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Schießen

22.06.2019

Die Großaitinger räumen sieben Titel ab

Der für Singold Großaitingen schießende Schwabmünchner Josef Wegscheider sicherte sich bei der bayerischen Meisterschaft der Vorderladerschützen vier Meistertitel.
Bild: Manfred Stahl

Die heimischen Vorderladerschützen zeigen sich bei der bayerischen Meisterschaft von der besten Seite. Vor allem in den Pistolendisziplinen sind sie nicht zu bezwingen

Von ihrer besten Seite zeigten sich bei den bayerischen Meisterschaften der Vorderladerschützen die Starter aus dem im Altlandkreis Schwabmünchen beheimateten Gau Lech/Wer-tach, denn sie sicherten sich zahlreiche Spitzenplatzierungen. Ganz besonders erfolgreich waren Josef Wegscheider, Wilhelm Hämmerle und Siegfried Jungwirth von den Singoldschützen Großaitingen, denn sie räumten zusammen sieben Meistertitel ab.

Sie starteten bei den bayerischen Landesmeisterschaften gemeinsam in den Disziplinen Perkussionspistole, Perkussionsrevolver und Steinschlosspistole. In allen drei Disziplinen gewannen sie die Mannschaftswertung überlegen. Zudem sicherten sie sich noch vier Titel im Einzel. Dazu kommen noch zwei Bronzemedaillen für Josef Wegscheider, der mit der Perkussionspistole als Dritter nur knapp am Sieg vorbeischoss. Einen weiteren Meistertitel knapp verpasste auch der für Schwabegg schießende Hiltenfinger Andreas Engel, der mit dem Perkussionsgewehr Dritter wurde.

Sowohl Josef Wegscheider, Wilhelm Hämmerle und Siegfried Jungwirth als auch Andreas Engel können sich auch bei den deutschen Meisterschaften, die vom 26. bis 28. Juli in Pforzheim stattfinden wird, gute Chancen auf vordere Platzierungen ausrechnen.

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Nachfolgend ein Überblick über die Erfolge im Einzelnen:

Perkussionsrevolver Mit dem Perkussionsrevolver sicherten sich Josef Wegscheider, Wilhelm Hämmerle und Siegfried Jungwirth den Mannschaftstitel mit 415 Ringen ganz klar vor der FSG Hilpoltstein aus Mittelfranken. Bester Großaitinger war dabei der aus Mattsies stammende Wilhelm Hämmerle, der mit 144 Ringen auch den Einzeltitel in der Herrenklasse III gewann.

Zu Titelehren in der Herrenklasse IV kam dagegen der aus Horgau stammende Siegfried Jungwirth. Mit 138 Ringen gewann er klar vor dem Schongauer Johann Oberpriller und seinem Großaitinger Teamkollegen Josef Wegscheider (beide 133 Ringe). Einen recht guten neunten Platz holte zudem der für Großaitingen schießende Wehringer Alexander Leuchtle mit 126 Ringen in der Herrenklasse I.

Perkussionspistole Auch mit der Perkussionspistole ließen sich Josef Wegscheider, Wilhelm Hämmerle und Siegfried Jungwirth den Mannschaftstitel nicht nehmen. Hier hatten sie in der Endabrechnung mit 412 Ringen aber „nur“ fünf Zähler Vorsprung auf den Vizemeister Straubing (407), der sich etwas überraschend vor den Mitfavoriten Schongau (406) und Hilpoltstein (404) platzieren konnte. Bester Großaitinger war auch hier Wilhelm Hämmerle. Er gewann mit 142 Ringen ganz souverän den Meistertitel der Herrenklasse III vor dem Hilpoltsteiner Johann Eberle (138). Überraschend weit vorne landete hier mit Rainer Besel ein weiterer Großaitinger. Mit 136 Ringen fehlten ihm als Sechster nur zwei Ringe zu einer Medaille.

Josef Wegscheider wurde in der Herrenklasse III mit 137 Ringen Dritter hinter Johann Oberpriller (140) aus Schongau und Georg Wittmann (138) aus Straubing. Den möglichen Titel verpasste der Schwabmünchner, weil im Vergleich mit seinen Konkurrenten er zu wenig Zehner schoss. Zu wenige Zehner vorweisen konnte auch Siegfried Jungwirth, der mit 133 Ringen Siebter der Herrenklasse III wurde.

Steinschlosspistole Die Steinschlosspistole ist schon seit langer Zeit die Paradedisziplin von Josef Wegscheider. Hier gibt es bei den Männern keine unterschiedlichen Altersklassen, sondern nur die Herrenklasse I. Zusammen mit Wilhelm Hämmerle und Siegfried Jungwirth sicherte Wegscheider sich nicht nur mit 404 Ringen ganz überlegen den Mannschaftstitel vor den Teams aus Schongau (393) und Hilpoltstein (379), sondern er gewann auch den Einzeltitel ganz sicher. Mit 139 Ringen ließ er den Coburger Helmut Stubenrauch (136) und den Schongauer Werner Ramminger (134), die die Plätze zwei und drei belegten, sowie die gesamte weitere Konkurrenz weit hinter sich. Im Vorderfeld platzieren konnten sich Wegscheiders Teamkollegen Siegfried Jungwirth (133/Platz 7) und Wilhelm Hämmerle (132/Platz 9).

Perkussionsgewehr In dieser Disziplin konnten sich die erfolgsverwöhnten Großaitinger Singoldschützen keine Spitzenplätze sichern. Hier sind im Gau Lech/Wertach die Schützen der SG Schwabegg tonangebend. Ihr bester Akteur, Andreas Engel, hatte sich viel vorgenommen und wurde mit 144 Ringen Dritter in der Herrenklasse I. Geschlagen geben musste er sich nur Michael Emmerling (147) aus Thalmässing und Peter Dziura (145) aus Würzburg.

In der Mannschaftswertung reichte es für die Schwabegger, für die der Oberottmarshauser Ludwig Wessinger mit 139 Ringen Platz neun in der Herrenklasse IV „erzielte“, unerwartet nur zum 14. Platz, weil sie nicht über 404 Ringe hinauskamen, nachdem der für Schwabegg schießende Franz Schormeier mit 121 Ringen etwas unter seinen Möglichkeiten geblieben war. Der Sieg ging hier an das Team aus Thalmässing, das herausragende 432 Ringe erzielte.

Siegfried Jungwirth, der sonst ja für Singold Großaitingen startet, schoss mit dem Perkussionsgewehr für die Augsburger Schwarzpulverschützen und belegte hier mit 141 Ringen den sechsten Platz in der Herrenklasse IV.

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