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Großaitingen

01.05.2017

Die Fans zittern bis zum letzten Schuss mit

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5 Bilder
Vor einer tollen Kulisse mit deutlich mehr als 100 Zuschauern standen sich zum Abschluss des Finalturniers um den Landkreispokal die Tell-Schützen Tronetshofen/Willmatshofen (vorne von links Alessandro Carapezza, Jens Kalatschek und Ralf Wieler) und die Singoldschützen Großaitingen gegenüber. Am Ende gewannen die Großaitinger mit etwas Schussglück zum neunten Mal in Folge.
Bild: Foto: Manfred Stahl

Die Singoldschützen Großaitingen setzen ihre Siegesserie fort und gewinnen mit etwas Glück erneut den Landkreispokal. Zu verdanken haben sie dies in erster Linie ihrem jungen Sportleiter, der große Nervenstärke beweist

Wieder einmal ganz begeistert waren am Ende des Finalturniers um den heuer zum 24. Mal ausgeschossenen Landkreispokal der Sportschützen im Landkreis Augsburg die zahlreichen Zuschauer, die in Großaitingen bis zum allerletzten Schuss des spannenden Wettkampfes mit den Schützen mit zitterten. Vor allem die zahlreichen Fans des Schwabenligisten Tell Tronetshofen/Willmatshofen, der zuletzt 2005 den Landkreispokal gewonnen hatte, bangten mit ihren Schützen. Lange Zeit sah es nämlich danach aus, dass das Team um Manuela Haugg die Siegesserie der Großaitinger Sibngoldschützen brechen könnten, doch am Ende fehlte ihnen im „Shoot-Off“ etwas das Schussglück. Letztlich setzten der Bundesligist Singold Großaitingen seine Siegesserie fort und und gewann zum neunten Mal in Folge.

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Anders als in den vergangenen Jahren, marschierten die Großaitinger nicht mit großer Überlegenheit durch das Turnier und hatten bereits im Halbfinale Mühe, sich gegen den Bezirksligameister SV Rothtal Horgau durchzusetzen. Dies lag auch an der personellen Besetzung des Teams der Singoldschützen, denn die Großaitinger verzichteten auf die nicht im eigenen Verein ausgebildeten auswärtigen Schützen ihrer beiden Spitzenteams und gaben auch Nachwuchsschützen die Chance, sich im Landkreispokal zu bewähren.

Im abschließenden Finale gegen Tronetshofen/Willmatshofen zeigten die Großaitinger zunächst Nerven und verloren in dem von Michael Herzinger sachkundig und souverän moderierten „Shoot-Off“, bei dem nach jedem Schuss ein Schütze ausschied, mit Michael Holzmann, André Breu und Fridolin Mayr senior schnell drei Schützen in Folge. Deshalb stand es vor dem vierten Finalschuss – ausgehend von der Zahl der verbliebenen Schützen – 6:3 für die Tronetshofer Tell-Schützen. Danach verloren beide Teams abwechselnd Schützen. Beim neunten Schuss stand es 2:2. Für Großaitingen standen Dominik Mayer und Fridolin Mayr junior noch am Stand, für Tronetshofen Manuela Haugg und Jens Kalatschek. Nach dem Ausscheiden von Dominik Mayer und Jens Kalatschek fiel die Entscheidung zwischen Fridolin Mayr junior und Manuela Haugg. Mayr, der als Sportleiter der Singoldschützen auch stark in die Organisation des Finalturniers eingebunden war, hatte die besseren Nerven und setzte sich hauchdünn mit 10,1:9,9 Ringen gegen seine Kontrahentin durch.

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Nach den Wettkämpfen waren sich im voll besetzten Schützenheim der Singoldschützen Fans, Schützen und Funktionäre wieder einig, dass das Finalturnier für die Freunde des Schießsports in der Region einmal mehr ein echter Höhepunkt zum Abschluss der Saison war. Es bot spannende Wettkämpfe und lockte auch wieder Zuschauer an, die sonst wenig mit dem Schießsport „am Hut“ haben. Die acht Finalisten kämpften nach einem attraktiven Modus mit verkürztem Wettkampfprogramm und reduzierter Schießzeit im sogenannten K.-o.-System um den Turniersieg.

Auch wenn sich der eine oder andere Verein vielleicht eine etwas bessere Platzierung gewünscht hätte, gab es bei der Siegerehrung fast nur zufriedene Gesichter. Dazu trug sicher auch bei, dass es vom Landkreis für alle beim Finalturnier gestarteten Schützen Erinnerungsmedaillen und für die acht qualifizierten Vereine Geldprämien als Zuschuss für die Jugendarbeit gab. Die stellvertretende Landrätin Sabine Grünwald aus Schwabmünchen, die erstmals beim Finalturnier dabei war und das abschließende Finale gebannt mitverfolgte, zeigte sich beeindruckt von den sportlichen Leistungen der Schützen und der guten Organisation des Finalturniers. Angetan war sie vor allem davon, wie gut die Zuschauer das Wettkampfgeschehen dank modernster Technik mitverfolgen konnten.

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