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Boxen

29.06.2012

Auf der Gautsch fliegen die Fäuste

Am Samstag fliegen auf der Gautsch beim traditionellen Gautschboxen wieder die Fäuste. In über 30 Kämpfen zeigen Boxer aus Bayern und Württemberg ihr Können im Ring.
Bild: Archiv

Über dreißig Kämpfe stehen auf dem Programm. Mindestens drei Kämpfer des TSV Königsbrunn stehen am Samstag im Ring

Königsbrunn Auf der Gautsch fliegen am Samstag wieder die Fäuste. Im Festzelt zeigen Boxer aus Bayern und Württemberg von 14 bis 18 Uhr ihre Klasse und messen sich mit ihren Kontrahenten. Bislang stehen mehr als 30 spannende Kampfpaarungen auf dem Programm, weshalb die Rundenzeiten verkürzt werden. Der Eintritt ist für alle Besucher frei.

Für den TSV Königsbrunn gehen beim Gautschboxen mindestens drei Sportler in den Ring. Ob noch weitere Schützlinge von Alfred Wöckel antreten, entscheidet der Trainer kurzfristig. Kandidaten für einen Kampf sind sowohl Florian Wolf als auch Patricia Levi. Allerdings konnten beide aufgrund ihrer Abschlussprüfungen nur eingeschränkt trainieren. „Ich schicke nur fitte Boxer in den Ringe, denn eines steht fest: Die Gesundheit geht vor“, stellt Trainer Wöckel klar.

Deniz Medved hat das Zeug zu einem großen Boxer

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Die beiden Hauptkämpfe des Tages bestreiten die Königsbrunner Boxer Alexander Alert und Deniz Medved. Alert tritt bei den Männern im Halbschwergewicht an und bestritt bislang 30 Kämpfe (17 Siege). Der 16-jährige Deniz Medved bestreitet den zweiten Hauptkampf, obwohl er erst seit einem Jahr boxt. Doch Wöckel ist von dem jungen Mann sehr angetan. „Deniz ist hoch talentiert und bringt alles mit, was einen überdurchschnittlichen Boxer ausmacht: Ausdauer, Schnelligkeit, Belastbarkeit und die Bereitschaft sich zu verbessern.“ Medved boxte bereits drei Mal gegen den amtierenden deutschen Meister und musste sich jeweils knapp geschlagen geben. Sollte seine Entwicklung in einem solchen Tempo weitergehen, dann „ist er in ein bis zwei Jahren deutscher Meister.“

Wöckel kümmert sich aber nicht nur um die sportlichen Belange seiner Schützlinge. Die schulischen Leistungen seiner Boxer liegen ihm am Herzen. „Die Schule kommt klar an erster Stelle und erst dann folgt das Boxen. Meine Boxer sollen Vorbilder sein. Deshalb freue ich mich auch richtig, dass Deniz seinen Realschulabschluss schaffte.“

Gespannt ist Wöckel auch auf den ersten Auftritt des 15-jährigen Ibrahim Sürücü, der im Fliegengewicht startet. „Er hat gute boxerische Veranlagungen und jetzt muss er im Ring zeigen, was er kann.“

Der Ring bereitet immer noch große Sorgen

Doch bevor die Boxer in den Ring steigen dürfen, müssen sie noch zwei Hindernisse überwinden. Zuerst steht die Waage auf dem Programm, damit keiner der Sportler über dem Limit seiner Gewichtsklasse ist.

Anschließend wird der Kämpfer auf seine Boxfähigkeit hin ärztlich untersucht. „Da fallen immer ein paar Kämpfer durch“, weiß Wöckel erfahrungsgemäß. Wenn auch diese Hürde genommen ist, steht dem Gong nichts mehr im Wege. „Das Ding wird gut laufen“, ist sich Wöckel sicher.

Sorgen bereitet dem Königsbrunner Trainer weiterhin die Unterbringung des Boxrings. Momentan versteckt er den Ring irgendwo in Königsbrunn, doch ein Dauerzustand kann dies für alle Beteiligten nicht sein. „An der misslichen Lage ändert sich seit Langem nichts. Die Parteien sind schon gewillt, aber eine Lösung ist nicht in Sicht“, klagt Wöckel.

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