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24.06.2009

Der Mann ohne Posten

Eigentlich wollte sie überhaupt nicht aufsteigen. Trotzdem schrammte die Spielvereinigung Lagerlechfeld/Graben haarscharf an der Kreisliga vorbei. Deshalb sitzt die Enttäuschung nicht sehr tief. Alle Konzentration gilt jetzt der neuen Saison. Dafür steht die Mannschaft so gut wie fest. Wir sprachen mit Manager Georg Käs.

Wie fällt Ihre Rückschau auf die vergangene Saison aus?

Käs: Der Aufstieg war nicht geplant. Wir strebten ihn eigentlich erst für 2011 an. Völlig überraschend schafften wir es bis in die Relegation, obwohl wir an Weihnachten drei wichtige Spieler verloren haben: Konrad Spatschek, Benjamin Veit und Wolfgang Schmid. Wir mussten die Mannschaft also mit Spielern der Zweiten und A-Jugendlichen auffüllen. Die Moral der Truppe war unglaublich. Sie zeigte Charakter und Geschlossenheit, obwohl wir mit dem Kader an der unteren Schmerzgrenze waren.

Wie sahen Sie die Aufstiegsspiele?

Der Mann ohne Posten

Käs: Gegen Bachern hat jeder gesagt: Da habt ihr keine Chance. Wir gewannen trotzdem, wenn auch nur im Elfmeterschießen. Gersthofen war eigentlich das einfachere Spiel, doch da mussten wir auf vier wichtige Spieler verzichten. Wir wollten die Bundeswehrler sogar noch aus Schweden einfliegen lassen, doch es hat nicht geklappt. Nach dem 0:2 machte die Mannschaft trotzdem ein großes Fest und schwor sich auf die kommende Saison ein.

Es geht das Gerücht, dass Lagerlechfeld groß eingekauft hat. Stimmt das?

Käs: Ich weiß, dass wir immer wieder mit Geld in Verbindung gebracht werden. Aber das war mal, um den Verein aus seinem Desaster herauszuholen. Heute werden bei uns eigentlich nur noch die beiden Spielertrainer bezahlt. Darüber hinaus kursieren die tollkühnsten Gerüchte, über die ich nur noch schmunzeln kann. Die Spieler, die zu uns kommen, sehen, dass bei uns etwas passiert, dass wir ein agiles junges Team mit perfekter Kameradschaft und Perspektive sind und wir die Höherklassigkeit anstreben. Deshalb kommen die Jungs zu uns, nicht wegen des Geldes. Einige Spieler haben sich sogar von sich aus angeboten, was uns selbstverständlich sehr freut.

Wie sieht der weitere fußballerische Weg der Spielvereinigung aus?

Käs: Wir wollen natürlich weiter nach oben. Unsere Jugendarbeit ist hervorragend. Wir haben starken Nachwuchs aus den eigenen Reihen vor allem in der A- und der B-Jugend und wollen unsere Sportanlage erweitern, die aus allen Nähten platzt. Natürlich steht uns nicht der Sinn danach, die Kreisklasse zu verwalten. Aber wenn wir jetzt sagen, dass wir unbedingt aufsteigen wollen, dann legt sich jeder gegen uns ganz besonders ins Zeug. Natürlich wollen wir vorne mitspielen. Aber wir erzwingen den Aufstieg nicht.

Sie haben keinen Posten im Verein. Warum eigentlich? Und warum kümmern Sie sich trotzdem so intensiv um die Abteilung?

Käs: Ich habe unserem Ehrenvorsitzenden Hans Winkler, als die Abteilung am Boden lag, versprochen, dass ich mich um sie kümmere. Das mache ich jetzt. Einen festen Posten kann ich aus beruflichen Gründen nicht annehmen. Das würde mich in ein zu starres Schema pressen. Aber natürlich bin ich jetzt mit viel Leidenschaft dabei.

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