abflussverhalten des Grundwasserstroms nach Norden nicht beeinträchtigt werden. Die Möglichkeit eines Einleitpunktes sei im Verfahren vorzusehen. Die Einleitung an diesem Punkt liege in einer Größenordnung von zwei Kubikmetern pro Sekunde. Zuletzt dürfe das Projekt die Aktivierung der Quellbäche westlich des Lochbaches nicht verhindern. Dies gelte auch für eine mögliche Ableitung von Grundwasser aus dem Lauter- und Ilsesee.

    Quellbäche sollen wieder aktiviert werden. Das darf das Projekt Licca liber laut einer Königsbrunner Stellungnahme nicht verhindern.
    Quellbäche sollen wieder aktiviert werden. Das darf das Projekt Licca liber laut einer Königsbrunner Stellungnahme nicht verhindern. Foto: Marco Keitel (Archivbild)
    Diskutieren Sie mit
    XXX 0 Kommentare
    hier kommen komentare rein

    Um kommentieren zu können, müssen Sie angemeldet sein.

    Anmelden

    Sie haben noch kein Konto? Kostenfrei registrieren