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Fußball,A-Klasse

08.11.2019

„Das wird ein ganz heißes Derby“

Bestens in Form ist derzeit der Türk SV Bobingen (in den roten Trikots), hier gegen die SpVgg Lagerlechfeld-Graben II.
Foto: Norbert Staub

Oben geht es richtig rund, unten bleibt es zäh. Herbert Wiest kann für die Winterpause einen besonderen Neuzugang melden

Während vier der ersten fünf Teams in der Fußball-A-Klasse in direkten Duellen aufeinandertreffen, liefern sich auch der SSV Bobingen und der TSV Straßberg ein direktes Duell, allerdings im Tabellenkeller. Dort steht auch der TSV Königsbrunn II, dem immerhin der erste Saisonsieg gelang.

In gänzlich anderen Sphären bewegt sich der Türk SV Bobingen. Obwohl nahezu die gesamte zweite Halbzeit in doppelter Unterzahl gespielt wurde, brachte das Team von Trainer Herbert Wiest einen ungefährdeten 4:1-Sieg ins Ziel. Damit sprang der Türk SV auf Rang zwei. Trotzdem konnten die Platzverweise dem Trainer nicht gefallen. „Das hat mich geärgert. Da müssen wir einfach cooler reagieren und dürfen uns nicht provozieren lassen. Wir schwächen uns nur selbst“, legte Wiest den Finger in die Wunde.

Trotzdem scheint das Team gefestigt, was den Trainer auch wieder milde stimmt: „Jetzt sind wir als Mannschaft zusammengewachsen“, erklärte Wiest. „Am Anfang war das mehr ein Sammelsurium.“ Mit acht Siegen aus den letzten neun Partien sind die Bobinger nach dem Holperstart in ihre Favoritenrolle hineingewachsen. Diese Rolle sieht Wiest für das kommende Wochenende allerdings nicht eindeutig vergeben. „Das wird ein ganz heißes Derby. Vielleicht das wichtigste in dieser Saison“, erklärt Wiest vor dem Schlagerspiel gegen Türkgücü II. „Auch wenn ich das ungern als Ziel ausgebe, aber ich wäre zufrieden, wenn wir am Sonntag einen Punkt ergattern.“

Der besagte Punkt würde dem Türk SV Bobingen nicht reichen, um auf Rang eins zu springen. Denn egal, wie das zweite Spitzenduell Hurlach gegen Kaufering II endet, eines der Teams würde vor dem Türk SV stehen. Wiest sieht die Situation gelassen: „Hätte mir vor ein paar Wochen jemand gesagt, dass wir nach der Vorrunde Tuchfühlung zur Spitze haben würden, hätte ich das sofort angenommen.“ Optimistisch stimmt den Trainer auch eine weitere Personalie, denn vom SV Schwabeggwechselt sein Sohn Florian Wiest in der Winterpause nach Bobingen. „Natürlich freut mich das und als Torschützenkönig der Kreisklasse ist er definitiv eine Verstärkung für uns.“

Acht Spiele ohne Sieg: Der SSV Bobingen gehört nach einem soliden Saisonstart zu den Kellerkindern der A-Klasse. „Mittlerweile kann ich nur noch von mangelndem Selbstvertrauen sprechen“, erklärte der sportliche Leiter Florian Oswald auf die bittere Serie angesprochen. Dabei haben die Siedler gegen viele Mannschaften gut mitgehalten. Allein viermal gab man einen deutlichen Vorsprung aus der Hand. „Höhepunkt war dann das 3:3 gegen den TSV Königsbrunn II“, erklärt Oswald. Die Königsbrunner standen zu diesem Zeitpunkt ohne Sieg auf dem letzten Platz. Der SSV führte bis 30 Minuten vor Schluss mit 3:0 und fing sich doch noch den Ausgleich in der Nachspielzeit ein. Ein konditionelles Problem? Oswald erklärt: „Wir haben unglaublich viele angeschlagene Spieler, die sich mit wenig Training von Spiel zu Spiel schleppen. Da fehlt natürlich am Ende die Kraft.“

Trotzdem stecken die Siedler den Kopf nicht in den Sand. Zunächst soll am Sonntag im Derby Straßberg geschlagen werden. „Das wird ein hartes Duell. Ich hatte Straßberg vor der Saison etwas stärker eingeschätzt, aber nun stecken die genauso hinten drin wie wir. Natürlich wollen wir das Heimspiel gewinnen.“ Überhaupt sollen bis zur Winterpause noch einige Punkte her, wenn es nach Oswald geht. Auch weil noch ein Nachholspiel gegen Reinhartshausen aussteht.

„Sechs Punkte wären natürlich ein Traum. Dann würden wir uns etwas Luft verschaffen“, erklärt Oswald hoffnungsvoll. Zum ersten Mal dreifach gepunktet hat der TSV Königsbrunn II am vergangenen Wochenende. Gessertshausen wurde souverän mit 4:0 geschlagen. Trainer Stephan Böck ist die Erleichterung anzumerken: „Wir haben endlich mal unsere Leistung abgerufen und auch in dieser Höhe verdient gewonnen.“ Trotzdem sieht Böck noch keinen Befreiungsschlag. „Die Liga ist in diesem Jahr ungewöhnlich stark. Darum wird sicher auch der Abstiegskampf mit den letzten drei, vier Mannschaften noch extrem lange und zäh. Ich bin aber froh, dass wir jetzt den Anschluss hergestellt haben.“

Mit dem SV Reinhartshausen und der SpVgg Langerringen II kommen nun zwei Teams aus der oberen Tabellenhälfte. „Beide Spiele werden sicher nochmals schwierig. Trotzdem wollen wir bis zur Pause noch den ein oder anderen Punkt sammeln.“

Außerdem steht die SpVgg Lagerlechfeld-Graben II am Sonntag vor der Herausforderung Langerringen II. Der TSV Bobingen II tritt in Gessertshausen an und will nach der 4:1-Schlappe bei Türkgücü II wieder überzeugen. (detc)

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