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Handball

07.11.2017

Das war einfach zu wenig

Timo Strehle zeigte gegen Haunstetten ein klasse Spiel und warf aus allen Lagen Tore.
Bild: Reinhold Radloff

Die Schwabmünchner Männer trotzen Haunstetten ein Unentschieden ab. Was war mit den Frauen los?

Zwei ganz enge Spiele und am Ende nur wenige glückliche Gesichter im Lager der Schwabmünchner Handballer. Während die Männer im Bezirksoberligaschlager von den Fans für ein 27:27 gegen Tabellenführer Haunstetten II gefeiert wurde und dennoch nicht wirklich zufrieden schienen, kassierten die Frauen gegen Tabellenschlusslicht Kissinger SC II eine vollkommen unerwartete 16:17-Pleite.

„Es gibt ein Spiel im Jahr, auf das ich mich immer am meisten freue und das ist die Partie in Schwabmünchen. Stimmung und Atmosphäre sind einfach immer toll“, gab der siebenfache Haunstetter Torschütze Hannes Spörhase im Kabinengang nach einer mitreißenden Bezirksoberliga-Partie zu Protokoll. Tatsächlich bildeten weit über 200 großartig mitgehende Zuschauer einen prächtigen Rahmen für das mit Spannung erwartete Duell der Gelb-Blauen mit dem noch verlustpunktfreien Tabellenführer aus der Augsburger Vorstadt.

Nach der schwachen Vorstellung in Göggingen hatte Coach Marcus Wuttke offensichtlich die richtigen Worte gefunden. Die Startphase gehörte dennoch den Gästen, die sich mit dem aktuell in Bayernligamannschaft pausierenden Rückraumriesen Stefan Tischinger verstärkt hatten. Beim 1:4 (10.) folgte bereits das erste Time-out für Schwabmünchen. Danach setzten sich die Gastgeber endlich auch erfolgreich gegen die Haunstetter 6:0-Abwehr in Szene. Der Ball lief mit viel Druck durch die Reihe der Gelb-Blauen und gestalteten die Partie offen. 6:6 und 12:12 hieß es bis zur Halbzeit.

Nach dem Wiederanpfiff wogte das Spiel bei hoher Intensität und immer größer werdenden Lautstärkepegel auf den Rängen bis in die dramatische Schlussphase. Der an diesem Abend auffälligste Schwabmünchner Timo Strehle knallte das Leder immer wieder unwiderstehlich in die Maschen. Beim 26:24 (54.) schien ein Sieg in durchaus greifbarer Nähe und auch der letzte 15-sekündige Ballbesitz ging beim 27:27 an die Hausherren. „Viel Emotionen und Leidenschaft, das ist unser Weg. Das Team hat sich nach letzter Woche sehr lernfähig gezeigt.“, so ein zufriedener Marcus Wuttke nach einem tollen Handballspiel.

TSV Schwabmünchen T. Hübenthal, F. Hübenthal; Gleich (4), K. Scholz (1), Lindner, Bürgle (3), Wiedmer, Schüller (2/2), Bartl, Hänsel, L. Scholz (4), L. Reichenberger (4), Strehle (9);

Einen vollkommen unerwarteten Tiefschlag mussten im Anschluss die Frauen einstecken. Das 16:17 gegen Tabellenschlusslicht Kissinger SC II war die erste Niederlage im siebten Saisonspiel, verdiente Quittung für einen spielerisch wie kämpferisch ganz schwachen Auftritt. Ehe sich die offensichtlich ihrer Sache sehr sicheren Schwabmünchnerinnen umsahen, lagen sie gegen hoch motivierte und taktisch sehr disziplinierte Gäste mit 0:3 und 2:6 (8.) zurück. Dann stabilisierte sich die bis dahin komplett indisponierte Abwehr. Langsam kämpften sich die Gelb-Blauen zurück ins Spiel. Auch wenn im Angriff weiter vieles zäh und fehlerhaft blieb, schien bei einer 11:10-Halbzeitführung alles wieder halbwegs im Lot.

Auf insgesamt schwachem Niveau ging es bis zur 42. Minute eng weiter, als Öykü Keskin einen ihrer sieben Treffer zum 16:15 einnetze. Fast schon unglaublich: Es war das letzte Erfolgserlebnis des Tabellenführers an diesem Abend. Den leidenschaftlich fightenden Gästen genügte zwei ganze Tore in den letzten fast 20 Minuten, um das Spiel tatsächlich zu gewinnen. Dass man am Ende konsterniert feiernden Gästen auf dem Parkett der Grundschulhalle zusehen musste, hatten sich die Schwabmünchnerinnen ganz und gar selbst zuzuschreiben und es bleibt zu hoffen, dass das Team ab Montag die richtige Reaktion auf diesen Abend zeigt. (pr)

TSV Schwabmünchen Holland, Aßner; Nagel (1/1), Schaumann (1), Schuller (1), Bischof (1), Reim (3), Keskin (7/2), Schmid (1), Frommelt, Fischer, Beran, Rheindt (1), Maywald;

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