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Fußball

24.02.2019

Comeback nach der Horror-Verletzung?

Man sieht es Salim Fagieri nicht mehr an, doch vergangenes Jahr erlitt er bei einem Fußballspiel mehrere Knochenbrüche im Gesicht. Eigentlich wollte er im März sein Comeback beim FC Kaufering feiern. Doch es gibt Zweifel.
Bild: Thorsten Jordan

Salim Fagieri erlebte im vergangenen Jahr eine schlimme Verletzung. Ob der Torhüter des FC Kaufering im März wieder auf dem Platz steht, ist nicht sicher. Erst steht noch eine OP an.

„Der Heilungsprozess geht gut voran. Die Schwellungen sind abgeklungen und ich nehme keine Schmerzmittel mehr“, sagt Salim Fagieri. Vor fast genau fünf Monaten, am 16. September 2018, erlebte der Torhüter des FC Kaufering einen Albtraum: Beim A-Klassen-Spiel in Dettenschwang prallte er bei einer Parade mit einem gegnerischen Spieler zusammen und blieb erst mal bewusstlos liegen.

Mit dem Rettungshubschrauber war der 23-Jährige in die Unfallklinik nach Murnau geflogen worden, da zunächst auch eine Verletzung der Wirbelsäule nicht ausgeschlossen werden konnte. Das bestätigte sich zum Glück nicht, doch die Diagnose der Ärzte war dennoch niederschmetternd: Kiefer- und Jochbeinbruch sowie ein Bruch der Augenhöhle. Mehrere Operationen folgten, in denen ihm Titanplatten eingesetzt wurden. Wochenlang konnte er wegen des gebrochenen Kiefers nur Flüssiges zu sich nehmen und verlor in dieser Zeit sieben Kilo. Trotzdem: Nur gut vier Wochen nach dem Unfall dachte Fagieri schon wieder über ein Comeback nach, sobald die Platten in seinem Gesicht entfernt seien.

Augenverletzung bereitete Sorgen

Besonders die Verletzung an seinem Auge bereitete Salim Fagieri große Sorgen. Lange war nicht sicher, ob er sein volles Sehvermögen zurückerlangen würde. „Jetzt habe ich auch mit dem Auge keine Probleme mehr. Ich habe nur noch Druckschmerzen, aber das ist normal.“ Auch zu Untersuchungen zum Augenarzt müsse er nun nicht mehr so häufig. „Nur nach der Operation, dann wahrscheinlich noch mal.“

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Denn im März steht die „endgültige Operation an, da kommen die Platten wieder raus“, erklärt der gebürtige Mongole, der im Alter von drei Jahren mit seiner Familie nach Deutschland gekommen war. Die Ärzte im Murnauer Krankenhaus hätten tolle Arbeit geleistet, lobt Fagieri. „Schon eineinhalb Wochen nach der Entlassung konnte ich auch wieder ganz normal in die Arbeit gehen.“

Mit der Entfernung der Platten würde auch sein Comeback auf dem Fußballplatz näherrücken: Am 24. März startet der FC Kaufering mit einem Heimspiel gegen Erpfting in den zweiten Teil der Punktrunde in der A-Klasse. Ob Fagieri dann auf dem Platz stehen wird? „Die Lust zu spielen ist natürlich immer noch da. Aber zeitliche Gründe und der Unfall bringen mich zum Nachdenken, denn den vergisst man nicht so schnell.“

Noch keine Entscheidung gefallen

Und damit kommt auch die Angst, erneut eine so schwere Verletzung zu erleiden. „Wenn man wieder auf dem Feld steht und die ersten Minuten überstanden hat, ist es wahrscheinlich gar nicht mehr so schlimm. Aber die Überwindung, überhaupt aufs Feld zu gehen, ist, denke ich, schon groß.“ Fagieris Verlobte und seine Familie wären wahrscheinlich froh, wenn er nicht mehr mit dem Fußballspielen anfangen würde, vermutet der Kauferinger. „Für sie war das Leid größer als für mich. Sie haben sich die ganze Zeit Sorgen um mich gemacht.“ Seine Angehörigen würden ihn aber nicht überreden, mit dem Fußballspielen aufzuhören. „Natürlich hört man sich die Meinungen der anderen an, aber die Entscheidung treffe ich alleine.“ Und die ist noch nicht gefallen, betont Fagieri, der seit 18 Jahren Fußball spielt, aber erst zu Saisonbeginn ins Tor gewechselt war – und dort seine erste Verletzung überhaupt erlitt. Sicher ist bislang nur, dass er sportlich aktiv bleiben will. „Ob es dann noch mal eine Ballsportart sein wird, weiß ich nicht. Ich könnte mir auch im Bereich Fitness etwas vorstellen.“

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