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25.11.2019

Die Revanche ist geglückt

Der Jubel von Jannik Reuß war groß. Mit dem 7:4 war die Partie des EHC Königsbrunn gegen den favorisierten TSV Erding gelaufen und die Revanche geglückt.
Foto: Horst Plate

Da ist der Jubel groß, als der ESV Königsbrunn den favorisierten TSV Erding besiegt. Trotzdem fehlen noch ein paar Punkte zum großen Ziel

Mit dem verdienten 7:4 gegen die favorisierten „Gladiators“ des TSV Erding feiert der EHC Königsbrunn Wiedergutmachung und lässt die schwache Partie gegen Schongau vergessen. Dabei präsentierte sich Erding als spielstarker Gegner auf Augenhöhe.

Bis auf die üblichen Dauerverletzten konnte EHC-Coach Waldemar Dietrich heute mit komplettem Kader antreten. In der Bayernliga hatte sich allerdings die letzten Tage einiges getan. Am Donnerstag gab der Verband bekannt, dass Bad Kissingen die erste Mannschaft mit sofortiger Wirkung vom Spielbetrieb zurückgezogen hat. Alle bisherigen Ergebnisse wurden annulliert. Für Königsbrunn machte dies keinen Unterschied, für Erding allerdings schon. Am Mittwoch waren die Gladiators noch auf einem sechsten Platz vor Klostersee, nach der Korrektur fand sich Erding plötzlich hinter dem Verein aus Grafing wieder.

Der EHC startete perfekt in die Partie. Gleich der erste Angriff war erfolgreich: Nach dreizehn Spielsekunden stand es durch den Treffer von Jakub Srámek schon 1:0. Beide Teams legten von Beginn an mit hohem Tempo und viel Zug zum Tor los. In der dritten Spielminute wurde Erding ein Penalty zugesprochen, doch Jennifer Harß hielt ihren Kasten sauber.

Ein erstes Überzahlspiel der Gäste nutzten diese aber gleich zum Ausgleich. Nur vier Minuten danach tankte sich Jakub Srámek durch die gegnerischen Reihen und schloss mit dem Treffer zum 2:1 ab. Eine Minute später legte Elias Maier zum 3:1 für Königsbrunn nach. Der EHC hatte im Laufe des Drittels die Gelegenheit, in doppelter Überzahl frühzeitig für eine Entscheidung zu sorgen, verpasste aber diese. Vor der Pause hätte sich dies fast gerächt, als Erding kurz vor dem Abpfiff eine hundertprozentige Chance vor dem gegnerischen Tor vergeigte.

Im mittleren Spielabschnitt legte der EHC in der 22. Spielminute nach. Jakub Rámek setzte nach einem Alleingang Julian Becher in Szene, dieser netzte dann zum 4:1 für Königsbrunn ein. Doch Erding dachte nicht daran aufzugeben und verkürzte nur eine Minute später zum 4:2. Fünf Minuten später trafen die Gladiators in Überzahl erneut und waren durch das 4:3 auf einem guten Weg, die Partie zu drehen. Doch Königsbrunn überstand die starke Phase der Gäste und legte bis zur letzten Pause zwei weitere Treffer nach.

Der letzte Spielabschnitt gehörte Königsbrunn. Erding konnte zwar in der 44. Spielminute auf 6:4 verkürzen, doch nur eine Minute später gab der EHC mit dem 7:4 durch Jannik Reuß die richtige Antwort. Königsbrunn verwaltete den Vorsprung bis zum Ende und ging schließlich als verdienter Sieger vom Eis.

Der EHC holt sich so wichtige drei Punkte und kämpft sich auf Platz acht hoch, nur zwei Punkte hinter Erding. Die Mannschaft zeigte sich in allen Belangen klar verbessert und konnte durch eine geschlossene Leistung überzeugen. Erding war ein spiel- und kampfstarker Gegner und immer brandgefährlich. Auf den so begehrten Platz sechs fehlen dem EHC nun vier Punkte.

EHC-Coach Waldemar Dietrich sah die Mannschaft nach dem letzten Wochenende in der Pflicht: „Ihr ist heute die Wiedergutmachung gelungen. Im ersten Drittel haben wir nicht zu viel zugelassen, im mittleren Spielabschnitt hat Erding in Überzahl Qualität gezeigt und gegen uns getroffen. Dadurch sind die Gladiators zurückgekommen. Wir haben aber dann ebenfalls ein Tor gemacht. Das war dann wohl die entscheidende Szene. Im letzten Drittel beförderten wir die Scheibe immer wieder aus dem eigenen Drittel. Ich bin froh um die drei Punkte.“

Tore: 1:0 Srámek (Maier) (1.), 1:1 Dürr (Zimmermann) (6.), 2:1 Srámek (Arnawa, Trupp) (10.), 3:1 Maier (Srámek, Trupp) (11.), 4:1 Becher (Rámek, Auger) (22.), 4:2 Waldhausen (Wawrotzki, Schwarz) (23.), 4:3 Krzizok (Lorenz, Spindler) (28.), 5:3 Reuß (Lieb, Neuber) (34.), 6:3 Auger (Trupp, Srámek) (38.), 6:4 Lorenz (Waldhausen, Zimmerman) (44.), 7:4 Reuß (Auger, Strehler) (45.).

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