Fußball-Kreisklasse

05.10.2019

Der Fluch des Spitzenreiters

Bereits heute erwartet Hiltenfingens Trainer Vahid Duravotic den FSV Wehringen im Wertachstadion.
Bild: Marcus Angele

Nach Schwabegg verliert auch Inningen als Tabellenerster sein Spiel

Momentan scheint ein Fluch auf Tabellenplatz eins der Kreisklasse Augsburg Süd zu lasten: Jedes Team auf Rang eins verlor bisher die nächste Partie und gab die Führung wieder ab. Nun ist Kleinaitingen an der Reihe. Doch auch hier scheinen die Vorzeichen schlecht auf eine längere Verweilzeit ganz oben: Mit großen Verletzungssorgen reist der FCK an diesem Wochenende nach Inningen – und die haben noch einiges vom Donnerstag gutzumachen. Viele mussten am Donnerstagabend gleich zweimal auf die Ergebnisse schauen: Zu überraschend war der deutliche 4:1-Sieg des bis dato nicht unbedingt als überlegen aufgetretenen FSV Wehringen gegen den Favoriten aus Inningen. Ganz langsam scheinen die Mechanismen im neu formierten Team von Florian Britsch zu greifen. Gerade die Abwehr harmonierte gegen Inningen exzellent. Und was nicht zu verteidigen war, wurde von Torhüter Ludwig Hemmerle entschärft. Die gleiche Leistung muss das Team nun auch im Spiel in Hiltenfingen auf den Rasen bringen, das bereits heute stattfindet. Vahid Duratovic wäre in Königsbrunn mit einem Unentschieden absolut zufrieden gewesen, da mit Daniel Schallner und Denis Pfender gleich zwei Stützen der ASV-Offensive ausfielen. Am Ende ging es mit einer 0:2-Niederlage nach Hause. Schallner wird voraussichtlich am Samstag wieder zur Verfügung stehen. Von der Tendenz her ist der Spielausgang hier offen. Nutznießer der Inninger Pleite war der FC Kleinaitingen, der den SV Untermeitingen in einem harten und engen Spiel mit 2:1 niederrang und sich auf Rang eins vorschob. Allerdings hat Coach Michael Imburgia große Verletzungssorgen. Insgesamt stehen ihm derzeit sieben Spieler nicht zur Verfügung. Somit wäre er im Auswärtsspiel beim FSV Inningen bestimmt mit einem Punkt sehr zufrieden.

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Ebenfalls verletzungsgeplagt aber zum dritten Mal hintereinander erfolgreich ist der TSV Fischach. Im Spiel gegen Walkertshofen zeigte Trainer Dominik Bröll ein glückliches Händchen. Sein Joker Salman Hakimi kam in der 70. Minute aufs Feld und traf nur sechzehn Minuten später zum glücklichen 1:0 für seine Farben. Jetzt wartet der SV Untermeitingen auf das Staudenteam, der Kleinaitingen lange Paroli bot und durchaus Chancen auf mindestens einen Punkt hatte. Der Fischacher Trainer erwartet hier ein enges Spiel auf Augenhöhe. Dagegen ist in Walkertshofen großer Frust angesagt. Nach den anfangs doch deutlichen Niederlagen verlor man die letzten beiden Partien äußerst knapp und unglücklich – aber Niederlagen bleiben eben Niederlagen und der Vogg-Elf muss langsam wirklich etwas einfallen, um endlich zu punkten. Am Sonntag können sich die Staudenkicker erholen. Die Partie gegen Langenneufnach wurde auf den 24. November verschoben.

Ein Treffen alter Bekannter gibt es in Schwabegg. Bereits in der Bezirksliga und Kreisliga gab es heiße Duelle zwischen dem SVS und dem SSV Margertshausen. Nun treffen sie sich in der Kreisklasse wieder und der SSV Margertshausen dürfte nach den letzten Spielen leicht favorisiert in die Partie gehen. Gegen Ustersbach lief die gesamte Partie an Schwabegg vorbei. Angefangen von einem verschossenen Elfmeter bis hin zu unerklärlichen Abwehrfehlern und Abschlussschwächen. Ein gut aufgelegter Florian Wiest wäre hier bestimmt hilfreich, der ist aber immer noch drei Spiele gesperrt. So müssen die Schwabegger schauen, dass sie sich wie gegen Inningen erfolgreich auf ihre kämpferischen Tugenden besinnen. Schließlich kommt es beim Tabellenvierten Ustersbach zum Treffen mit Tabellennachbar TSV Königsbrunn. Beide konnten am Tag der Deutschen Einheit wichtige Siege feiern und liegen derzeit nur zwei Punkte hinter Spitzenreiter Kleinaitingen. Ustersbach entwickelt sich langsam zum unangenehmen Dorn für Spitzenmannschaften. Nach Margertshausen durfte das auch Schwabegg erfahren und gegen den TSV Königsbrunn hat sich die Mannschaft auch viel vorgenommen. Ähnlich sieht es beim TSV Königsbrunn aus. Bis auf den Ausrutscher in Walkertshofen spielt das Team von Wolfgang Missenhardt in diesem Jahr einen schönen und schnellen Kombinationsfußball. Einzig die Abschlüsse und den letzten Pass bemängelte der Coach auch in der Partie gegen Hiltenfingen. „Da müssen wir einfach noch konsequenter und konzentrierter arbeiten. Aber sonst ist mein junges Team auf einem guten Weg“, meinte er glücklich nach dem Sieg. Vielleicht sehen wir dann am Sonntagabend eine der beiden Mannschaften als neuen Tabellenführer.

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