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Sportabzeichen

27.02.2018

Die Rechenweise macht den Unterschied

Groß ist die Menge der jugendlichen Urkundenträger, aber nicht so groß wie im vergangenen Jahr.
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Groß ist die Menge der jugendlichen Urkundenträger, aber nicht so groß wie im vergangenen Jahr.
Bild: Reinhold Radloff

Warum in diesem Jahr in Untermeitingen vieles anders ist

Das ist den Untermeitingern gar nicht recht: Sie sind nicht mehr die Nummer eins im Landkreis bei den Deutschen Sportabzeichen, zumindest nach einer bisher nicht dagewesenen Berechnungsart. Das wollen die Lechfelder so schnell wie möglich wieder ändern. Das war bei der Vergabe der Sportabzeichen deutlich zu spüren.

Seit vielen Jahren gibt es im Landkreis eine Gemeinde, die bei der Zahl der absolvierten und bestandenen Sportabzeichen die Vormachtstellung hat: Untermeitingen.

Jetzt plötzlich hat sich das geändert. Woran das liegt? Dafür gibt es unterschiedliche Gründe.

Erstens: Der neue Kreisreferent für das Sportabzeichen, Berthold Heubeck berechnete die Zahl der Sportabzeichen nicht nur absolut, sondern auch prozentual zur Einwohnerzahl. Dabei stellte sich heraus, dass Klosterlechfeld die beste Quote hat und Untermeitingen erst auf Platz drei hinter Langerringen liegt.

Zweitens: Im vergangenen Jahr war die Beteiligung von Kindern aus der Grundschule minimal. Da half es auch nichts, dass sogar mehr Erwachsene das Sportabzeichen ablegten.

Trotzdem: Bei der absoluten Zahl der übergebenen Deutschen Sportabzeichen ist Untermeitingen weiterhin mit 268 vorne und liegt weit vor großen Städten wie Schwabmünchen oder Bobingen. Das spricht für die Begeisterung, die in Untermeitingen für diese Art von Leistungsfeststellung herrscht.

Es wurden nicht nur normale Abnahmen durchgeführt, sondern auch besondere Events veranstaltet: Zum Beispiel feierte Isabella Uhl ihren runden Geburtstag auf dem Sportplatz, kamen Sportstudenten aus Augsburg und legten dass Sportabzeichen ab.

Und die Besonderheiten gehen weiter: Seit vielen Jahren ist Gerlinde Klingshirn (79) die älteste Absolventin. Am anderen Ende der Altersskala stehen zwei sechsjährige Mädels, Nikita Janzer und Lea Schiller. Außerdem legen in Untermeitingen immer wieder ganze Familien das Sportabzeichen ab, heuer zum Beispiel die Familien Lichtenhagen und Müller.

Dass in Untermeitingen so viele das Abzeichen überreicht bekommen, das liegt neben den normalen Prüfern (Herta Rieder, Ute Keller-Löffler, Isabella Uhl, Helmut Süßmeir, Oliver King, Fritz Kosak) vor allem an der unermüdlichen Chefin Franziska Lauterer, die für ihre große Leistung auch viel Applaus erhielt.

Untermeitingens Bürgermeister Simon Schropp geht in seiner Gemeinde mit gutem Vorbild voran und legte auch heuer wieder das Sportabzeichen mit Erfolg ab. Er betonte bei der Feierstunde n der Sporthalle, dass er stolz auf alle sei, die das Abzeichen erworben haben und darauf hoffe, dass die Kooperation mit der Grundschule wieder besser werde, damit Untermeitingen im nächsten Jahr, nach welcher Berechnungsart auch immer, wieder ganz vorne liege. Heubeck führte bei seiner kurzen Ansprache unter anderem an, dass in Königsbrunn bei rund 27000 Einwohnern nur 61 Sportabzeichen abgelegt werden. Besondere Jubiläen feierte bei der Veranstaltung Walter Müller mit 25 und Helmut Süßmeir mit 36 Wiederholungen des Sportabzeichens.

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