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Hallenfußball

12.01.2020

Bobingen und Königsbrunn sorgen für Furore

Das Team des TSV Bobingen trumpfte bei den schwäbischen Hallenmeisterschaften 2020 groß auf und wurde in Günzburg Vizemeister.

Der TSV Bobingen wird schwäbischer Vizemeister und Türkgücü Königsbrunn scheitert erst im Halbfinale an Titelverteidiger Gundelfingen. Wie die Spiele verliefen.

Bei der 41. schwäbischen Hallenmeisterschaft schnitten die beiden heimischen Vereine TSV Bobingen und der SV Türkgücü Königsbrunn ausgesprochen gut ab und sorgten in den Gruppenspielen und auch noch im Halbfinale für Furore. Letztlich mussten sich beide Teams aus dem Landkreissüden dem gleichen Gegner geschlagen geben, nämlich dem FC Gundelfingen, der den Titel des schwäbischen Hallenmeisters souverän verteidigte. Türkgücü Königsbrunn scheiterte im Halbfinale mit 1:4 und der TSV Bobingen im Finale mit 0:6 an dem starken Landesligisten. Ein Trost für die Bobinger ist die mit der Finalteilnahme verbundene Qualifikation zur nächsten Schwäbischen Hallenmeisterschaft und die Wahl ihres Torhüters Adrian Schlotterer zum besten Torwart des Turniers. Cemal Mutlu vom SV Türkgücü Königsbrunn wurde als bester Feldspieler ausgezeichnet. Der Turnierverlauf:

Bobingen siegt im Gruppenspiel gegen Gundelfingen

Gruppe 1 Der TSV Bobingen gewann das Eröffnungsspiel gegen den restlos enttäuschenden Landesligisten 1.FC Sonthofen glatt mit 3:0 und der FC Gundelfingen gewann ebenso sicher 2:0 gegen den TSV Wertingen. Im zweiten Spiel hatten die Bobinger etwas Pech, als sie nach einer 1:0-Führung einen Zehnmeterstrafstoß vergaben, danach nur den Innenpfosten trafen und dann auch noch den Ausgleich der Wertinger kassierten. Da Gundelfingen und Wertingen ihre Spiele gegen den 1.FC Sonthofen, der nur einen Auswechselspieler auf der Bank hatte, mit 3:0 beziehungsweise 4:2 gewannen, musste im letzten Spiel mindestens noch ein Punkt her. Gegen den bereits für das Halbfinale qualifizierten FC Gundelfingen gelang aber sogar ein klarer 3:0-Sieg und damit war der TSV Bobingen sogar der Erstplatzierte dieser Hammergruppe.

Gruppe 2 Zum Auftakt gab es das Türkgücü-Duell zwischen den Teams aus Lauingen und Königsbrunn. Das Lauinger Überraschungsteam aus der Kreisklasse machte es dem Bezirksligisten sehr schwer, der am Ende froh war, dass Kaan Dogan noch den 1:1-Ausgleich erzielte. Die Lauinger hatten den lautstärksten Anhang mit Trommeln und Fangesängen und das machte sogar die Königsbrunner Spieler nervös. In den anderen Spielen feuerten die Fans aus Nordschwaben aber auch das Türkgücü-Team aus Königsbrunn an. Im zweiten Spiel setzte sich der BSK Olympia Neugablonz, der ohne seine drei Bayernauswahlspieler antrat, mit 3:2 gegen den TSV Meitingen durch. Königsbrunn konterte dann die Neugablonzer gnadenlos mit 5:0 aus und bestraften damit die Spielweise ihres Torhüter Dennis Starowoit, der sich meist über die Mittellinie hinaus wagte. Mit dem 3:0 über den TSV Meitingen sicherte sich das Team von Spielertrainer Burak Tok dann den Gruppensieg. Nun ging es zwischen Lauingen und Neugablonz um den zweiten Platz, und hier behielt Lauingen mit 2:1 die Oberhand.

Bobingen und Königsbrunn sorgen für Furore

Halbfinale Das erste Halbfinalspiel zwischen dem TSV Bobingen und Türk Gücü Lauingen war eine Halbzeit lang völlig ausgeglichen. Doch gleich nach dem Seitenwechsel brach Adrian Schloßer mit dem 1:0 den Bann. Danach fielen die Tore im Minutentakt bis zum 5:0 und in der Schlussminute stellten erneut Schloßer und Berkay Akgün den 7:0 Endstand her. Somit konnte der starke Bobinger Anhang jubeln und laut die Gesänge „Finale, Finale“ anstimmen.

Türkgücü Königsbrunn startet vielversprechend

Im zweiten Halbfinale startete der SV Türkgücü Königsbrunn gegen den Titelverteidiger FC Gundelfingen vielversprechend mit dem Führungstreffer durch Erdinc Kaygisiz. Die routinierten Gundelfinger drehten das Ergebnis aber noch in den ersten zwölf Minuten auf 1:2. Im zweiten Abschnitt drängte Türkgücü zwar auf den Ausgleich, aber kam kaum gegen die starke Abwehr des Landesligisten an. In den Schlussminuten agierte Burak Tok als fünfter Feldspieler und nahm Torwart René Bissinger heraus. Doch statt den Ausgleich zu erzielen, fingen sich die Königsbrunner noch zwei Konter zum 1:4-Endstand ein. Burak Tok erkannte den verdienten Sieg des Gegners an und sagte nach dem Spiel. „Die Gundelfinger waren am Ende körperlich stärker, aber wir können bei unserer ersten Teilnahme mit dem Erreichen des Halbfinales sehr zufrieden sein“.

Adrian Schlotterer (links) vom TSV Bobingen wurde als bester Torwart und Cemal Mutlu vom SV Türkgücü Königsbrunn als bester Feldspieler ausgezeichnet.

Klare Niederlage im Finale für Bobingen

Finale Nach den vorher gezeigten Leistungen galt das Bobinger Team des Trainerduos Marco Di Santo und Michael Deschler unter den Zuschauern sogar als leichter Favorit gegen den Vorjahresmeister FC Gundelfingen. Doch nach acht Minuten gab es einen Sechsmeterstrafstoß für Gundelfingen, nachdem Bobingens Torwart Adrian Schlotterer einen Stürmer mit ausgestreckten Armen zu Fall brachte und dafür die gelbe Karte kassierte. Michael Grötzinger ließ sich diese Chance nicht entgehen und schon eine Minute später erhöhte Maximilian Braun auf 2:0. Ein Traumtor von Janik Noller markierte den 3:0-Pausenstand. Damit war die Partie so gut wie entschieden und die bärenstarken Gundelfinger bauten ihren Sieg noch bis zum 6:0-Endstand aus. Bobingens Trainer Marco die Santo nahm es gelassen: „Wir können uns kurz über die Höhe der Niederlage ärgern, aber insgesamt war es ein Superturnier von uns.“

Das Turnier sahen etwa 650 zahlende Zuschauer und rund 300 geladene Gäste. Die Stimmung auf beiden Tribünen war prächtig. Schwäbischer Meister bei den Frauen wurde die SpVgg Kaufbeuren.

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