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Fußball,Kreisklasse

08.11.2019

Die Rote Laterne leuchtet jetzt in Langenneufnach

Ein Trainer muss auch leidensfähig sein: Oft vermasseln individuelle Fehler das teils gute Spiel der Langenneufnacher. Ob es für das Team von Jürgen Streit in Margertshausen was zu ernten gibt, ist daher eher fraglich.
Bild: Marcus Angele

Vor dem Rückrundenstart hat Walkertshofen den letzten Platz verlassen. Herbstmeister Königsbrunn trifft auf die Motivationskünstler aus Kleinaitingen

Zu Beginn der Rückrunde gebührt dem TSV Königsbrunn die Gratulation zur Herbstmeisterschaft. Kaum einer hätte der jungen Missenhardt-Truppe diesen Erfolg vor der Saison zugetraut. Mit sechs Siegen in Folge untermauern sie gerade ihre Stärke und können im Stile einer Spitzenmannschaft auch Partien in letzter Minute wie zuletzt gegen Wehringen noch zu ihren Gunsten entscheiden. Davon ist derzeit die SpVgg Langenneufnach genauso weit entfernt wie der FSV Großaitingen. Beide rangieren mit dem TSV Walkertshofen am Ende der Tabelle mit sieben mageren Pünktchen. Doch beim Team von Jens Lutz ist zumindest ein kleiner Aufwärtstrend erkennbar.

Spannend haben es die Jungs von Wolfgang Missenhardt gemacht und erst in der Nachspielzeit den Deckel zum 3:1-Sieg und zur Herbstmeisterschaft draufgesetzt. Dafür hatte er auch ein glückliches Händchen bei seinen Einwechslungen bewiesen. Zuerst holte Lucas Linder den entscheidenden Elfmeter in der 88. Minute heraus und Maximilian Schäfer erzielte nur zwei Minuten nach seiner Einwechslung das 3:1. Nun kommt zur Rückrunde der sehr motivierte FC Kleinaitingen zu den Brunnenstädtern. Der FCK macht derzeit aus der Not eine Tugend und ersetzt die vielen Verletzten durch großen Einsatz und Kampf.

Trainer Michael Imburgia war nach dem Spiel total von seiner Mannschaft angetan und lobte deren Einsatzwillen beim Auswärtsspiel in Schwabegg. Doch der SV Schwabegg steckt seit Wochen in der Krise und war nicht die hohe Hausnummer wie erwartet.

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Peter Ziegler, der Chef-Coach Michael Hanwalter am Sonntag vertrat, war nach dem Spiel doch enttäuscht, aber auch nicht groß verwundert: „Wir machen gerade sehr viele Fehler in der Hintermannschaft. Dazu sind wir oft nicht nah genug am Mann und lassen den Gegner im Mittelfeld schalten und walten wie er will. Wir haben einfach noch eine sehr junge und manchmal noch zu unerfahrene Truppe, die zwar kämpft und alles gibt, aber halt noch nicht auf dem Level der Topmannschaften ist.“

Schwabegg empfängt nun den TSV Fischach und da gibt es einen Lichtblick: Goalgetter Dominik Bröll ist wieder da. In Margertshausen schnupperte er nach langer Verletzungspause endlich wieder Männerschweiß auf dem Platz und brachte die Margertshauser Abwehr schon vor größere Aufgaben. Ein Tor gelang ihm nicht, aber er wird den ebenfalls arg verletzungsgebeutelten Fischachern auf dem Platz sehr guttun.

Und noch eines darf man bei den Fischachern feiern. Florian Gattinger wurde erst kürzlich unverhofft zu „Mister Augsburg“ gekürt. Wahrscheinlich war das einem Margertshauser Spieler zu viel der Schönheit und verpasste ihm bei einem Zweikampf eine dicke Beule am Kopf. Nein, das Derby mit 200 Zuschauern war packend und spannend und absolut fair. Der SSV setzte sich aber aufgrund der höheren Spielanteile und einer sehr guten Viertelstunde nach der Pause letztlich verdient mit 3:0 durch.

Nun empfangen die Grün-Weißen die SpVgg aus Langenneufnach und da ist bestimmt noch ein Hühnchen für die 0:1-Auftaktpleite am ersten Spieltag zu rupfen. Bei der SpVgg läuft gerade gar nichts zusammen, obwohl sie nicht einmal schlecht spielen. Sogar der letzte Gegner aus Ustersbach attestierte den Langenneufnachern ein gutes Spiel, doch das bringt alles nichts, wenn du am Ende mit leeren Händen da stehst. Nachdem der TSV Walkertshofen überraschend einen Punkt aus Inningen mitnehmen konnte, fiel Langenneufnach auf den letzten Platz zurück. So scheint es mehr als zweifelhaft, dass dem Staudenteam wie am ersten Spieltag ein überraschender Coup gegen Margertshausen gelingen wird.

Groß war die Freude bei WalkertshofensAbteilungsleiter Florian Wolf, als sich sein Team nach dem Abpfiff in Inningen über einen mit viel Willen und Einsatz ergaunerten Punkt beim Favoriten jubelnd in den Armen lag. „Klar war Inningen die bessere Mannschaft und optisch überlegen. Aber endlich hatten wir auch mal das Glück des Tüchtigen, das uns in dieser Saison schon oft gefehlt hat. Ich hoffe, der Punkt gibt dem jungen Team jetzt die Motivation, so weiterzumachen und vielleicht in Hiltenfingen auch zu punkten“.

Da dürfte allerdings der am letzten Sonntag spielfreie ASV doch etwas dagegen haben. Hiltenfingen hatte davor einen guten Lauf mit drei Siegen in Folge und liegt immer noch gut im Rennen um Platz zwei. Ebenfalls gut in Schuss ist der SV Untermeitingen, der vier der letzten fünf Begegnungen für sich entscheiden konnte und sich so relativ sicher aus der Abstiegszone verabschiedet hat.

Um aber aus Inningen etwas Zählbares mit nach Hause zu nehmen, sollte das Sandner-Team seine Torchancen besser nutzen als im Spiel gegen Großaitingen, wo sie viele Möglichkeiten leichtfertig vergaben und gerade noch so mit 1:0 gegen das tapfer aber erfolglos kämpfende Schlögel-Team gewannen.

Für den FSV wird die Luft nach dieser Niederlage weiter dünner und auch gegen Wehringen dürfte ein 2:1-Erfolg wie in der Vorrunde eher ein Traum als Wirklichkeit sein. Die Wehringer Formkurve gleicht dagegen dem Wellengang am Strand: mal hoch mal tief. Irgendwie müssen die Männer von Trainer Florian Britsch noch die Konstante finden, um ihr durchaus vorhandenes Können auch auf den Platz zu bringen. In diesem Derby der beiden FSVs gehen sie aber als klarer Favorit hervor.

Der TSV Ustersbach darf an diesem Spieltag spielfrei die Füße hochlegen.

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