Eishockey

11.02.2018

Der Jubel ist noch nicht verhallt

Den Siegtreffer in Buchloe erzielte Matthias Forster. Damit ist der EHC Königsbrunn auf dem Weg Richtung Bayernliga.
Bild: Horst Plate

Der EHC Königsbrunn kämpft sich weiterhin Richtung Bayernliga, auch n Buchloe, allerdings mit Problemen

Nach einer hochdramatischen und sehenswerten Partie konnte sich der EHC Königsbrunn mit 4:3 nach Verlängerung gegen die Buchloer „Pirates“ durchsetzen. Dabei lagen die Gastgeber noch Sekunden vor Spielende in Führung.

Coach Fabio Carciola musste in dem Spiel auf einen defensiven Leistungsträger verzichten: Michael Folk verletzte sich und wird wohl einige Zeit ausfallen. Doch Königsbrunn startete konzentriert in die Partie und agierte aus einer gesicherten Defensive heraus.

Die Pirates setzten nach den ersten Minuten zwar mit einem Lattenschuss eine Duftmarke, waren aber danach zu harmlos und scheiterten mit direkten Schüssen an Königsbrunns Nummer eins im Tor, Markus Kring. Der EHC war in den ersten 20 Minuten die klar bessere Mannschaft, alle Spieler waren fokussiert und zeigten viel Einsatz. Mit dem 0:1 durch Jeffrey Szwez waren die Gastgeber noch gut bedient. Bis zum ersten Pausenpfiff fielen aber keine Treffer mehr.

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Im zweiten Spielabschnitt gab es wohl eine klare Ansage in der Buchloer Kabine, denn die Pirates zeigten sich nun aggressiver und nahmen jetzt den Kampf an. Königsbrunn hielt gut dagegen und generierte ebenfalls Torchancen, die Zuschauer sahen eine flotte Partie auf Augenhöhe. Jeff Szwez, der am Donnerstag die Geburt seines zweiten Sohnes feierte, sorgte mit seinem zweiten Treffer in der 36. Spielminute für den Drittelendstand.

Doch im letzten Spielabschnitt kassierte der EHC einige teilweise umstrittene Strafzeiten und brachte so die Pirates wieder ins Spiel, die innerhalb fünf Minuten ausglichen und sogar noch in Führung gingen. Königsbrunn musste so kurz vor Spielende nochmals volles Risiko gehen und Goalie Markus Kring zugunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis nehmen. Nachdem Buchloe schon in Unterzahl war, konnte Königsbrunn nun mit zwei Angreifern mehr in die Schlussoffensive gehen. Zehn Sekunden vor Abpfiff gelang dann auch der Ausgleich, der von den zahlreich mitgereisten Königsbrunner Fans frenetisch gefeiert wurde.

In der Verlängerung hatte der EHC das bessere Ende für sich, als Matthias Forster in der 65. Spielminute den entscheidenden Treffer zum 4:3 einnetzte und so den Königsbrunner Auswärtssieg sicherte.

Der EHC holt sich am Ende glücklich, aber trotzdem hochverdient, zwei wichtige Punkte und kann sich auf Platz zwei in der Verzahnungsrunde festsetzen. Wie schon in den letzten Partien waren der unbedingte Wille zum Sieg und eine geschlossene Mannschaftsleistung ausschlaggebend für diesen sehr knappen Auswärtserfolg. Buchloe bleibt auf dem fünften Rang, muss nun aber endlich punkten um aus der Abstiegszone herauszukommen.

EHC-Co-Trainer Sven Rampf war nicht gut auf die Unparteiischen zu sprechen: „Wir haben das Spiel stark begonnen und bis zum letzten Drittel kontrolliert. Allerdings hagelte es dann einige sehr kleinliche Strafzeiten gegen uns. Deswegen konnte Buchloe herankommen und sogar in Führung gehen. Zum Glück glichen wir aus und drehten die Partie verdient. Kompliment an die Mannschaft für diesen Riesensieg.“

Tore 0:1 Szwez (Fischer, Forster) (9.), 0:2 Szwez (Carciola) (36.), 1:2 Dropman (Bogner, Krafczyk) (50.), 2:2 Vit (Seifert) (52.), 3:2 Vaitl (Krafczyk) (55.), 3:3 P. Zimmermann (60.), 3:4 Forster (Carciola) (65.)

Strafminuten ESV Buchloe 10, EHC Königsbrunn 18+10

Zuschauer 418

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