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Fußball-Nachlese

26.10.2020

Der verzweifelte Trainer

Paolo Maiolo hadert nach der siebten Niederlage in Folge mit dem Schicksal.
Bild: Nadine Kruppe

Plus Paolo Maiolo hadert nach der siebten Niederlage in Folge mit dem Schicksal und dem TSV Schwabmünchen. Die Skepsis wächst, dass in diesem Jahr noch gespielt wird.

Was ist nur mit dem TSV Schwabmünchen los? Der Bayernligist läuft der Form seiner Hinrunde weiter hinterher und es scheint, als würde er es nicht hinkriegen, den Schalter wieder umzulegen. Winter- und Corona-übergreifend stehen nun sieben Niederlagen in der Bayernliga und eine im Pokal zu Buche. Siege findet man dabei nicht, auch nicht bei der 0:1-Niederlage in Hankofen.

TSV Schwabmünchen trifft nicht mehr

Woran liegt es, dass Schwabmünchen derzeit immer leer ausgeht? Das Hauptübel ist ein Rechteck. 7,32 Meter breit und 2,44 Meter hoch. Das Tor. In den ersten 20 Spieltagen erzielten die TSVler 2,45 Tore pro Spiel. Danach fiel die Quote auf 0,42. Die Gegentorquote hat sich auch von 1,55 auf 2,14 verschlechtert. Schwabmünchens Trainer Paolo Maiolo verzweifelt schon und dürfte wieder ein paar schlaflose Nächte gehabt haben: „Es ist ja nicht so, dass wir schlecht spielen. Bis auf Schwaben waren wir gut, teilweise sogar besser“, sagt er. Doch wenn es scheinbar läuft, wie gegen Deisenhofen – da gelangen gar zwei Treffer – dann patzt die Defensive.

Mit schuld an der Misere trägt laut Paolo Maiolo auch eine Göttin. Fortuna genauer gesagt. „Während beim Gegner der abgefälschte Schuss unhaltbar reingeht, geht er bei uns daneben“, hadert er mit dem Schicksal. Um wieder in Tritt zu kommen, hilft es vielleicht, sich an einem Vorbild zu orientieren. Dabei sollten sich die Schwabmünchner nicht gerade für die seit 21 Spielen sieglosen Schalker entscheiden. Mit Blick auf die Ergebnisse scheint es aber durchaus so, dass die Königsblauen genau diese Funktion für Schwabmünchen übernommen haben.

Viele glauben, dass heuer nicht mehr Fußball gespielt wird

Eine Frage, die sich am Wochenende vielmals gestellt hat, war: Wie geht es weiter? Das Infektionsgeschehen hat für viele Spielausfälle gesorgt und die Lage wird nicht besser. Daher rechnen viele damit, dass der nun anstehende Ligapokal mehr oder weniger abgesagt und heuer nicht mehr gespielt wird. Hiltenfingens stürmender Trainer Andreas Rucht ist sich schon fast sicher. „Ich glaube das war’s. Der Ligapokal fällt wohl aus“, mutmaßt er. Und auch Langerringens Abteilungsleiter Thomas Baumgartner scheint nicht mehr an weitere Spiele zu glauben. „Ich bin schon überrascht, dass wir heute spielen“, stellt er am Rande der Sonntagspartie gegen den FC Haunstetten fest. Schwabmünchens Paolo Maiolo ist derselben Ansicht. „Ich bin schon froh, wenn wir kommende Woche gegen Kottern noch spielen dürfen.“

Auch Reinhold Mießl, Leiter der Spielgruppe Augsburg, rechnet eher damit, dass die Saison unterbrochen wird: „Drei Landesverbände haben schon unterbrochen, und auch in unserem Verband gibt es entsprechende Überlegungen. Eine Entscheidung, wie es weitergehen soll, soll Anfang der Woche gefällt werden. So, wie es momentan läuft, macht es keinen Sinn, denn wir haben ja mehr Absagen als Spiele. Klar ist das blöd, wenn nach fünf oder sechs Spieltagen unterbrochen wird, aber die Gesundheit geht einfach vor.“

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