Eishockey

18.11.2019

Der EHC läuft nur hinterher

Das Spiel am Freitag in Landsberg hat dem kleinen Kader des EHC Königsbrunn (schwarze Trikots) wohl zu viel Kraft gekostet. Am Sonntag gegen Schongau liefen die Brunnerstädter ihrem Gegner ab dem zweiten Drittel nur hinterher.
Bild: Horst Plate

Nach dem intensiven Freitagsspiel geht Königsbrunn gegen Schongau die Kraft aus

Königsbrunn Nach dem Feuerwerk gegen Landsberg folgt am Sonntag der spielerische Burnout des EHC Königsbrunn. Mit 2:4 verlieren die Brunnenstädter das Derby gegen die „Mammuts“ der EA Schongau.

Für die Partie konnte EHC-Coach Waldemar Dietrich auf fast seinen gesamten Kader zurückgreifen. Allerdings muss er mindestens zwei Monate auf Verteidiger Luka Szegedin verzichten, der sich am Freitag gegen Landsberg eine Verletzung zuzog. Momentan stehen Königsbrunn nur fünf Verteidiger zur Verfügung.

Doch die Partie verlief zuerst vielversprechend. Beide Teams begannen auf Augenhöhe, den ersten Treffer markierte aber der EHC schon in der vierten Spielminute. Nachdem er zuvor gefoult wurde, trat Hayden Trupp höchstpersönlich zu einem Penalty an, den er dann auch wie schon am Freitag souverän im gegnerischen Kasten versenkte. Schongau war der erwartet unangenehme Gegner, der körperlich sehr präsent war, aber auch läuferisch einiges zu bieten hatte. Königsbrunn ließ einige Möglichkeiten aus und wurde in der 14 Spielminute dafür bestraft, als die Gäste einen Abpraller zum Ausgleich einnetzen konnten. Eine Minute vor der Drittelpause tankte sich dann Jakub Srámek durch die Reihen der Mammuts und schloss dann mit seinem Treffer zur 2:1 Führung ab. Mit dem knappen Ergebnis ging es dann auch in die erste Pause.

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Ab dem zweiten Drittel ging es abwärts

Im mittleren Spielabschnitt baute der EHC sichtlich ab, viele Fehlpässe und verlorene Zweikämpfe brachten die Gäste immer besser ins Spiel. Daraus resultierend waren Chancen für den EHC Mangelware, Schongau war meist einen Schritt voraus und kam nun zu deutlich mehr Torchancen. Allerdings verpassten es die Gäste, Kapital aus der Königsbrunner Schwäche zu schlagen. So hielt die knappe Königsbrunner Führung bis zum Drittelende.

Auch im letzten Spielabschnitt waren die Königsbrunner nur ein Schatten ihrer selbst und kassierten fünf Sekunden nach Wiederanpfiff den Ausgleichstreffer. Der EHC wirkte müde und ideenlos, die Gäste waren aber präsent und legten in der 50. Spielminute einen weiteren Treffer zum 2:3 nach. In Überzahl gelang den läuferisch überlegenen Gästen sogar das 2:4, die Partie war damit gelaufen. EHC-Coach Dietrich wechselte kurz vor Spielende Goalie Hetzel zugunsten eines weiteren Feldspieler aus, doch von Königsbrunner Seite aus kam nichts mehr. Mit dem 2:4 holen sich die Mammuts den ersten Auswärtssieg in dieser Saison.

Schongau entführt verdient drei Punkte aus Königsbrunn, am Ende waren die Mammuts dem EHC in allen Belangen überlegen. Nach der saft- und kraftlosen Vorstellung der Brunnenstädter gibt es unter der Woche viel zu tun für Trainer und Betreuer, immerhin bleibt Königsbrunn auf dem neunten Tabellenplatz. Die Mammuts verlassen nach dem Sieg den letzten Rang, auf diesem stehen nun die Bad Kissinger „Wölfe“.

Sichtlich enttäuscht war nach dem Spiel EHC-Coach Waldemar Dietrich: „Gratulation an Schongau, die haben heute verdient gewonnen. Wir hatten heute im ersten Drittel gleich drei Überzahlsituationen, haben aber nichts draus gemacht. Die Mannschaft war heute wie ausgewechselt zum Spiel gegen Landsberg. Natürlich hat der Freitag viel Kraft gekostet, aber da müssen wir eben clever spielen. Wir hatten kaum Chancen in Überzahl, haben zu kompliziert gespielt. Unsere Schüsse aufs Tor hat Schongau gut blockiert, die Pässe kamen zu 90 Prozent nicht an. Wir haben dann noch umgestellt, gebracht hat es allerdings nichts. Die drei Punkte sind nun weg, bitter für uns, aber nun gilt es sich auf den nächsten Gegner zu konzentrieren.“

Tore 1:0 Trupp (4.), 1:1 Muík (Findl) (14.), 2:1 Srámek (Reuß, Neuber) (19.), 2:2 Wagner (Kopeck) (41.), 2:3 Kopeck (Muík, Holzmann) (50.), 2:4 Steiner (Lautenbacher) (57.)

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