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25.06.2009

Der Stichtag für die Amateurkicker naht

Hochbetrieb herrscht zurzeit an der Wechselbörse. In allen Spielklassen suchen die Vereine nach neuen Fußballern. Wobei der 30. Juni ein wichtiger Stichtag ist. Bis dahin müssen sich alle Kicker bei ihrem bisherigen Klub abgemeldet haben, um als Amateur wechseln zu können - egal ob Mann oder Frau.

"Noch immer gibt es viele Irrtümer im Zusammenhang mit Vereinswechseln", wie Passstellenleiter Stefan Schneider vom Bayerischen Fußball-Verband aus der täglichen Erfahrung weiß. Entscheidend ist die nachweisliche Abmeldung beim bisherigen Verein. Der Nachweis kann durch den Einschreibebeleg der Post erfolgen oder durch die Unterschrift mit Stempel beim alten Verein. Dann haben die Erwachsenen theoretisch immer noch bis zum 31. August (Junioren bis 30. September) Zeit, sich einem neuen Verein anzuschließen.

Ist die Freigabe korrekt erteilt?

Ob der Fußballer gleich auf Torejagd gehen darf, hängt von der Freigabe des alten Vereins ab. Ist die Freigabe erteilt, hat er sofortiges Spielrecht, andernfalls muss er bis 1. November warten. Doch keine Regel ohne Ausnahme: Wurde der Amateur sechs Monate in keinem Punkt-, Pokal- oder Privatspiel (auch Halle) eingesetzt, kann er ohne Sperre sofort zu einem neuen Verein wechseln. Und gegen Zahlung der normierten Ausbildungs- und Förderungsentschädigungen, die auch ligenabhängig ist, kann der neue Verein die Freigabe "erkaufen".

Der Stichtag für die Amateurkicker naht

Wer ist Vertragsspieler?

Etwas anders ist die Sache bei sogenannten Vertragsspielern (früher Vertragsamateure) gelagert. Bis 31. August kann jeder Kicker einen beim Verband angezeigten Vertrag mit mindestens 150 Euro Vergütung pro Monat unterzeichnen und bekommt sofortiges Spielrecht - unabhängig von der Freigabe durch den alten Verein. "Andere mündliche oder schriftliche Vereinbarungen, die nicht eingereicht wurden, sind bis auf wenige Ausnahmen wie etwa Freigabezusicherungen für den Verband uninteressant. Das Spielrecht wird sofort erteilt", so Schneider. Eine Ablösesumme ist in dem Fall nicht zu zahlen - vorausgesetzt der Spieler wechselt nicht zum zweiten Mal innerhalb kurzer Zeit.

Denn wenn ein Fußballer jetzt als Amateur zu einem Verein kommt und im August anderswo einen Vertrag unterschreibt, muss der neue Klub zahlen. Sogar frei verhandelbar ist die Summe, wenn der Kicker einen laufenden Kontrakt hat. Zu beachten ist auch: Ist der Vertrag ausgelaufen, ist der Spieler nicht automatisch ablösefrei. Es fallen die normierten Ausbildungs- und Förderungsentschädigungen an, außer der Spieler unterschreibt wieder einen neuen Vertrag oder pausiert sechs Monate ab dem Zeitpunkt des Vertragsendes.

Wichtig im Zusammenhang mit Vertragsspielern ist, dass sie als Arbeitnehmer gelten und neben Steuern auch die entsprechenden Sozialabgaben abzuführen sind. Wobei Schneider betont: "Nicht jeder Spieler, der 150 Euro oder mehr bekommt, muss beim Verband gemeldet werden. Dies ist regelmäßig nur dann der Fall, wenn der entsprechende Vertrag beim BFV eingereicht wurde und der Spieler den offiziellen Status aufweist. Entsprechende Abgaben beispielsweise im Rahmen eines Minijobs sind auch in den anderen Fällen zu entrichten."

Für wen gelten die Regeln?

Diese Regelungen gelten für alle Herrenspieler - und ab 1. August auch für die Junioren des Geburtsjahrgangs 1991, da diese dann zum älteren Jahrgang zählen. Ansonsten gilt für den Nachwuchs: nachweisliche Abmeldung bis 15. Juli und sofortiges Spielrecht bei Freigabe, drei Monate Pause bei Nicht-Freigabe durch den alten Verein ab dem Tag der Abmeldung. Sofern die Spieler 13 Jahre oder älter sind. Nachwuchskicker von den E-Junioren abwärts können nicht gesperrt werden.

Weiterführende Infos gibt es im Internet unter www.bfv.de

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