Acht Wochen lang zeigte das Schwabmünchner Museum erstmals die Sonderausstellungen „Was ich anhatte…“ und „Was ich anhabe“ gemeinsam. „Was ich anhatte“ macht anonym die Erfahrungen von Menschen sichtbar, die sexualisierte Gewalt erlitten haben. Der zweite Teil, „Was ich anhabe“, lenkt den Blick auf die Diskriminierung von Frauen in der Gesellschaft. Kulturamtsleiterin Doris Hafner, die beide Ausstellungen ins Museum holte, zieht am Ende Bilanz.
Fau Hafner, wie war die Resonanz der Besucher?
DORIS HAFNER: Die Resonanz war sehr positiv. Über 400 Besucher kamen in acht Wochen – und das bei nur drei Öffnungstagen pro Woche. Ich würde das als Erfolg werten, zumal die Ausstellung eine intensive Auseinandersetzung mit dem Thema verlangt. Eine kleine Anekdote dazu: Als ich vorab einigen Frauen unseren Flyer gab, dachten sie, es gehe um Mode im historischen Kontext. Das zeigt, wie wichtig es war, überhaupt erst ein Bewusstsein für das Thema zu schaffen.
Kulturamtsleiterin hatte sich mehr Rückmeldungen gewünscht
Welche Erwartungen hatten Sie, als Sie die Ausstellung nach Schwabmünchen holten?
HAFNER: Ich wollte ein schwieriges Thema in unsere Stadt bringen, das sonst meist nur in größeren Städten behandelt wird. Ein Museum ist ein Ort der Bildung, der Themen aufgreift, mit denen man sich sonst nicht beschäftigt. Natürlich hätte ich mir mehr Feedback gewünscht, aber in einer Kleinstadt wie Schwabmünchen ist es schwer, Neugier für solche Inhalte zu wecken. Mir war klar: Diese Ausstellung ist keine leichte Kost.
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