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Handball, Bezirksoberliga

20.03.2016

Beim Gegner steht der Trainer im Tor

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Eine gute Figur machte der ehemalige Trainer des TSV Bobingen, Romeo Stoica, zwischen den Pfosten des SC Ichenhausen. Dennoch konnte er die 27 Treffer und den Sieg der Schwabmünchner (hier Alexander Kreutz beim Wurf) nicht verhindern.

 Schwabmünchen gewinnt das letzte Spiel der Saison gegen den abstiegsgefährdeten SC Ichenhausen knapp und feiert trotz des verpassten Aufstiegs

Unerwartet spannend und emotionsgeladen verlief das für den TSV Schwabmünchen eigentlich bedeutungslose Saisonfinale gegen den SC Ichenhausen. Nach einer klaren Leistungssteigerung in Halbzeit zwei ging das Duell Gelb-Blau gegen Königsblau am Ende mit 27:25 an den TSV.

Auch wenn die Grundschulhalle verständlicherweise nicht mehr ganz so gut besetzt war wie in den letzten Heimspielen, hatten sich doch noch einmal erfreulich viele Handballfans eingefunden, um die Saison mit ihrem Team ausklingen zu lassen. Dabei nahm die Partie von Anfang an so gar nicht den Verlauf, den man vom Duell des Tabellenzweiten mit einem noch akut abstiegsgefährdeten Gegner erwarten durfte.

Während die Schwabmünchner sichtlich Probleme hatten, für diese Partie noch einmal auf Betriebstemperatur zu kommen, zeigte die etwas undurchsichtige, aber auf jeden Fall neue Konstellation auf der Ichenhauser Trainerbank Wirkung. Der eigentliche Cheftrainer Romeo Stoica stand zwischen den Pfosten, geführt wurde das Team aber auf der Bank vom langjährigen SCI-Coach Klaus Hornung. Nicht ganz überraschend agierten die Gäste so im alten bewährten Spielsystem und präsentierten sich auf einmal wieder als konkurrenzfähige Bezirksoberligamannschaft. 14 Gegentreffer mussten die Gelb-Blauen in der ersten Hälfte schlucken, eigentlich im Handball nichts Ungewöhnliches, aber für Schwabmünchner Verhältnisse in dieser Spielzeit ein sehr hoher Wert. Nachdem sich die Hausherren im Gegenzug eine Vielzahl vergebener Einwurfchancen (unter anderem drei Siebenmeter) erlaubten, ging es mit einem enttäuschenden 11:14 in die Pause. Laut geworden soll es in der Kabine laut Ohrenzeugen nicht sein, aber auf jeden Fall kam eine Schwabmünchner Mannschaft auf das Feld zurück, die noch einmal viel gab, um sich aus dem Sumpf zu ziehen.

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Über die jetzt auftrumpfende linke Angriffsseite mit Peter Bürgle und Christian Weichel war beim 18:18 der Ausgleich hergestellt, der SCI ließ sich allerdings bis zum 24:24 nicht abschütteln und fightete mit aller Macht um den einen Punkt, der den sicheren Ligaerhalt bedeutet hätte. Drei starke Paraden von Schwabmünchens Keeper Tobias Hübenthal und schnelle Treffer im Gegenzug entschieden dann allerdings in den Schlussminuten die Partie für die Hausherren.

Auch wenn das weiter bestehende große Ziel Meisterschaft und Aufstieg knapp verpasst wurde, war die Stimmung in der Kabine und bei der Abschlussfeier im Barhaus durchaus ausgelassen. Es hat schon schlechtere Spielzeiten beim TSV Schwabmünchen gegeben.

TSV Schwabmünchen Enchev, Hübenthal (beide im Tor); Zanker (1), Gleich (2), Reinsch (3), Thumm (1), Bürgle (6/5), Weigelt, Bartl (3/1), Kreutz, Weichel (5), Scholz (3/1), Reichenberger (3). (SZ)

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