Fußball

12.02.2019

Bunt und emotionsgeladen

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Riesenjubel beim Nachwuchs des Karlsruher SC nach dem Finalsieg gegen den Titelverteidiger SLASK Breslau.

Bei den zweiten Juniorenmasters in Schwabmünchen zeigt der kickende Nachwuchs was er kann. Am Ende holt der Karlsruher SC den Pokal. Aus der Region schafft es nur Schwabmünchen in die Finalrunde

Heftig atmend bückt sich im Finale der Juniorenmasters ein KSC–Spieler nach dem Ball. Doch nicht nur bei den Nachwuchskickern lassen sich die Strapazen des Wochenendes erkennen. Vor allem bei den beiden Organisatoren Lars Burkert und Mario Franzisci ist das kräftezehrende Wochenende schon von Weitem zu erkennen. Doch wie auch bei den kickenden Kindern ist da auch dieses Blitzen in den Augen. Dieser Moment von Glück und Stolz.

Während die Nachwuchsfußballer beim Finalturnier am vergangenen Wochenende beeindruckenden Fußball aufs Parkett der Schwabmünchner LWS-Turnhallen zaubern, sorgen Mario und Lars mit einer großen Helferschar für einen reibungslosen Ablauf.

Gerade am Samstag, als 40 Teams antraten, um sich für die Finalrunde am Sonntag zu qualifizieren, drohte die Halle aus allen Nähten zu platzen. Auf dem Gang über der Tribüne standen die Zuschauer in Zweierreihen und genossen den Auftritt der Nachwuchskicker.

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Die zeigten schon am Samstag einen guten Fußball – und legten allesamt in der Endrunde am Sonntag noch eine Schippe drauf. Was sicher aus daran lag, dass mit einigen Ausnahmen die „Großen“ unter sich waren.

Der TSV Schwabmünchen schaffte es als einziges Team aus der Region, auch am Sonntag nochmals mitwirken zu dürfen. Doch gegen die Mannschaften der Nachwuchsleistungszentren oder dem internationalen Spitzenfußball gab es für die Heimteams nichts zu holen.

Kein Wunder, dass im Achtelfinale das Schaulaufen der großen Namen begann. SpVgg Unterhaching, 1860 München, Fenerbahce Istanbul, Crystal Palace, Karlsruhe und Titelverteidiger Breslau waren unter anderem da dabei. Dabei gab es die eine oder andere Überraschung. So war für die hoch gehandelten Jungs aus London in der Runde der letzten 16 etwa überraschend gegen Sturm Graz Schluss, auch Istanbul verabschiedet sich da schon gegen die Münchner Löwen aus dem Turnier. Das führte im Viertelfinale zu einem Münchner Derby, denn da ging es für die Löwen gegen Unterhaching. Da durchlebte vor allem der Hachinger Torhüter ein Wechselbad der Gefühle. Erst musste der die Löwen-Führung auf seine Kappe nehmen, eher dann im Neun-Meter-Schießen zum Helden wurde. Im Halbfinale war für die Münchner dann aber Schluss, denn Titelverteidiger Breslau nahm nach durchwachsener Vorrunde immer mehr Fahrt auf und zeigte, dass mit den Jungs aus Polen noch zu rechnen ist.

Im Finale wartet der Karlsruher SC auf die Polen. Die Badenser marschierten souverän durchs Achtel- und Viertelfinale. Im Halbfinale zeigten die Jungs mit den buntesten Schuhen des Turniers, dass sie es auch dramatisch können. In einer engen Partie gegen die starken Jungs des SSV Ulm behielten sie dank einer vor allem taktisch beeindruckenden Leistung mit 1:0 die Oberhand.

Das Finals setzte einem tollen Fußballtag in Sachen Tempo, Spannung und Dramatik die Krone auf. Breslau führte relativ schnell mit 1:0, doch die Karlsruher steckten nie auf, kamen aber gegen die taktisch fast schon überragend verteidigenden Polen kaum zum Zug. Zwölf Sekunden vor dem Ende nutze der KSC einen Freistoß, um zu zeigen, dass es manchmal auch ohne die hohe Fußballkunst gehen kann. Die Jungs in Blau-Gelb warfen alles nach vorne und droschen den Ball hinterher. Mit Erfolg. Mehrfach abgefälscht schlug die Kugel zum Ausgleich in Breslauer Tor ein. Also musste die Entscheidung im Neun-Meter-Schießen fallen. Da hatten die Jungs aus Karlsruhe am Ende die besseren Nerven und das nötige Glück. Was folgte, war auf der Einen Seite Jubel wie beim Gewinn der WM und Tränen aufseiten bei den Polen, die sich aber wieder rasch fingen und dem KSC zum Sieg gratulierten.

Kein Wunder, dass das Fazit von Mario Franzisci positiv ausfiel. „Wir hatten eine volle Halle, tollen Sport und tolle Stimmung. Viele Teams wollen wieder kommen“, so der Organisator, der nicht ohne Stolz ergänzt: „Mit insgesamt 120 Mannschaften war dies das größte Indoor-Nachwuchsevent in Europa.“

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