Fußball, Bayernliga Süd

27.03.2016

Die Euphorie ist etwas verflogen

Ähnlich konsterniert wie in dieser Szene schauten Andreas Rucht (links) und Kapitän Janis Danke auch nach der 0:3-Niederlage in Rosenheim drein, nach der die Euphorie aufgrund der zuletzt so guten Ergebnisse im Lager der Schwabmünchner wieder etwas verflogen ist.
Bild: Manfred Stahl

Warum die zuletzt so erfolgreichen Schwabmünchner in Rosenheim klar verloren haben und warum das Team auch nach einem Platzverweis kurzzeitig mit elf Mann weiterspielen konnte

Rosenheim/Schwabmünchen Im Spiel gegen den TSV 1860 Rosenheim musste der TSV Schwabmünchen seine erste Niederlage nach der Winterpause hinnehmen. Nicht ganz unbeteiligt war an der Niederlage der Schiedsrichter Alexander Schuster (SV Hohenau), der erst sein viertes Bayernligaspiel pfiff. Ungeachtet dessen wurde der Schwabmünchner Höhenflug nach sieben Punkten aus drei Spielen jäh gestoppt und angesichts der anstehenden schweren Aufgaben gegen Heimstetten und in Pullach ist die zuletzt spürbare Euphorie auch etwas verflogen.

Nachdem die Schwabmünchner in der Anfangsphase gut ins Spiel gekommen waren, sah es zunächst recht gut aus für die Mannschaft um Kapitän Janis Danke. Doch dann gab es eine Aktion, in der der Schiedsrichter Elfmeter, wenn nicht sogar Rot hätte geben müssen: Andreas Rucht ging allein auf den gegnerischen Keeper zu und der foulte ihn im Strafraum, doch der fällige Pfiff blieb aus. „Wir haben in der ersten Hälfte gut angefangen, doch das nicht geahndete Foul an Andi Rucht hat uns irgendwie aus dem Konzept gebracht“, so der leicht geknickte TSV-Coach Tobias Strobl. Nach der Aktion waren die Schwarz-Weißen immer einen Schritt hinterher und haben irgendwie den Faden verloren.

Mit einem Doppelschlag stellten die Rosenheimer dann früh die Weichen zum Erfolg. Raphael Obermair setzte sich in der 19. Minute über die rechte Seite durch und bediente den besser postierten Korbinian Linner, der trocken abzog und ins lange Eck zur 1:0-Führung traf. Nur fünf Minuten später erhöhten die Oberbayern: Nach einem Doppelpass zwischen Linner und Valentin Hauswirth traf Hauswirth zum 2:0 (24.). Bis zum Pausenpfiff taten sich die Singoldstädter danach ziemlich schwer und hätten auch noch einen dritten Gegentreffer kassieren können.

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Im zweiten Abschnitt sahen die 190 Zuschauer weiterhin stürmische Sechziger. Raphael Obermair wollte allein vor Thiel wiederum per Heber zum Erfolg kommen, er machte es zwar besser als sein Kollege Egehan Caner, aber einem Torjubel stand die Querlatte im Weg (58.).

Das entscheidende 3:0 fiel dann doch noch: Der Schwabmünchner Torwart Felix Thiel foulte einen gegnerischen Stürmer im eigenen Strafraum und sah dann die zweite Gelbe Karte, nachdem er zuvor schon wegen Reklamierens verwarnt worden war. Zudem gab es dann auch noch einen Elfmeter, den Sascha Marinkovic sicher verwandelte (68.).

Zu diesem Zeitpunkt standen aber noch immer zehn Schwabmünchner Feldspieler auf dem Platz, denn als der Ersatzkeeper Dragan Ignjatovic ins Spiel kam, übersah der Linienrichter, dass ja noch ein Spieler gehen musste und so wurde der Strafstoß mit elf Spielern auf Schwabmünchner Seite ausgeführt, obwohl Felix Thiel ja vom Platz gestellt worden war.

Niklas Bauer geht mit Verspätung vom Platz

Gute fünf Minuten später wies der Rosenheimer Trainer Klaus Seidel den Unparteiischen dann darauf hin, dass ein Spieler zuviel auf dem Feld ist. Es wurde schließlich Niklas Bauer ausgewechselt, der dann noch für Außenstehende aus unerfindlichem Grund die Gelbe Karte sah.

„Es ist schon etwas ernüchternd, denn wir waren in der Anfangsphase gut im Spiel. Nach dem Foul an Andi waren wir immer einen Schritt zu spät. Dennoch würde ich nicht sagen, dass wir aufgrund des Schiedsrichters verloren haben, er hat es vielleicht etwas beeinflusst, aber nicht entschieden! Jetzt wollen wir das Spiel über Ostern abhaken, denn die Mannschaft bekommt eine Pause und dann werden wir mit noch mehr Gier und Willen in das nächste Spiel starten.“, so der kampfeslustige Trainer Tobias Strobl nach der Partie.

TSV 1860 Rosenheim Süßmaier (Tor); Lenz, Shabani (ab 80. Wallner M.), Linner, Obermair, Marinkovic (ab 77. Maier), Wallner, Weber, Köhler, Hauswirth, Caner (ab 75. Schunko).

TSV Schwabmünchen Thiel (Tor); Bauer (ab 68./73. Ignjatovic), Maiolo (ab 46. Gollnhofer), Danke, Rucht, Raffler, Schmidt, Manno (ab 46. Ludwig), Wehringer, Rudolph.

Tore 1:0 Linner (18.), 2:0 Hauswirth (24.), 3:0 Marinkovic (69., Strafstoß).

Besondere Vorkommnisse Gelb-Rot für den Schwabmünchner Torhüter Felix Thiel (68./wegen Reklamierens und Foulspiels im Strafraum).

Schiedsrichter Alexander Schuster (SV Hohenau).

Zuschauer 190. (bäumv/SZ)

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