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Hallenfußball

03.01.2020

Darf an Dreikönig wieder gejubelt werden?

Die Fußballer des TSV Bobingen (links Michael Zedelmeier, rechts Berkay Akgün) siegten bei der Landkreismeisterschaft und wollen sich nun für die schwäbische Hallenfußball-Meisterschaft in Günzburg qualifizieren.
Bild: Marcus Merk

Der TSV Bobingen und Türkgücü Königsbrunn wollen sich am Montag für die schwäbische Hallenmeisterschaft qualifizieren. In Fischach sind die Ziele bescheidener.

Für die besten Hallenfußball-Teams der Region steht die nächste Runde an. Die beiden Bezirksligisten TSV Bobingen und TSV Königsbrunn sowie der Kreisklassist TSV Fischach haben sich für die Meisterschaft des Fußballkreises Augsburg qualifiziert, an der am Dreikönigstag ab 13 Uhr in der Sporthalle des TSV Friedberg Teams aus der Stadt Augsburg und den Landkreisen Augsburg und Aichach-Friedberg teilnehmen. Was sich die Mannschaften auf unserer Region vorgenommen haben:

TSV Bobingen Der Landkreismeister bekommt es in seiner Gruppe mit den Bezirksliga-Konkurrenten Viktoria Augsburg und TSV Neusäß sowie dem FSV Inningen (Kreisklasse) zu tun. „Wir würden das Turnier natürlich gerne gewinnen und rechnen uns auch Chancen aus“, sagt der Bobinger Trainer Marco Di Santo. Doch auch das Erreichen des Finales wäre ein prima Ergebnis, weil man dann für die schwäbische Endrunde am 11. Januar in Günzburg qualifiziert wäre. „Das war ein tolles Erlebnis im vergangenen Jahr, und da wären wir gerne wieder dabei“, so Di Santo.

Wie kommt es, dass die Bobinger in der Halle immer so stark aufspielen? „Wir haben einen Kern von etwa zehn Spielern, die richtig Spaß am Hallenfußball haben und auch regelmäßig in der Halle trainieren“, sagt Di Santo. Und deshalb wird er wieder auf die Mannschaft zurückgreifen, die den Landkreis-Titel gewinnen konnte – bis auf eine Ausnahme: Für den verhinderten Michael Zedelmeier rückt Neuzugang Adrian Schlosser ins Team.

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Noch wichtiger ist dem Bobinger Coach aber, dass sich niemand verletzt. Deshalb kann er auch die Entscheidung, die Grätsche in der Halle zuzulassen, nicht verstehen: „Bei der Landkreismeisterschaft hat man schon gesehen, dass so was zu bösen Verletzungen führen kann. Ich habe meinen Jungs gesagt, sie sollen darauf verzichten.“

Türkgücü Königsbrunn Der Landkreises-Vizemeister SV Türkgücü Königsbrunn hat für das Turnier ein klares Ziel. „Wir wollen an der schwäbischen Hallenmeisterschaft teilnehmen, was uns ja nach unserem Vorjahressieg bei der Landkreismeisterschaft schon versprochen worden war“, sagt Spielertrainer Burak Tok. Durch die Änderung des Turniermodus muss sich Türkgücü aber nun erneut qualifizieren, und das geht nur über das Erreichen des Finales am Dreikönigstag in Friedberg. Burak Tok freut sich darüber, dass es dort zwei Gruppen mit je vier Mannschaften gibt und es nicht gleich mit einem K.O.-Spiel losgeht. Die ersten beiden Gegner sind die Überraschungsteilnehmer Sportfreunde Friedberg (A-Klasse Augsburg-Ost) und TSV Fischach (Kreisklasse). Gegen die Fischacher wurde am vergangenen Sonntag das Halbfinale mit 4:1 gewonnen. Zum Gruppenfinale kommt es zur Begegnung mit dem FC Stätzling aus der Bezirksliga Nord. „Das Halbfinale sollte machbar sein und dort wartet dann vermutlich einer der drei Bezirksligisten aus der anderen Gruppe auf uns. Da entscheidet dann oft das Spielglück“, meint Burak Tok. Er wird mit den gleichen Spielern wie beim Fischacher Turnier antreten und auch selbst nach überstandener Verletzung wieder mitspielen. Zudem hofft er noch auf Verstärkung durch Oguzhan Karaduman und Erdinc Kaygisiz, die in Fischach nicht dabei waren.

TSV Fischach Der Dritte im Bunde aus unserer Region ist der TSV Fischach, der sich als Halbfinalist bei der Landkreismeisterschaft ebenfalls für das Turnier qualifiziert hat. Das ist für Dominik Bröll schon ein großer Erfolg gewesen, wobei der Trainer der Fischacher aber betont, dass man nicht mit Dusel weitergekommen sei: „Das haben sich die Jungs schon verdient. Das Spiel gegen Anhausen, wo wir den Einzug ins Halbfinale klar gemacht haben, war vollkommen ausgeglichen. Da hätten beide Teams einen Sieg verdient gehabt.“

Von der Qualifikation für die Schwäbische will Dominik Bröll nicht sprechen: „Wir wollen das Turnier genießen und hoffen, dass ein paar mehr Zuschauer kommen als bei der Landkreismeisterschaft in Fischach. Aber wir werden auch nicht mit gebrochenem Herzen rausgehen, wenn wir drei Spiele verlieren. Die Jungs sollen Spaß haben, und wenn wir den einen oder anderen Punkt mitnehmen, wäre das eine super Sache. Wichtig ist, dass wir uns gut präsentieren, nicht unter die Räder kommen und vor allem, dass sich niemand verletzt, denn wir haben eh schon viele Ausfälle durch Verletzungen.“

Deshalb ist auch Bröll sauer, dass jetzt wieder gerätscht werden darf: „Das einzig gute bei der Einführung von Futsal war das Verbot von Grätschen. Und dass das jetzt wieder aufgehoben wird, ist völlig sinnfrei.“

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